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Nachricht vom 23.08.2014    

Schulsozialarbeit an Grundschulen läuft fugenlos weiter

Der gemeinsame Weg zahlt sich aus. Landkreis und Schulträger übernehmen je die Hälfte der Kosten. Die politischen Gremien stehen hinter dem Modell. Es wurden vier Stellen bei drei freien Trägern der Jugendhilfe eingerichtet, die mit der Umsetzung der Leistungen beauftragt wurden.

Über den Vertragsabschluss freuen sich (v.r.n.l.): Achim Hallerbach (1. Kreisbeigeordneter), Harald Lambertz (Jugendhilfe Albatros, Steimel), Sabine van Kruijssen und Ulrik Dyckerhoff (beide Probsthof Königswinter), Renate Schäning (Diakonisches Werk Neuwied) und Uwe Kukla (stellvertretender Leiter des Kreisjugendamtes Neuwied).

Kreis Neuwied. Praktisch fugenlos und von außen unbemerkt konnte die Schulsozialarbeit an Grundschulen im Landkreis Neuwied von der bis Ende 2013 durch Bundesmittel sichergestellten Finanzierung nun auf kommunale Förderung umgestellt werden. Die Finanzierung der Schulsozialarbeit an Grundschulen erfolgt daher seit 1. April zu 50 Prozent aus Mitteln des Landkreises Neuwied und zu 50 Prozent aus Mitteln der Schulträger.

"Dies alles", so der 1. Kreisbeigeordnete und Jugendamtsdezernent Achim Hallerbach, "war nur möglich, weil alle Beteiligten unseren vorgeschlagenen Weg mitgegangen sind. Das zahlt sich nun aus. Hierfür gilt unser Dank den beteiligten Kommunen als Schulträger sowie auch dem Diakonischen Werk, der Jugendhilfe Albatros und dem Probsthof, die trotz der anfänglichen Unsicherheiten von Beginn an mit in das Modell eingestiegen sind. Vor allem stehen auch die politischen Gremien hinter unserem Modell. Ich möchte also auch sowohl dem Kreisausschuss und Jugendhilfeausschuss als auch dem Ältestenrat für die Unterstützung und Beschlussfassungen herzlichen Dank aussprechen." Ferner, so Hallerbach weiter, betrachte man das Projekt als Teil des Neuwieder Modells, welches die Teilbereiche Prävention, Intervention und Kommunikation beinhalte.

Ende 2013 lief die Förderung der Schulsozialarbeit an Grundschulen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaktes durch Bund und Land aus. Nach einer dreimonatigen Phase der Bedarfsermittlung am Jahresanfang haben Schulträger und Landkreis Neuwied aufgrund des weiterhin bestehenden Bedarfs schließlich ein Modell der gemeinsamen Finanzierung entwickelt. Von den 28 Grundschulen im Kreis Neuwied haben sich 20 für eine Teilnahme entschieden und eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Jugendamt unterzeichnet.



Der stellvertretende Abteilungsleiter des Kreisjugendamtes, Uwe Kukla, erläuterte die Grundzüge des Projekts: "Wichtig ist uns, einen niedrigschwelligen, unbürokratischen und schnellen Zugang von Kindern und Familien zu den Beratungs- und Unterstützungsangeboten sicherstellen. Deshalb ist beispielsweise auch keine Antragstellung über das Jugendamt erforderlich. Die Angebote werden im Einzelfall in Abstimmung zwischen der jeweiligen Schule, den betreffenden Eltern und eingesetzten Trägern der Jugendhilfe abgestimmt. Das Ganze erfolgt jeweils im gegenseitigen Einvernehmen. Es kommt uns dabei von Anfang an auf die Zustimmung und Akzeptanz von allen Seiten an."

Es wurden vier Stellen bei drei freien Trägern der Jugendhilfe eingerichtet, die mit der Umsetzung der Leistungen beauftragt wurden: Diakonisches Werk Neuwied, Jugendhilfe Albatros sowie der Probsthof Königswinter. Diese tragen ihre Angebote in die Schulen. Möglich sind sowohl Einzelhilfen als auch Gruppenarbeit; jeweils alles in Abstimmung mit der Schule und den Erziehungsberechtigten. Kontakte und Beratung können jeweils direkt über die Grundschule vor Ort erfolgen.




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