Werbung

Nachricht vom 09.07.2013    

Windpark Asberg: Gemeinden schließen Solidarpakt

Nach monatelangem und intensivem Ringen um eine gerechte Lösung haben die Stadt Unkel und die Ortsgemeinden Erpel, Bruchhausen und Rheinbreitbach es geschafft: In nahezu einstimmigen Entscheidungen haben sich die Räte aller vier Kommunen in der Verbandsgemeinde Unkel für den Abschluss eines Solidarpaktes zur Windenergie ausgesprochen und ihre jeweiligen Bürgermeister mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags beauftragt.

Ungefähr hier soll der gemeinsame Windpark Asberg für die Gemeinden in der Verbandsgemeinde Unkel entstehen. Montage: Google Earth/NR-Kurier

Diese Beschlüsse haben Stadtbürgermeister Gerhard Hausen (Unkel), Ortsbürgermeisterin Cilly Adenauer (Erpel) sowie die Ortsbürgermeister Markus Fischer (Bruchhausen) und Karsten Fehr (Rheinbreitbach) jetzt per Unterschrift unter den Vertrag besiegelt.

„Ich bin froh, dass es uns mit diesem Solidarpakt gelungen ist, Regelungen zu einem fairen und gerechten Interessenausgleich der Stadt und der Ortsgemeinden untereinander zu finden“, so Unkels Stadtchef Hausen. Der Vertrag regelt die Verteilung der Pachterlöse, die der Stadt und den Ortsgemeinden bei der Umsetzung des geplanten Windparks am Asberg in der Verbandsgemeinde Unkel zufließen.

Demnach erhalten die Stadt Unkel und die Ortsgemeinde Rheinbreitbach von den gesamten Pachterlösen der Kommunen aus dem Windpark jeweils 20 Prozent, die Ortsgemeinde Bruchhausen zehn Prozent und die Ortsgemeinde Erpel 50 Prozent. Damit geht der Solidarpakt in der Verbandsgemeinde Unkel deutlich weiter als andere interkommunale Vereinbarungen zur Verteilung von Windpark-Erlösen. Diese belassen nämlich in der Regel einen Großteil der Einnahmen bei der Standortkommune des jeweiligen Windrades und nur ein geringerer Anteil wird nach unterschiedlichen Schlüsseln auf die anderen Partner verteilt. „Insofern besitzt unsere Vereinbarung Pilotcharakter“, sind sich die Vertragspartner sicher.

„Allen Räten war es wichtig, den Solidarpakt abzuschließen bevor feststeht, ob und wo sich die Windräder drehen werden. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Windräder unabhängig von Gebietsgrenzen an den optimalen Standorten aufgestellt werden können“, betont Fehr. Den Verteilungsschlüssel erklärt Ortsbürgermeisterin Adenauer damit, dass Erpel von allen Gemeinden den größten Anteil an den Waldflächen in der Höhenlage besitzt, die grundsätzlich und nach dem derzeitigen Planungsstand für die Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) in Betracht kommen.



Ohne den Solidarpakt hätten Gemeinden, auf deren Grundstücken keine WEAs gebaut werden können, keine Ansprüche auf Einnahmen aus dem Windpark. „Durch diesen Solidarpakt wird die Ortsgemeinde Bruchhausen an den Einnahmen teilhaben, auch für den Fall, dass sich auf den Flächen unserer Gemeinde kein Windrad drehen wird“, erklärt Ortsbürgermeister Fischer.

Der Abschluss des Solidarpaktes zeigt, dass die Gemeinden, ihre Räte und Bürgermeister bei der Frage der Windenergie eng und solidarisch zusammenstehen, betonen die Bürgermeister übereinstimmend.


Lokales: Unkel & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Kriminalität im Raum Neuwied: Straftaten rückläufig, Aufklärungsquote steigt

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 zeigt einen positiven Trend im Bereich der Polizeidirektion ...

Großer Zuspruch für "LebensRaum Windhagen"

Rund 100 Bürger kamen zum Auftaktabend der neuen Initiative "LebensRaum Windhagen". Die Veranstaltung ...

Senioren-Sicherheitsberatung in Neuwied: Terminänderung im April

Betrügerische Maschen werden immer ausgeklügelter, und besonders ältere Menschen sind häufig betroffen. ...

Dieseldiebstahl im Industriegebiet Horhausen: Täter entwenden 350 Liter

Im Industriegebiet von Horhausen kam es in der Nacht zum 12. März 2026 zu einem groß angelegten Dieseldiebstahl. ...

Workshop gegen Einsamkeit in Puderbach

Einsamkeit betrifft viele Menschen, unabhängig von ihrem Lebensalter oder ihrer Situation. Die Kreis-Volkshochschule ...

Aktionstag "Finde Deinen Job" öffnet Einblicke in 35 Ausbildungsberufe

Das Berufsbildungswerk Neuwied öffnet seine Türen für Jugendliche und junge Erwachsene mit Unterstützungsbedarf. ...

Weitere Artikel


Cyber-Kriminelle hoben weltweit Millionen ab

Nach einem spektakulären Angriff auf hunderte Geldautomaten in über 20 Ländern weltweit im Februar dieses ...

Sabine Märtens ist neue Pflegedirektorin

Die langjährige Mitarbeiterin Sabine Märtens hat seit dem 1. Juli die Position der Pflegedirektorin am ...

Spack-Festival in Wirges schon wieder fast ausverkauft

Das Spack! Festival in Wirges ist nach zehn Jahren Existenz auf dem Festivalmarkt nicht mehr wegzudenken. ...

XXL-Belastungen im Gesundheitsdienst

Im Rahmen der Präventionskampagne „Das richtige Maß an Belastung hält den Rücken gesund!“ der Unfallkasse ...

Mitarbeiter der Westerwald Bank spenden 5.000 Euro für die Flutopfer

5.000 Euro haben die Beschäftigten der Westerwald Bank für die Flutopfer in zahlreichen deutschen Städten ...

Hobby-Club "Wäller-Jungs" Muscheid feierte

Zu seinem zweiten Mitgliederfest hatte der Hobby-Club "Wäller-Jungs" Muscheid eingeladen. Bei tollem ...

Werbung