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Nachricht vom 03.06.2014    

Barrierefreie Bahnhöfe in Stadt und Kreis Neuwied?

Wie steht es um die Barrierefreiheit der Bahnhöfe in der Stadt und im Landkreis Neuwied? Dieser Frage ist die Abgeordnete im Landtag Elisabeth Bröskamp (Bündnis 90 / die Grünen) nachgegangen und hat dazu eine Kleine Anfrage eingereicht. Aus eigener Erfahrung weiss sie, dass dies bei den meisten Bahnhöfen im Bereich Neuwied nicht gegeben ist.

Symbolfoto: NR-Kurier.de

Kreis Neuwied. Die Landesregierung hat zu diesem Thema Stellung bezogen und folgende Antworten gegeben. Die Situation an den Verkehrsstationen in der Stadt und in Landkreis Neuwied stellt sich bezogen auf die Zugänge zu den Bahnsteigen aktuell wie folgt dar:
– Engers: Bahnsteig 1 barrierefrei, Bahnsteig 2 nicht barrierefrei,
– Neuwied: Bahnsteig 1 barrierefrei, Bahnsteig 2 barrierefrei (Aufzug),
– Leutesdorf: nicht barrierefrei,
– Rheinbrohl: nicht barrierefrei,
– Bad Hönningen: Bahnsteig 1 barrierefrei,Bahnsteig 2 nicht barrierefrei,
– Leubsdorf (Rhein): nicht barrierefrei,
– Linz (Rhein): Bahnsteig 1 barrierefrei, Bahnsteig 2 nicht barrierefrei,
– Erpel (Rhein): Bahnsteig 1 barrierefrei, Bahnsteig 2 nicht barrierefrei,
– Unkel: Bahnsteig 1 barrierefrei, Bahnsteig 2 nicht barrierefrei.

In den letzten fünf Jahren wurden laut Landesregierung keine Förderanträge für die barrierefreie Umrüstung von Bahnsteigen in der Stadt und dem Landkreis Neuwied eingereicht und vor diesem Hintergrund keine Fördermittel vom Land hierfür ausgezahlt. Wegen der nicht befriedigenden aktuellen Situation wollte die Abgeordnete Bröskamp von der Landesregierung wissen, wie und wann die Situation verbessert wird.

In diesem Jahr soll noch mit dem Neubau des Haus- und des Mittelbahnsteiges am Bahnhof Neuwied begonnen werden. Weitere Maßnahmen sind nach Angaben der DB Station & Service AG in den kommenden zwei Jahren nicht vorgesehen. Nach Auskunft der DB Station & Service AG ist eine Terminierung für die barrierefreie Gestaltung aller Verkehrsstationen derzeit nicht möglich.




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Ergänzend weist die Landesregierung darauf hin, dass im März 2011 zwischen der DB Station & Service AG, den beiden Zweckverbänden SPNV und dem Land eine Rahmenvereinbarung für die Verbesserung der Funktionalität und Qualität der Personenbahnhöfe der DB Station & Service für den SPNV abgeschlossen worden ist. Die Modernisierung der Verkehrsstationen Leutesdorf, Linz (Rhein) und Neuwied wurde in diese Projektliste aufgenommen. Nach dem derzeitigen Stand sind die folgenden Planungen vorgesehen:
– Leutesdorf: Neubau der Personenunterführung einschließlich Treppen und Einhausungen; Baubeginn: 2018,
– Linz: Neubau Bahnsteige 1 und 2/3, Erneuerung Bahnsteigausstattung und Beleuchtung, Neubau/Sanierung Überdachungen, Neubau barrierefreie
Zuwegungen; Baubeginn: 2018,
– Neuwied: Neubau Haus- und Mittelbahnsteig, Erneuerung Bahnsteigausstattung und Beleuchtung; Baubeginn 2014.

Die Abgeordnete Bröskamp empfindet die aktuelle Situation und den Zeitrahmen für den geplanten Ausbau sehr unbefriedigend. Sie fordert die Bahn und die Landesregierung auf, den Ausbau der Bahnhöfe mit barrierefreien Zugängen, auch im Hinblick auf den demografischen Wandel, wesentlich zügiger voranzutreiben.

„Es kann nicht sein, dass in den Orten Engers, Rheinbrohl, Bad Hönningen, Erpel und Unkel auf unbestimmte Zeit Mitbürger, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, mehr oder weniger vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen werden. Es kann auch nicht sein, dass man aus Neuwied kommend, erst einmal bis Bonn-Beuel, Troisdorf oder Köln fahren muss, um dann wieder auf der Rückfahrt auf dem Gleis 1 im Landkreis Neuwied anzukommen,“ erklärte Elisabeth Bröskamp abschließend.


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