Werbung

Nachricht vom 16.05.2014    

Hautnah über Hilfe in Namibia berichtet

Annette Louw, die in Swakopmund/Namibia die Hilfsgelder des Vereins "Okanona Kinderhilfe-Namibia" in die richtigen Bahnen lenkt und verwaltet, wurde in Selters herzlich begrüßt. Sie gab einen detaillierten Bericht zur Verwendung der Spendengelder.

Fast wie eine Familie sind die Mitglieder des Okanona-Hilfsvereins und die Menschen in Namibia, denen geholfen werden soll. Dank Annette Louw (rechts), der Projektleiterin vor Ort, sind die Kontakte sehr intensiv. Foto: Silvia Patt

Selters/Dierdorf. Rund 25 Mitglieder und Gäste des Vereins „Okanona – Kinderhilfe Namibia“ hatten sich im Krankenhaus Selters eingefunden, um Annette Louw zu begrüßen und ihren Bericht zu hören. Die Deutsche, die in Swakopmund lebt, lenkt in Afrika ausschließlich die Maßnahmen, die von dem Westerwälder Verein und seinen Gönnern finanziert werden.

Selbstverständlich lässt sich kaum ein Spender die Gelegenheit entgehen, aus so großer Nähe und von einer neutralen Person zu erfahren, was in Namibia erreicht wurde, wie sich einzelne Projekte entwickeln und – von besonderem Interesse – wie sich die Patenkinder der Mitglieder machen.

Zu den Menschen, die sich bereits bei Okanona engagieren, stießen dabei auch solche, die sich gerade von dieser sehr persönlichen Art der „Entwicklungshilfe“ angesprochen fühlen und nach einer Möglichkeit suchen, sich sozial zu engagieren.
Die Okanona Kinderhilfe Namibia ist ein Hilfsprojekt für Kinder in Swakopmund/Namibia, die dort unter ärmsten Verhältnissen aufwachsen. Seit 2001 unterstützen Mitarbeiter des Evangelischen und Johanniter-Krankenhauses Dierdorf/Selters und Bürger aus der Umgebung aktiv das Projekt. Etwaige Verwaltungskosten des Vereins werden von der Klinik getragen.

Ziele sind die weitere Unterstützung der durch Okanona gebauten Kindergärten, Kindern eine Schulausbildung und Jugendlichen eine Berufsausbildung zu ermöglichen sowie Kindern aus schwierigen Familienverhältnissen, Halb- oder Vollwaisen in einem Heim unterzubringen. Auch werden Patenschaften für Schulkinder und Auszubildende vermittelt.



Anmerkung der Redaktion:
Swakopmund, die Stadt am Meer ist Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt, überwiegend aus Deutschland. Was die Touristen eher selten sehen, sind die wachsenden Slums und die Verelendung der dort lebenden Bevölkerung. Diese Viertel in Richtung Namib Wüste werden immer größer und mit ihnen das Elend für Kinder. Vieles wurde mit Spendengeldern erreicht, so etwa in Mondesa, einem der größten Slums in Swakopmund. Für etwa umgerechnet 30 Euro im Jahr kann eine Familie das Schulgeld bezahlen, das in Namibia Pflicht ist. Und auch hier ist Bildung und Ausbildung oftmals bei den Familien ein Fremdwort, weil das Schulgeld fehlt. Damit entsteht ein dramatisches Gefälle zwischen den jungen Generationen der "weißen" und "schwarzen" Viertel der Stadt. Das birgt sozialen Sprengstoff, der sich heute schon in Gewalt und Kriminalität deutlich zeigt.

Es macht wahrlich Sinn, Spendengelder nur vor Ort zu verwalten, und zwar durch Personen die Land und Leute kennen. Alles andere versandet in irgendwelchen Kanälen, die sich nur schwer entdecken lassen. Deshalb wünschen wir der Okanona Kinderhilfe Namibia noch viel mehr Mitstreiter und eine weiterhin so aktive Annette Louw. (Helga Wienand-Schmidt)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Jay Ottaway and The Lost Boys: Konzert in Linz am Rhein

Der amerikanische Musiker Jay Ottaway kehrt mit seiner Band, The Lost Boys, nach Europa zurück. Am Freitag, ...

Senioren-Sicherheitsberatung in Neuwied: Schutz vor Betrugsmaschen

Betrüger nutzen oft Schockmomente, um ihre Opfer zu überlisten. Besonders ältere Menschen geraten dabei ...

Vermisstenfall in Andernach: 12-jähriger Joel K. verschwunden

Seit Freitagmorgen (26. Juni) wird der 12-jährige Joel K. aus Andernach vermisst. Zuletzt wurde er am ...

Feierliche Zeugnisübergabe an der Fachoberschule Asbach

In der Mensa der Realschule plus und Fachoberschule Asbach fand die Abschlussfeier der Fachabiturienten ...

Einweihung der neuen Rettungswache in Linz am Rhein - Ein Meilenstein für die Region

Die neue Rettungswache in Linz am Rhein wurde feierlich eröffnet und gilt als Fortschritt für die notfallmedizinische ...

Vom Glanz der Reeperbahn bis zur Gefahr der 30er: Ein Abend mit Anja Kampmann

Trotz des heißen Sommerwetters war das urige Hofcafé Heinzelmännchen in Marienthal am Donnerstag, 25. ...

Weitere Artikel


Kirmes in Kleinmaischeid – 40 Jahre Kirmesgesellschaft

Kleinmaischeid feiert in Kürze seine traditionelle Kirmes und die Kirmesgesellschaft wird 40 Jahre alt. ...

Sozial- und Verwaltungsgebäude der Deponie Linkenbach eingeweiht

Das Sozial- und Verwaltungsgebäude mit integriertem außerschulischem Lernort auf der Abfallentsorgungsanlage ...

In mehreren Stadtteilen ist eine Stichwahl möglich

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai kann in mehreren Stadtteilen eine Stichwahl erforderlich werden, wenn ...

Warnung vor Inkassounternehmen

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler warnt vor unseriösen Methoden, mit denen es ...

Malerin und Fotografin stellen im Krankenhaus aus

„Wachwechsel an den Wänden“ im Krankenhaus Dierdorf/Selters: Gemälde von Gudrun Vielmuth sind in Selters ...

Raubacher Spitzenkandidaten im Gespräch

Ute Starrmann und Herward Geimer kandidieren in der Kommunalwahl für die verschiedensten Funktionen: ...

Werbung