Werbung

Nachricht vom 03.12.2013    

Schüler an Tuberkulose erkrankt – Gesundheitsamt: Kein Grund zur Panik

Neuwied. Ein Schüler der Ludwig-Erhard-Schule (LES) ist an Tuberkulose erkrankt. Die Laborergebnisse sprechen für die ansteckungsfähige Erkrankung. Dies teilt die Kreisverwaltung Neuwied mit. Es bestehe kein Grund zur Panik.

Alarmzustand im Gesundheitsamt: Ein Schüler in Neuwied ist an der hoch ansteckenden und gefährlichen Tuberkulose erkrankt.

In der Schule sind 60 Schüler und elf Lehrer mögliche Kontaktpersonen, bei denen ein Ansteckungsrisiko bestehen kann. Diese möglichen Kontaktpersonen wurden seitens des Gesundheitsamtes gemeinsam mit der Schule ermittelt und werden im Rahmen einer sogenannten Umgebungsuntersuchung untersucht. Inzwischen wurden Schüler und Lehrer der LES informiert.

Es besteht laut Gesundheitsamt jedoch kein Grund zur Panik. Denn für eine Ansteckung seien länger dauernde Kontaktzeiten notwendig. Die Übertragung sei nicht zu vergleichen mit der Ansteckungsfähigkeit bei einer Grippe oder sogar bei Masern, bei denen ein einmaliger kurzer Kontakt für eine Ansteckung ausreichend ist. Flüchtige und kurze, wenig intensive Kontakte seien nicht gefährlich, heißt es weiter in der am Dienstag (3. Dezember) von der Kreisverwaltung Neuwied herausgegebenen Information. Die Kontaktpersonen selbst seien nicht ansteckungsfähig, sie seien also in ihrem Alltag nicht eingeschränkt.

Bei der Tuberkulose handele es sich um eine wenig ansteckende Infektionserkrankung. Die Übertragung setze entweder einen länger dauernden und engen Kontakt zwischen Bakterienausscheider und Empfänger voraus - wie er zum Beispiel in einer Familie oder in einer Wohngemeinschaft erfolgen kann - oder eine besondere „Empfänglichkeit“ der Kontaktperson: zum Beispiel immungeschwächte Menschen, Kinder unter fünf Jahren oder Schwangere.

Tuberkulose (TBC) ist eine meldepflichtige, bakterielle Infektionskrankheit. Die Ansteckung erfolgt in der Regel über die Atemwege von Mensch zu Mensch durch Einatmen der ausgehusteten Bakterien eines an Tuberkulose Erkrankten, also zum Beispiel durch Husten, Sprechen, Niesen oder Singen.

Tuberkulose ist behandelbar. Durch die Gabe spezieller Medikamente ist mit einer Ausheilung der Erkrankung nach einem halben Jahr bis zu einem Jahr zu rechnen.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Examinierte Pflegekraft / Schulbegleitung

DRK-Kinderklinik Siegen gGmbH
57584 Scheuerfeld

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

SPS-Programmierer / Automatisierungstechniker (m/w/d)

Maschinenbau Böhmer GmbH
57520 Steinebach/Sieg

Fachkraft für Arbeits- und Gesundheitsschutz (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Wird dem Gesundheitsamt durch den behandelnden Arzt oder ein Labor eine aktive, das heißt behandlungsbedürftige Erkrankung gemeldet, so wird eine sogenannte „Umgebungsuntersuchung" veranlasst. Ermittelte Kontaktpersonen haben eine gesetzliche Duldungspflicht. Sie müssen der Einladung ins Gesundheitsamt sowie den Untersuchungen Folge leisten.

Man unterscheidet zwischen Infektion mit Tuberkulose und Erkrankung an Tuberkulose. Nach einer Infektion mit den Tuberkulosekeimen entwickelt der eigene Organismus Abwehrkörper. Nur wenige der Infizierten erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Lungen-Tuberkulose. Durch eine spezielle Medikamentengabe kann das Risiko der Entstehung einer Erkrankung gemindert werden.

Ermittelte Kontaktpersonen werden im Rahmen der TBC-Umgebungsuntersuchung durch das Gesundheitsamt über die erforderlichen Schritte und Untersuchungen informiert. Eine mögliche Ansteckung ist über eine Blutuntersuchung festzustellen. Dies ist jedoch erst möglich, wenn der Körper ausreichend Zeit hatte, Antikörper gegen die Tuberkuloseerreger zu bilden.

Eine Untersuchung ist circa acht Wochen nach dem letzten Kontakt sinnvoll. Eine vorherige Untersuchung würde den Betroffenen unter Umständen in einer falschen Sicherheit wiegen. Personen mit einem positiven Bluttest müssen in der Regel geröntgt werden.

Beschwerden von Seiten der Atmungsorgane wie zum Beispiel (blutiger) Husten, Auswurf, Müdigkeit/Leistungsabfall, Fieber oder Nachtschweiß können Anzeichen einer beginnenden Tuberkuloseerkrankung sein. In diesen Fall ist das Gesundheitsamt zu informieren, entweder direkt oder über den Hausarzt.

Weitere Informationen erteilt die Tuberkuloseberatungsstelle im Gesundheitsamt Neuwied, Tel. 02631/803723. Ein Informationsblatt ist unter www.kreis-neuwied.de abrufbar.


Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Sommerferiencamp 2026: In Anhausen der Natur mit Nordic aktiv auf der Spur

In der VG Rengsdorf-Waldbreitbach findet erneut ein Nordic aktiv Feriencamp des SRC Heimbach-Weis 2000 ...

Klimaneutral bis 2040: Vereine aus Neuwied beim Forum in Mülheim-Kärlich

Im CORE by Frames in Mülheim-Kärlich startete 30. Mai 2026 das erste Energie- und Klimaforum des Landkreises ...

Wahlplakate in Neuwied: Gericht prüft Klage

Vor dem Verwaltungsgericht Koblenz stand am Freitag (29. Mai 2026) ein Streit um Wahlplakate in Neuwied ...

Verkehrsunfälle und Polizeieinsätze in Neuwied: Ein ereignisreiches Wochenende

Am Wochenende vom 29. bis 31. Mai 2026 verzeichnete die Polizeiinspektion Neuwied eine Reihe von Verkehrsunfällen ...

Junger Mann läuft über Streifenwagen in Koblenz

Am Samstagabend kam es auf dem Görresplatz in Koblenz zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall. Ein junger ...

Mehr als nur Hörsäle: Uni-Erlebnistag in Koblenz zeigt die Vielfalt des Studiums

Am 3. Juni öffnet die Universität Koblenz ihre Türen für Studieninteressierte. Der Uni-Erlebnistag bietet ...

Weitere Artikel


Polizei warnt vor Internet-Nebenjobs

Das Polizeipräsidium Koblenz warnt in einer Pressemitteilung vor Angeboten zum Thema Internet-Nebenjobs. ...

Wolfgang Theis in den Ruhestand verabschiedet

Puderbach. Nach 28 Dienstjahren wurde dieser Tage Wolfgang Theis vom Puderbacher Verbandsbürgermeister ...

Sturm "Xaver" sorgt für gesperrte Straßen

Wie das Polizeipräsidium Koblenz mitteilt, halten sich bislang die Folgen des Sturmtiefs "Xaver" weitgehendst ...

Kunstausstellung im Dierdorfer Uhrturm

In der Adventszeit laden sich die acht Mitglieder der Uhrturmgalerie Dierdorf immer je einen Gast ein. ...

Leuphana Sommerakademie machte fit für die Lehrstelle

Lernen statt Chillen: In den vergangenen Sommerferien war dies das Motto für 32 Jugendliche aus der Region ...

Big Band Georg Wolf spendet und spielt

Vor wenigen Wochen konnten die Vertreter der Big Band, Thomas Kaballo und Georg Wolf, den Repräsentanten ...

Werbung