Werbung

Nachricht vom 02.01.2014    

Hebammen bekommen mehr Geld

Region. Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel ist erfreut darüber, dass sich die gesetzlichen Krankenkassen erneut bereit erklärt haben, den Hebammen mehr Geld zu zahlen und lobt deren Entscheidung. Der Abgeordnete setzt sich seit Jahren für eine faire Entlohnung der Geburtshelferinnen ein.

Hebammen sind wichtig, damit der Nachwuchs sicher auf die Welt kommt. Foto: Wolfgang Tischler

„Das Hauptproblem sind die seit Jahren kontinuierlich gestiegenen Haftpflichtprämien. Die Prämien für die Berufshaftpflicht von Hebammen haben sich in den letzten zehn Jahren in etwa verzehnfacht. Derzeit müssen rund 4.200 Euro pro Jahr gezahlt werden. Da ist es kein Wunder, dass immer mehr Hebammen die klassische Geburtshilfe gar nicht mehr anbieten. Denn das Risiko, das die Hebammen tragen, steht in keinem Verhältnis mehr zu ihrem Einkommen. Bei Schadenersatzprozessen kann es um Millionen gehen, weshalb die Versicherungen kaum noch entsprechende Policen anbieten. Und wenn doch, dann zu Konditionen, die die Hebammen angesichts ihrer Einkünfte nicht stemmen können.“, erläutert der Gesundheitsexperte Rüddel.

„Umso mehr begrüße ich es, dass der Spritzenverband der Krankenkassen und die Berufsverbände der Hebammen jetzt darauf verständigt haben, dass die Kostensteigerungen für das abgelaufene Jahr von den Kassen erneut übernommen werden“, erklärt Rüddel weiter. Dieser schon in den Vorjahren gewährte Kostenausgleich erfolgt zusätzlich zu den jährlichen Anpassungen der Vergütungen, die zuletzt Anfang 2013 um mehr als zwölf Prozent angehoben wurden. Für jede einzelne Haus- oder Geburtshausgeburt, die von einer freiberuflich tätigen Hebamme begleitet wurde, zahlten die Kassen somit seit 2010 zwischen 140 und 200 Euro allein für den Ausgleich der gestiegenen Prämien zur Berufshaftpflicht.



Für das begonnene Jahr und für 2015 werden aber bereits weitere Erhöhungen erwartet. Die Hebammenverbände führen dies darauf zurück, dass immer mehr Eltern klagen und dass es dabei um immer höhere Regressforderungen geht. „Das führt dazu, dass viele Frauen nur noch schwer eine Hebamme für die Geburt oder das Wochenbett finden“, konstatiert Rüddel. Zugleich verspricht der Abgeordnete, sich auch künftig, um die berechtigten Anliegen der Geburtshelferinnen zu kümmern: „Die Hebammen leisten einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft. Wir werden sie mit ihren Problemen nicht allein lassen.“ Pressemitteilung Erwin Rüddel


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Mythos Schalke - Ein Leben lang: Große Fußballleidenschaft auf der Kinoleinwand

Königsblaue Leidenschaft auf der großen Leinwand: Am Sonntag, 25. Oktober 2026, erwartet Schalke-Fans ...

Unfallflucht in Neuwied: Fußgänger von SUV erfasst

Am Donnerstag (13. Oktober 2026) ereignete sich im Neuwieder Industriegebiet ein Verkehrsunfall, bei ...

Neuwied: Senioren-Sicherheitsberater erhalten Verstärkung für ihr Team

Das Team der ehrenamtlichen Sicherheitsberater für Senioren in Neuwied wächst. Künftig informieren drei ...

Neuwied: Drei Grundschulen werden zu Familiengrundschulzentren

Drei Neuwieder Grundschulen erweitern ihr schulisches Angebot für Kinder und Eltern. Fachkräfte aus mehreren ...

Kreisverwaltung Neuwied: Sechs Beschäftigte werden Beamte auf Lebenszeit

In einer Feierstunde im Max-zu-Wied-Saal erreichten mehrere Beschäftigte der Kreisverwaltung einen wichtigen ...

Familienvater braucht Hilfe: Viele Schicksalsschläge, aber aufgeben ist keine Option

Gerade als Mario Albath dachte, endlich wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, schlägt das Schicksal ...

Weitere Artikel


Gute Vorsätze 2014 - Haben Sie an Ihre Sicherheit gedacht?

Jeder von uns kennt das: Das Jahr 2013 ist zu Ende und in uns reift die Erkenntnis, dass sich im Jahre ...

Wiedereinstieg ist Gewinn für Frauen und Betriebe

Die Telefonaktion der Agentur für Arbeit am 23. Januar 2014 will helfen, Startschwierigkeiten zu meistern. ...

Freie Plätze im Freiwilligendienst

Der Paritätische Wohlfahrtsverband bietet in Rheinland-Pfalz frei Plätze im Freiwilligendienst. Ein Freiwilliges ...

Minderjähriger ohne Führerschein fährt Auto zu Schrott

Neuwied. Am 01.01.2014, gegen 08:35 Uhr, wurde der Polizei Neuwied ein verunfallter PKW im Straßengraben ...

Benefizkonzert mit Paata Demurishvili für die "Müllkinder von Kairo"

Der aus Georgien stammende Klaviervirtuose Paata Demurishvili kommt auf Einladung des Chefarztes der ...

Angefahrene Rollstuhlfahrerin gestorben

Selters. Wie die Polizei aktuell berichtet, verstarb die Rollstuhlfahrerin, die am Montagabend (30.12.) ...

Werbung