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Nachricht vom 13.08.2014    

Hohe Krankenhauskosten bei psychischen Erkrankungen

In Rheinland-Pfalz gibt es deutlich mehr Krankenhausfälle als im bundesweiten Durchschnitt. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Krankenhaus-Report der Barmer GEK. So wurden im Jahr 2013 von 1.000 rheinland-pfälzischen Versicherten 222 in ein Krankenhaus eingewiesen. Bundesweit waren es 212.

Krankenhauseinweisungen wegen psychischer Leiden machen zwar nur knapp sieben Prozent der Krankenhausfälle in Rheinland-Pfalz aus. Deren Kosten jedoch fast neun Prozent. So kostete ein durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt im letzten Jahr 3.747 Euro, ein Krankenhausaufenthalt wegen psychischer Erkrankungen dagegen 4.942 Euro.

Bundesweit ist die Verweildauer im Krankenhaus bei den psychischen Diagnosen am höchsten: Sie stieg seit 2005 von 244 Tagen auf 333 Tage je 1.000 Versicherte, das ist ein Plus von 36,2 Prozent. Im Gegensatz dazu nahmen die Krankenhaustage wegen anderer Erkrankungen im gleichen Zeitraum kontinuierlich ab.

15 Prozent der Einweisungen ins Krankenhaus erfolgen in Rheinland-Pfalz wegen Herz-Kreislauferkrankungen, die damit weiterhin Einweisungsgrund Nummer eins sind. Die Kosten je Fall lagen bei 4.795 Euro. Muskel-Skelett-Erkrankungen – in der Hauptsache Rückenleiden – machten 10 Prozent der Krankenhausfälle aus und kosteten 4.097 Euro.



„Wir möchten eine neue Krankenhausbedarfsplanung, die nicht einfach Bettenkapazitäten fortschreibt“, sagt Barmer-Landesgeschäftsführerin Dunja Kleis. „Vielmehr muss die künftige Planung die regionale Versorgungssituation berücksichtigen und eine qualitative Spezialisierung der Krankenhäuser fördern.“ Eine Krankenhausreform müsse die Qualität zum entscheidenden Kriterium für Versorgung und Vergütung in den Vordergrund rücken.


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