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Nachricht vom 06.10.2013 - 20:25 Uhr    

Viele Überraschungen auf dem Apfel- und Weinfest

Brückrachdorf. Aus kleinen Anfängen heraus hat sich das Apfel- und Weinfest des örtlichen Fördervereins und dem Gartenarchitekturbüro Ziegler zu einer großen Veranstaltung mit allen Angeboten der heimischen Natur entwickelt. In diesem Jahr gab es neben dem schon traditionellen echt Westerwälder Döppekuchen auch Kräuter- und Gemüseweine, Weihnachtskrippen, Insektenhotels und Kürbissuppe.

Äpfel und alles, was man aus ihnen machen kann, stehen traditionell im Mittelpunkt des gleichnamigen Festes in Brückrachdorf. Doch diesmal überraschte der Förderverein die Besucher mit einigen Neuerungen. Fotos: Holger Kern

Viel Mühe geben sich die Veranstalter jedes Mal Anfang Oktober für den Aufbau des Festes. Dafür wird eigens ein Teil der Bergstraße abgesperrt, wo dann die Köstlichkeiten aus Apfelprodukten verkostet werden können. Gleichzeitig dient die Veranstaltung auch für die Annahme gesammelter Äpfel, die vor Ort in frisch gepressten Apfelsaft getauscht werden können.

Mit einer für das Apfel- und Weinfest zusammengestellten Blasmusik-Gruppe überraschten die Veranstalter dieses Mal die vielen Gäste, die auch aus den benachbarten Kreisen angereist waren. Später gaben die Sänger der Holzbach-Harmonists ein Ständchen. Aufgrund des guten Wetters am Veranstaltungstag, dem Feiertag 3. Oktober, konnte der ganze Tag im Freien verbracht werden.

Um die Mittagszeit hatte Mitveranstalter Thomas Härtel eine Gruppe Interessierter in die Geheimnisse des Obstbaumschnitts eingeweiht. Später sah man ihn beim Kneten der Teiglinge für den im Garten Ziegler angeheizten Steinofen-Backes. Das frische Brot schmeckte herrlich.

Wer wollte, konnte auf der Pflanzentauschbörse mitgebrachte Gewächse gegen andere Pflanzen tauschen. Oder sich auf dem Gartenflohmarkt mit nützlichen Utensilien für die nächste Saison eindecken.

Mitten im Geschen saß seelenruhig Korbflechter Gustav Kemper (75) aus Döttesfeld. Er will sein Hobby an Jüngere weitervermitteln, damit diese Kunst nicht ganz verloren geht. Kemper flechtet Körbe aus Roggenstroh oder Haselnuß.

Mit dem provozierenden Spruch „Wir vergären alles, außer Trauben“ überraschte Ivar Aune von der Gruppe „Genieße lieber ungewöhnlich“ aus Koblenz-Ehrenbreitstein die Besucher. Tatsächlich, hier konnte man Wein aus vergorenen Möhren probieren. Gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht! Die Gruppe ist Mitglied in der Initiative „Heimat schmeckt“. Hergestellt werden auch Weine aus Johannisbeeren, Rhabarber oder Lavenelblüten.

Das Unternehmen Krippen-Krämer aus Thalhausen zeigte schöne Hölzerne Weihnachtskrippen und sehr nützliche „Insektenhotels“, in denen alle nützlichen Insekten Unterschlupf finden, zum Beispiel Florfliegen oder Bienen. Die Spezialität von Sylvias Hofladen aus Marienrachdorf sind selbst gemachte italienische Pesto-Saucen, die man auf einem Stückchen Brot vor Ort probieren konnte. Sehr lecker war auch Sylvias Kürbissuppe, mit einer leichten Schärfe und etwas Ingwer-Aroma. Wer mochte, konnte vom Brückrachdorfer Apfel- und Weinfest auch Gewürze, Seifen und frischen Knoblauch mit nach Hause nehmen. Holger Kern

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