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Nachricht vom 18.03.2015    

Waldkindergärten verstärkt anbieten

Im Ausschuss für Integration, Familien, Kinder und Jugend wurde auf Grünen Antrag über die sich immer stärker ausbreitenden Waldkindergärten diskutiert. Elisabeth Bröskamp (MdL Die Grünen Bündnis 90) setzt sich für den verstärken Ausbau dieser Kindergartenform, von denen es drei im Kreis Neuwied gibt, ein.

Warum sollen Kindergärten nicht am oder im Wald stehen. Foto: Wolfgang Tischler

Neuwied. Nach Ende der Diskussion fordert die Grüne Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, Elisabeth Bröskamp: „Wir wollen den Ausbau der Waldkindergärten verstärkt vorantreiben. Immer mehr Eltern wollen ihre Kinder in dieser Form betreuen lassen. Waldkindergärten fördern die kindliche Psychomotorik und die sinnliche Wahrnehmung, gleichzeitig wird die Naturerfahrung und damit wird auch das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung gestärkt. Im Zyklus der Jahreszeiten können Kinder die Natur am lebenden Objekt verfolgen und erforschen. Plötzliche Kälteeinbrüche zeigen, wie sensibel und zugleich robust unsere Natur ist. Der Forschergeist der Kinder wird geweckt und gefördert.

In Rheinland-Pfalz gibt es mittlerweile allein 32 registrierte Waldkindergärten, die mit einer Ausnahme auch alle eine Personalkostenförderung durch das Land erhalten, in denen überwiegend drei- bis sechsjährige Kinder betreut werden. Auch immer mehr Regelkindergärten bieten einzelne Waldkindergartengruppen an.

Während noch vor einigen Jahren oft die Frage auftauchte, ob die Waldkitas den Kindern dieselben Bildungsmöglichkeiten bieten können wie die Regelkitas, ist diese Frage mittlerweile längst beantwortet: Zahlreiche Untersuchungen belegen dies. Mehr noch, wissenschaftliche Studien zeigen sogar, dass Kinder aus Waldkindergärten besonders in den Bereichen Motivation, Ausdauer, Konzentration, Sozialverhalten und Mitarbeit im Unterricht gegenüber den anderen Kindern einen deutlichen Vorteil aufweisen.



Angesichts der Herausforderungen des Kita-Ausbaus tun Kommunen gut daran, auch dieses pädagogisch sinnvolle und von vielen Eltern gewünschte Angebot stärker vorzuhalten.“

Im Kreis Neuwied gibt es derzeit drei Waldkindergartengruppen. In Unkel (Kommunaler Marienkindergarten Unkel mit einer Gruppe von 15 Kindern), in Asbach (Integrative Kindertagesstätte Asbach mit einer Gruppe von 15 Kindern) und in Straßenhaus (Evangelischer Kindergarten Straßenhaus mit einer Gruppe von 15 Kindern). Für alle diese Gruppen wird auch der Personalkostenzuschuss gezahlt.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn sich noch mehr Kindertagesstätten auf den Weg machen würden Waldkindergartengruppen einzurichten“, erklärt Elisabeth Bröskamp abschließend.


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