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Nachricht vom 15.09.2013    

Döttesfeld erlebte Mofarennen

Dreizehn Teams waren für das Mofarennen in Döttesfeld gemeldet. Ein Team kam nicht. Ob ihnen die Wettervorhersage zu schlecht war? Nieselregen lag in der Luft, als in der Boxengasse die Zelte gestellt, das Werkzeug und die Ersatzteile sortiert wurden. Die ersten Probefahrten zeigten die Schwierigkeiten des Parcours.

Die frisierten Maschinen erreichen locker ihre 50 Stundenkilometer. Fotos: Wolfgang Tischler

Döttesfeld. Richtig Speed geben konnten die Fahrer beim Mofarennen nur auf einer langen Geraden von rund 100 Metern, die restlichen 300 Meter waren mit Kurven unterschiedlicher Radien durchsetzt. Hinzu kamen noch Gefälle und Steigungen. Der Untergrund hatte es allerdings in sich. Die Strecke war auf einer brachliegenden Wiese abgesteckt. Schnell war die Grasnarbe abgefahren, der Untergrund war relativ feucht und die Bahn wurde durch den leichten Regen zunehmend rutschiger. In den ersten Runden nach dem Start gab es so manche Stürze, bis sich die Fahrer an die matschige Strecke gewöhnt hatten.

Die Verbandsbürgermeister Josef Zolk (Flammersfeld) und Volker Mendel (Puderbach) waren neben dem Ortsbürgermeister Martin Fischbach (Döttesfeld) gekommen, um den Start zu vollziehen. Die Startflagge, eine Deutschlandfahne, senkte Volker Mendel und der so genannte „Le Mans-Start“ war frei. Die Maschinen standen schön aufgereiht und die Piloten mussten 30 Meter bergauf sprinten, die Maschinen anwerfen und los ging es in den Renntag.

In der ersten Stunde standen einige Boxenbesuche an, denn die schnell abgefahrene Gransnarbe setzte sich zusammen mit dem Matsch an den beweglichen Teilen der Mofas fest. Die Maschinen wurden dann in den Boxen wieder vom Dreck befreit und weiter ging es Runde um Runde.

Alle Mannschaften fahren zwar nur zum Spaß, aber gekämpft wurde von Anfang an. Nach dem Motto: „Jeder Millimeter zählt!“, sahen die Zuschauer immer wieder packende Zweikämpfe. Wie bei einem Rennen auf dem Nürburgring, durften natürlich die Streckenposten nicht fehlen. Die Fahnen schwenkten die Trabifreunde aus Döttesfeld und halfen auch schon einmal ein Mofa wieder aufzurichten oder von der Strecke zu schieben.



Auf der langen Geraden kamen die Mofas schon auf ihre 50 km/h. Auch mit ihren Pferdestärken konnten sich die „Rennmaschinen“ sehen lassen. Hat ein für Straßen zugelassenes Mofa meist unter zwei PS, so waren in Döttesfeld Maschinen mit über zehn PS auf der Strecke zu erleben. Es ist schon erstaunlich, was sich aus unter 50 ccm Hubraum herausholen lässt. Entsprechend laut sind natürlich auch die Maschinen. Dem Rennfeeling war das allerdings zuträglich, zumindest für die eingefleischten Fans.

Nachmittags musste das Rennen wegen eines starken, längeren Regenschauers unterbrochen werden. Danach wurde die Strecke noch matschiger und rutschiger. Um 17.00 Uhr entschloss sich dann die Rennleitung, das diesjährige Mofarennen vorzeitig zu beenden, denn die Strecke war zu diesem Zeitpunkt kaum noch befahrbar.

In 2013 hatte das Hilkhausener Racing Team, wie schon im Vorjahr, die Nase vorne. Auf Platz zwei kam das Seelbacher Grashoppers Racing Team und Platz drei ging nach Altenkirchen an das Team vom ad-Autodienst. Eins ist bereits sicher, das 10. Rennen startet in 2014. Wolfgang Tischler


Lokales: Puderbach & Umgebung
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