Werbung

Nachricht vom 28.01.2014    

Erwin Rüddel im Bundestag jetzt Pflege-Experte der CDU

Der Windhagener Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel (CDU) wurde am Dienstag (28.1.) in der Arbeitsgruppe Gesundheit seiner Bundestagsfraktion zum pflegepolitischen Berichterstatter der CDU/CSU gewählt. Er will die Pflegeversicherung reformieren und dafür sorgen, dass Pflegezeiten bei der Rentenberechnung besser berücksichtigt werden.

Der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel aus Windhagen im Gespräch mit einer Seniorin. Rüddel wurde von der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag zum Beauftragten für Pflege bestimmt.

„Ich freue mich auf die vor mir liegenden Aufgaben und hoffe auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Betroffenen, den Verbänden und den Leistungserbringern“, erklärte Rüddel. Angesichts der Alterung der Gesellschaft gehöre es zu den wichtigsten Aufgaben der Politik, dauerhaft für eine menschenwürdige Pflege im Alter zu sorgen.

Der Gesundheitspolitiker ist sowohl aufgrund seiner früheren Mitgliedschaft im Familienausschuss als auch als ehemaliges Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags seit vielen Jahren mit dem Thema Pflege vertraut: „Die Reform der Pflegeversicherung wird eine der innenpolitischen Kernaufgaben dieser Legislaturperiode sein. Wir haben uns in der Koalition nichts Geringeres als die umfassendste Reform seit Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 vorgenommen“, sagte Rüddel weiter.

„Wir müssen den Pflegebedürftigkeitsbegriff neu definieren, Menschen mit Demenz mehr Hilfe zukommen lassen, die Angehörigen ebenso wie die Pflegekräfte entlasten, Bürokratie abbauen und gleichzeitig die Finanzierung der Pflegekasse zukunftsfest machen. Ich möchte in Berlin die Weichen stellen, so dass wir hier vor Ort den demografischen Wandel besser gestalten können.“

Als ersten Schritt nennt der Abgeordnete mehr Betreuungskräfte, die sich zusätzlich zu den Angehörigen und vorhandenen Fachkräften um pflegebedürftige Menschen kümmern sollen. Dazu kämen kurzfristige Leistungsverbesserungen. Der zweite Schritt wird nach Rüddels Worten der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff sein, durch den Demenzkranke und ihre Angehörigen endlich angemessene Leistungen erhalten sollen.



NR-Kurier Newsletter: So sind Sie immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

„Zudem muss in Zukunft gute Versorgung wichtiger sein als übertriebene Kontrolle. Meine persönliche Zielmarke lautet: halb soviel Bürokratie und stattdessen möglichst doppelt soviel Zeit für die Zuwendung.“

Künftig müsse Beruf und Pflege noch besser vereinbar sein: „Wer Angehörige pflegt, leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Dies muss unterstützt werden, indem die Regelungen zur Pflegezeit und Familienpflegezeit mit einem Rechtsanspruch verbunden werden und die Pflege eines Angehörigen künftig verstärkt bei der Rente berücksichtigt wird“, so der Abgeordnete.

Von 2015 an sollten 0,1 Prozent des Pflegebeitrags zum Aufbau einer Rücklage verwandt werden. „Mit diesem Pflege-Vorsorgefonds vermeiden wir stark steigende Beiträge in Zukunft und stellen sicher, dass künftige Generationen nicht überfordert werden“, ergänzte Rüddel.

Es bleibe aber dabei, dass die Pflegeversicherung immer nur einen Teil der Kosten abdecken könne. Deshalb begrüßt er ausdrücklich, dass die im Vorjahr eingeführte staatlich geförderte private Pflegezusatzversicherung von den Menschen so gut angenommen werde.



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Kreis Neuwied mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank!




Kommentare zu: Erwin Rüddel im Bundestag jetzt Pflege-Experte der CDU

1 Kommentar

Sehr geehrter Herr Rüddel!
Sehr lobenswert die Bürokratie mehr abzuauen. Zusätzlich mehr Betruungskräfte nach dem § 87b SGB XI? O.K, wie sollen diese dann finanziert werden?? Zur Zeit besteht beides, übertriebene Kontrolle aber auch gute Versorgung,für uns Pflegekräfte ist die gute Versorgung schon jetzt wichtiger als die Kontrollen.
Wie wäre es mit der Übernahme der Behandlungspflege im stationären Bereich durch die Krankenkassen und nicht pauschal über die Pflegeversicherung, die bei Begutachtungen gar nicht berücksichtigt wird, diese dadurch eine Serviceleistung der Träger ist und somit viel Geld verloren geht mit dem man Pflegekräfte und Betreuungskräfte einstellen könnte. Vieleicht auch ein bisschen an die Stationären Einrichtungen denken und nicht den Hauptschwerpunkt im ambulanten Bereich ansetzen. Die Dementen und Bewohner sind ja auch noch da, nur weil sie im Seniorenheimen wohnen, heisst das doch wohl nicht das diese weniger gefördert werden müssen. Noch ein Tipp einfach mal den Pflegeversicherungsbeitrag um 0,5% erhöhen, dann kann man sich vieleicht auch eine Zusatzversicherung sparen. Die Rentenauszahlung nicht weiter senken sonst bekomme ich wirklich nur noch von den ehemals 100% Auszahlung noch 50%, dann könnte ich mir bei Pflegebedürftigkeit auch etwas mehr erlauben bei den Zusatzkosten.Doch im Grunde wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei Ihren Vorhaben.
P.s. Als Vorschlag neue Begutachtungskriterien schaffen damit könnte man auch den Begriff neu definieren.
#1 von Ralph Gunnarsson, am 30.01.2014 um 09:02 Uhr

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Rheinbreitbach: Körperverletzung im Supermarkt

Rheinbreitbach. Der aufgebrachte Kunde schlug und trat auf den Mitarbeiter ein. Ein Strafverfahren wegen Körperverletzung ...

"So habe ich auch angefangen!": Deichstadtvolleys zu Gast in der Volleyball-AG des WHG

Neuwied. Mannschaftskapitänin Sina Fuchs bringt Mitspielerinnen, Autogrammkarten und gelegentlich eine Freikarte fürs nächste ...

Mädchen stark machen: Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs in Puderbach

Pudernbach. Die Achtklässlerinnen lernten, wie man in schwierigen Situationen selbstbewusst und stark auftreten kann und ...

Schulweg- und Verkehrskontrolle in Rheinbrohl und Linz

Rheinbrohl/Linz. Anschließend führten die Beamten eine Verkehrskontrolle auf der B 42 in Linz durch. Dabei wurden acht Ordnungswidrigkeitenverfahren ...

Baumspende und Pflanzaktion für die OG Rheinbrohl

Rheinbrohl. Dabei hat das HUBER-Team in Zusammenarbeit mit Ortsbürgermeister, Herrn Oliver Labonde, die Aufforstung unseres ...

"WAKE UP" Festival spendet an Freunde der Kinderkrebshilfe Gieleroth

Puderbach. Dieses Jahr konnten insgesamt 3.000 Euro an die Freunde der Kinderkrebshilfe Gieleroth e.V. übergeben werden, ...

Weitere Artikel


Gleichstellungsbeauftragte warben für mehr Frauen in der Kommunalpolitik

Vor jeder Kommunalwahl starten die Gleichstellungsbeauftragten Aktionen mit dem Ziel, mehr Frauen für die Kommunalpolitik ...

IHK-Onlineportal führt Unternehmen und junge Erwachsene zusammen

Die IHK Koblenz beteiligt sich ab sofort am kostenlosen „IHK-Praktikumsportal – Lernen und Studieren mit Praxisbezug“, einem ...

„Erinnerungen kommen alle in einen Topf“

Gemeinsam putzen, schälen und schnippeln die Bewohner marktfrisches Gemüse und kochen daraus eine leckere Suppe. An den gemeinsamen ...

Verschönerungsverein bringt Schwimmbad Oberbieber in Schuss

Gemeinsam beseitigten die fleißigen Helfer das Laub, dass sich auf dem Gelände angesammelt hatte. Das idyllisch gelegene ...

Ausbau K 60 zwischen Limbach und Hurtenbach beginnt

Asbach. Die Baumaßnahme wird als Gemeinschaftsmaßnahme des Landkreises Neuwied, den Verbandsgemeindewerken Asbach und dem ...

Internationales Schlittenhunderennen in Liebenscheid

Rennerod. Am 15. und 16. Februar ist es soweit. Das 33. internationale Schlittenhunderennen in Liebenscheid wird ausgetragen. ...

Werbung