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Nachricht vom 13.06.2014    

Springkrautbekämpfung am Holzbach kann starten

Wie vielerorts in Deutschland ist auch in unserer Heimat das Drüsige Springkraut auf dem Vormarsch. Ursprünglich aus dem fernen Asien stammend, droht es immer mehr, die heimische Vegetation zu verdrängen. Insbesondere entlang von Fließgewässern stellt es ein stark zunehmendes Problem dar.

Archivfoto: NR-kurier.de

Kreis Neuwied. Genauso ergeht es dem Holzbach, der an der Westerwälder Seenplatte entspringt und im Kreis Neuwied in die Wied mündet. Darum hatte die Kreisverwaltung zu einem Treffen nach Puderbach geladen, um die Frage zu klären, welche Möglichkeiten bestehen den Neophyten einzudämmen. Zahlreiche Akteure haben sich gefunden und den Beschluss gefasst, den Kampf aufzunehmen.

Die Untere Naturschutzbehörde, die die Koordination der Maßnahmen übernommen hat, verzeichnet eine breite Unterstützung. Sie plant außerdem derzeit die maschinelle Entfernung des Neophyten an sensiblen Punkten des Holzbachs. Dafür stehen laut dem 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach 1.000 Euro zur Verfügung. An die Bevölkerung ergeht die Bitte, die Bekämpfung des ungiftigen Springkrauts durch Herausreißen zu unterstützen. "Die Pflanze kann dabei an Ort und Stelle liegen gelassen werden, möglichst so, dass die Wurzeln nicht erneut Fuß fassen können", erklärt Hallerbach.

Wichtig ist der Zeitpunkt der Bekämpfung: es sollten sich noch keine Samenkapseln an der Pflanze gebildet haben. Auch wenn mancher vielleicht Gefallen an der reich blühenden Pflanze findet, so stellt sie auch in Hausgärten kultiviert eine Gefahr für die heimische Flora und Fauna dar. Achim Hallerbach: "Denn begünstigt durch ihre hohe Produktion an Samen, die sie mehrere Meter weit schleudern kann, macht sie nicht am Gartenzaun halt."



Die Kreisverwaltung hofft außerdem auf die unverzichtbare Unterstützung der Gemeinden, von denen einige bereits tätig sind. "Denn nur gemeinsam ist es möglich, das Springkraut von der Quelle bis zur Mündung des Holzbaches zurück zu drängen", so abschließend der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.

Fakten zum Springkraut:
Da sich der lichtliebende Eindringling gerne entlang von Gewässern breit macht, kann man im Sommer zahlreiche Bäche und Flüsse beobachten, die mit einem bis zu zwei Meter hohen Saum an purpurrot bis rosa blühendem Springkraut bedeckt sind. Dieser Neophyt verdrängt die heimische Vegetation und damit auch den Lebensraum zahlreicher Tiere.



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