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Nachricht vom 07.10.2013    

Abwechslungsreicher Wandertag der Burgbläser Rheinbreitbach

Rheinbreitbach. Es war der 28. September um 9.30 Uhr, als die Musiker der Burgbläser Rheinbreitbach am Bad Honnefer Bahnhof unter der Wanderleitung von Herbert Beines in den Zug in Richtung Köln stiegen. Das diesjährige Ziel des jährlichen Wandertages war das Schokoladenmuseum mit anschließender Führung durch das historische Abwassernetz der Stadt Köln.

Gruppenbild vom Ausflug der Burgbläser Rheinbreitbach nach Köln.

Nachdem die Musiker nach etwa 45-minütiger Fahrt in Köln-Hauptbahnhof angekommen waren, stiegen sie nach einer kleinen Frühstückspause um 11 Uhr in einen extra für den Musikverein gemieteten Bummelzug ein, der die Musiker zum Schokoladenmuseum beförderte und zahlreiche Kölner Bauten und Ecken näher erklärte.

Im Schokoladenmuseum angekommen, bestaunten die Musiker eine große Auswahl von Maschinen und Zutaten, die zur Herstellung von Schokolade gebraucht werden. Auch interessante Erkenntnisse wie die Heilwirkung von Schokolade oder die Ernte von Kakaobohnen auf den Kakaoplantagen Afrikas, Südamerikas und Indonesiens erweiterten das Wissen der Musiker.

Das absolute Highlight für jeden stellte jedoch im Museum der Schokobrunnen dar, aus welchem kontinuierlich ein Strom flüssiger Schokolade quoll, an welchem nicht nur die jüngeren Musiker sich labten.

Um 15 Uhr folgte die Weiterfahrt mit der U-Bahn zu den städtischen Abwasserwerken Köln, die das Blasorchester in den Untergrund des Kölner Abwassernetzes hinabführen sollten. Nachdem das Orchester durch eine große Eisenluke im Erdboden in das Kanalnetz hinab gestiegen war, gelangten die Musiker zu ihrem Erstaunen in einen fast fünf Meter hohen Raum mit Erkern und Rundbögen, der fast einem Saal aus rötlichen Backsteinen glich.

Ruhig plätscherte durch einen Graben neben einer Backsteinplattform das Abwasser von einer Röhre in die nächste und hinterließ außer einem leichten Geruch keinen besonderen Eindruck bei den Musikern. Lediglich die Ausführungen, dass bei starkem Regen in Köln das Abwasser den Graben komplett überschwemmt und über die Plattform in einen Ablaufkanal direkt zum Rhein fließt, versetzte beim Anblick der riesigen Dimension der Ablaufröhre einige Burgbläser ins Staunen.



Die skurrilste Sache im Raum stellte jedoch ein Kronleuchter dar, der in dieser ungewöhnlichen Umgebung von der Decke hing und einen leichten Glamour versprühte.

Später wurde den Musikern dazu erklärt, dass der Kronleuchter in dem Raum aufgehängt wurde, da die Stadtväter von Köln den fortschrittsorientierten Kaiser Wilhelm II dazu eingeladen hatten, den modernsten Kanal der Stadt bei einem militärischen Inspektionsbesuch zu besichtigen. Daher richtete das Amt den Raum mit zwei Kronleuchtern her, die dem Kanalabschnitt auch seinen Namen „Kronleuchtersaal“ gaben. Leider besuchte der Kaiser diesen Raum jedoch nie, was ihn für eine heutige Nutzung als Konzertraum jedoch nicht weniger auszeichnet.

Nachdem sich die Burgbläser aus den Tiefen des Kanalnetzes wieder an die Oberfläche begeben hatten, fuhren die Musiker gemeinsam mit der U-Bahn in die Innenstadt, wo jeder nach Herzenslust bis zum gemeinsamen Ausklang in einem Brauhaus bummeln und einkaufen konnte.

Erst gegen 20 Uhr nahmen die Burgbläser den Zug vom Hauptbahnhof aus zurück nach Hause. Für alle Musiker und Familienangehörigen der Burgbläser Rheinbreitbach war es einstimmig ein ereignisreicher und fröhlicher Wandertag, der ohne die generationenübergreifende Zusammenarbeit von Herbert Beines, Jutta Federhen und Herbert Baumann nicht möglich gewesen wäre.


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