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Nachricht vom 07.09.2015    

Alt werden und in Rengsdorf bleiben

In der Ortsmitte von Rengsdorf entsteht mit Unterstützung des Projektes „WohnPunkt Rheinland-Pfalz“ und der Orts- und Verbandsgemeinde Rengsdorf ein Wohndomizil für Senioren. Die Landesministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Sabine Bätzing-Lichtenthäler schaute in Rengsdorf vorbei.

Ein Blick in die Baugrube. Das ehemalige Hotel ist weitgehend verschwunden. Fotos: Wolfgang Tischler

Rengsdorf. Zwei Familien haben die leerstehende Immobilie „Hotel Rheinland“ erworben und abreißen lassen. Derzeit stehen nur noch Reste der Grundmauern, der Bauantrag läuft und alles steht in den Startlöchern für das Wohndomizil für Senioren. Die Ortsgemeinde wird noch ein angrenzendes Grundstück an die Investoren verkaufen, damit das Gelände arrondiert wird.

Es grenzt dann unmittelbar an den Spielplatz an und so kann ein Zusammenleben zwischen Jung und Alt stattfinden. Ortsbürgermeister Christian Robenek meinte: „Wir sind dankbar, dass wir bei dem Modellprojekt des Landes Rheinland-Pfalz mitmachen dürfen. Die älteren Leute möchten gerne im Dorf bleiben, wenn sie schon ihre Wohnung verlassen müssen, die nicht Seniorengerecht ist.“ Die Lage des neuen Wohnhauses ist ideal, es ist direkt in der Ortsmitte am Platz „Place St. Pierre le moutier“.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler sagte bei der Vorstellung des Projektes: „Ich bin von der Idee und dem Projekt überzeugt. Wir können uns auf den Wandel, der vor uns liegt, einstellen und ihn auch bewältigen. Es gibt viele bunte Wohnverhältnisse. Mit dem Projekt Wohnpunkt sind wir bewusst in kleine Gemeinden gegangen.“ Die Ministerin sieht es als Leuchtturmprojekt, dem weitere folgen werden. Dies konnte Verbandsbürgermeister Hans-Werner Breithausen bestätigen. In Anhausen hat die Gemeinde eine Grundstück aufgekauft und die Aufbauten abgerissen. Dort ist ebenfalls ein Seniorenheim in Planung.

Auf vier Etagen wird das „Wohndomizil Rheinland“ Wohnraum bieten. Herzstück ist die selbstverwaltete Wohngruppe, in der sieben Personen Platz finden. Darüber hinaus gibt es abgeschlossene Wohnungen in unterschiedlichen Größen. Ein ambulanter Pflegedienst und eine Tagespflegeeinrichtung werden mit einziehen. Die geschaffenen Veranstaltungsräume können auch angemietet werden.

Hintergrund:

Pro Jahr begleitet Wohnpunkt RLP bis zu zehn Ortschaften bis 3000 Einwohner in Rheinland-Pfalz. Die Koordinierungsstelle Wohnpunkt RLP organisiert den Ablauf der Projektbegleitung. Die Kommune benennt einen kommunalen Projektverantwortlichen, der mit der Wohnpunkt-Ansprechpartnerin ein Projekttandem bildet. Ziel ist es, sämtliche Schritte zur Verwirklichung gemeinsam zu bewältigen. Aufgabe von Wohnpunkt RLP ist außerdem die Beratung der Gemeinde, die Schulung der Akteure, die Information über gute Beispiele und die Bereitstellung von Kontakten zu den erforderlichen Disziplinen wie Bauen, Architektur, Bank- und Finanzwesen, Unternehmensberatung, Verwaltungsfach und Sozialwesen. Wohnpunkt RLP begleitet von der Idee bis zur Schlüsselübergabe.




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Betreute Wohngruppen oder selbstorganisierte Wohngemeinschaften passen gut zu den kleinteiligen Strukturen im ländlichen Raum. Sie können sich zum Mittelpunkt einer sorgenden Gemeinschaft im Dorf entwickeln. Deshalb unterstützt Wohnpunkt RLP gezielt kleine Gemeinden bei der Entwicklung solcher Wohnalternativen. Die Koordinierungsstelle Wohnpunkt RLP kann pro Verbandsgemeinde in maximal einer Gemeinde aktiv werden. (woti)


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Kommentare zu: Alt werden und in Rengsdorf bleiben

1 Kommentar

Das Projekt„WohnPunkt Rheinland-Pfalz" hat zur Konsequenz, dass eine Kinderspielwiese im Hintergrund des Bildes gut zu sehen, zum Teil in Parkplätze für Autos umgebaut werden soll. Dieses wertvolle Gemeindegrundstück wurde vom Rengsdorfer Gemeinderat an die Investoren verkauft. Diese Investoren sitzen, wen wundert's auch im Gemeinderat! Es läuft derzeit eine Petition, die versucht, dass dieses Gemeindegrundstück das allen Rengsdorfer Bürgern gehört, erhalten bleibt, und der Bauzaun der quer über den Kinderspielplatz gezogen wurde entfernt wird. Es kann nicht angehen, dass Privatisierung vor Gemeinwohl geht. Rengsdorf braucht einen zentralen Ortskern. Mit dem internen Deal des Gemeinderats wird die zukünftige Entwicklungsfähigkeit des Ortes Rengsdorfs meiner Meinung nach langfristig geschädigt. Kindern und Jugendlichen wird wertvoller Freiraum genommen. Dass dies ein zukünftsträchtiges Modell auf Kosten der Jugendlichen sein soll, wage ich zu bezweifeln. Informationen erhalten Sie über zukunft.rengsdorf@gmail.com, Die Petition: https://secure.avaaz.org/de/petition/Ortsbuergermeister_von_Rengsdorf_Herr_Robenek_NEIN_zum_Verkauf_der_Spielwiese_am_Franzosenplatz/?koQabdb

In der Friedrich Ebert straße wurden von anderen Investoren andere Gebäude gekauft wo ähnliche Konzepte umgesetzt werden, und die ohne "spezielle Zuwendungen" innerhalb des Gemeinderates auskommen. In Rengsdorf selbst gibt es nicht einmal Einkaufmöglichkeiten die für ältere Menschen fußläufig erreichbar wären.
#1 von donato.iavarone, am 09.09.2015 um 13:09 Uhr

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