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Nachricht vom 17.03.2015    

Hauseigentümer können drohende Hochwassergefahr verringern

Starkregenfälle werden bedingt durch den Klimawandel immer häufiger - die Kanalisation läuft über, Bäche und Flüsse treten über die Ufer. Schon mancher Anlieger musste die dadurch entstandenen Schäden im Keller und Erdgeschoss beheben.

Wenn die Straßen sich in Bäche verwandeln, dann sind Keller und Erdgeschoss in Gefahr. Foto: Wolfgang Tischler

Region. Es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten wie jeder Hausbesitzer die Einleitung von Regenwasser in die öffentliche Kanalisation nachhaltig reduzieren kann. Hierauf weist der VSR-Gewässerschutz im Rahmen seiner Informationsstände passend zum Motto des diesjährigen Wassertages am 22. März „Wasser und Nachhaltigkeit" hin. Auch in den kommenden Monaten werden Mitglieder des Vereins die Bürger über die Vorteile des „naturnahen" Umgangs mit Regenwasser informieren und beraten, welche Möglichkeiten zur Versickerung und Entsiegelung der Flächen sinnvoll sind. Dabei ist es wichtig, dass das Wasser von den Dächern so versickert wird, dass es zu keiner Belastung des Grundwassers kommt.

Leider stößt die Versickerung immer noch auf Vorbehalte, da vielen Hausbesitzern die Ableitung ins Kanalnetz einfacher erscheint. Doch diese führt zu immer größeren Kanalnetzen, deren Unterhaltung die Abwassergebühren in die Höhe treibt. Gleichzeitig müssen weitere Investitionen in Hochwasserrückhaltebecken erfolgen, da Regenwasser immer schneller und in immer größerer Menge gerade kleinere Gewässer überflutet. Letztendlich wird es also teurer. Daher ermäßigen viele Gemeinden sogar die Entwässerungsgebühren, wenn der Regen auf dem eigenen Grundstück versickert wird. Es kann sich daher auch für jeden Einzelnen finanziell lohnen.

Wenn im Garten genügend Platz vorhanden ist, stellt die Flächen- und Muldenversickerung die sinnvollste Maßnahme dar. Hier erfolgt die Einleitung in das Grundwasser über die belebte Bodenzone. Aber auch der Sickerteich in das das Regenwasser fließt, stellt eine schön zu gestaltende Variante im Garten dar. Beide Systeme erfordern jedoch eine relativ große Fläche, stellen aber die ökologisch sinnvollste Variante dar. So gibt es auch noch platzsparende Möglichkeiten – so kann das Regenwasser über ein Kiesbett dem Grundwasser zugeführt werden.




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Man kann das Regenwasser aber auch in Regentonnen, speziellen Tanks oder Zisternen speichern, um es anschließend als Brauchwasser zum Beispiel zur Gartenbewässerung zu nutzen. Letztendlich wird genauso wie bei der Nutzung von Gartenbrunnen weniger Leitungswasser verbraucht und damit wertvolle Ressourcen geschont. Des weiteren sollten Garagen- und Hofeinfahrten nicht versiegelt werden. Damit möglichst ein hoher Anteil der Niederschlagsmenge versickern kann sind Porensteine, Gitterrasensteine oder Kies auf einem durchlässigen Unterbau geeignet. Auch bei Gartenwegen kann man auf dichte Pflaster- oder Plattenbeläge verzichten und statt dessen beispielsweise Schotterrasen, Kies, Holzpflaster oder Rindenmulch verwenden.

„Je mehr Grundwasser neu gebildet wird umso unkritischer ist es auch, wenn durch die zum Teil sehr heißen Tage im Sommer große Mengen an Brunnenwasser zum Gießen und Planschen benötigt wird" so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Eine größere Grundwassermenge führt aber auch zu einer Verminderung der Gefahr von extremen Niedrigwasser in den Gewässern, da das Grundwasser während der heißen und trockenen Zeit wichtig ist, um einen ausreichenden Wasserspiegel zu halten. Diesen benötigen die Pflanzen, Fische und Insekten um die heißen Sommermonate zu überleben.


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