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Nachricht vom 16.06.2015    

Alter Friedhof in Neuwied hat jetzt einen Portraitraum

Der Alte Friedhof in Neuwied wurde 1783 als erster städtischer und die Konfessionen übergreifender Friedhof eröffnet. Bis heute sind viele historisch wertvolle Denkmäler aus unterschiedlichen Epochen erhalten geblieben. Jetzt gibt es im Friedhofsgebäude einen Portraitraum, der von ehrenamtlichen Helfern eingerichtet wurde.

Friedhofskenner Hans-Joachim Feix (links) erzählt von den Renovierungsarbeiten des Portraitraumes. Fotos: Wolfgang Tischler

Neuwied. Wer eintaucht in die verwunschene Welt des Alten Friedhofs in der Julius Remy-Straße, der taucht kurz darauf mit vielen Fragen wieder auf. Denn die reichlich verzierten Grabsteine mit ihren verschnörkelten Inschriften, die Grabsymbole, angerosteten Geländer, die Gruften und Grabmäler machen neugierig. Neben Friedrich Alexander zu Wied, Regent in Neuwied von September 1737 bis zu seinem Tod am 7. August 1791, ist hier auch der bedeutende Amerika-Forscher Prinz Maximilian zu Wied bestattet.

Auch Neuwieder Industrielle, Kaufleute, Politiker, Prominente und Arme, erfolgreiche Frauen und Männer, aber auch Kinder haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Durch Initiative des Stadtführer und Friedhofkenners Hans-Joachim Feix bekommen nun viele ein Gesicht. Eine Gruppe von rund 20 ehrenamtlichen Helfern hat einen Raum im Friedhofsgebäude hergerichtet und dort 180 Bilder der Verstorbenen, säuberlich gerahmt, aufgehangen.

Oberbürgermeister Nikolaus Roth und Stadtbürgermeister Reiner Kilgen hatten die Akteure eingeladen, um Dank zu sagen und der Öffentlichkeit den Raum in einer kleinen Feierstunde vorzustellen. Hans-Joachim Feix erzählte, dass er und die Helfer den Raum bis unter die Decke voll mit „Müll“ vorgefunden hätten und berichtete wie viel Arbeit hineingesteckt werden musste, bis er jetzt fertig war.



Viele Spender von Rahmen haben dazu beigetragen, dass die dauerhafte Ausstellung möglich wurde. Die Katholische Kirchengemeinden Großmaischeid hat zwei Kirchenbänke gestiftet, auf denen der Besucher platznehmen und die Bilder in Ruhe betrachten kann.

„Der Friedhof ist eine bedeutende Parkanlage für die Stadt Neuwied geworden, die es ohne das ehrenamtliche Engagement so nicht geben würde“, sagte OB Roth. Als sichtbares Zeichen des Dankes gab es Buchpräsente und Blumen für die Hauptakteure.

Wer die Portraitsammlung sehen möchte, hat am Samstag, den 20. Juni von 14 bis 16 Uhr dazu Gelegenheit. Ansonsten kann der Raum bei den regelmäßigen Friedhofsführungen betrachtet werden. woti



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