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Nachricht vom 24.04.2013    

Mast soll Stärke des Windes auf Hönninger Höhe messen

Die Arbeitsgruppe „Windkraft“ stellte in ihrer zweiten Sitzung am Dienstag (23.4.) die Landschaftsbildanalyse der geplanten Windenergieanlagen (WEA) in der Verbandsgemeinde Bad Hönningen vor. Widerstand gegen das Projekt zeichnet sich bisher aus der Dorfgemeinschaft Hähnen ab.

Fotomontage der Sicht auf die geplanten Windenergieanlagen von Langscheid aus.

Neben Verbandsbürgermeister Michael Mahlert und den Beigeordneten der Verbandsgemeinde nahmen die Ortsbürgermeister beziehungsweise deren Vertreter an diesem Treffen teil. Elf so genannte WEA-Suchräume nehme die Verbandsgemeinde mit Unterstützung von Experten genauer unter die Lupe. Die möglichen Standorte befinden sich entlang des Frammerich-Weges und Rheinhöhenweges im Waldgebiet unterhalb von Hähnen.

„Wir rechnen allerdings mit dem Bau von sieben bis neun Windkraftanlagen. Die genaue Anzahl hängt aber vom Ergebnis der Windmessung ab“, informierte Mahlert. Der Bauantrag für den Windmessmast wird dieser Tage gestellt. Die Kosten für diesen Mast in Höhe von 145.000 Euro werde die Süwag übernehmen. „Wenn ein anderer Energieversorger das Projekt übernimmt, wird die Süwag ihm diese Kosten in Rechnung stellen. So ist es vereinbart“, ließ Mahlert wissen.

Der Windmast soll am oberen Ende des Frammerichweges errichtet werden und ein Jahr lang die Windgeschwindigkeiten aufzeichnen.

Wie sich die geplanten, rund 200 Meter hohen Windräder visuell auf die Region auswirken, haben die Landschaftsarchitekten Gutschker-Dongus (Odernheim/Glan) für die Verwaltung untersucht. Bauamtsleiter Achim Braasch zeigte die gelieferten Landschaftsaufnahmen mit den maßstabsgerecht einmontierten Windkraftanlagen.

Die acht verschiedenen Standorte im Umkreis von bis zu zehn Kilometer zeigten eine mehr oder weniger gute Sicht auf die WEA, wobei die Langscheider und Waldbreitbacher Franziskanerinnen hier fast uneingeschränkte Sicht haben dürften.



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Winfried Lotzmann machte auf den Aspekt der Verspargelung aufmerksam. „Die Befürchtung existiert, dass noch mehr Anlagen dazu kommen“, so Lotzmann. Doch Mahlert entgegnete: „Die Gefahr sehe ich nicht, weil wir in der Umgebung Ausschlussgebiete durch die zu schützenden Tierarten haben“.

Mahlert hat kürzlich mit der Dorfgemeinschaft Hähnen ein Gespräch geführt. Auf Grund des - mehr als gesetzlich geforderten - Abstandes zu ihren Häusern seien sie generell gegen das Projekt. „Ich bin dafür, dass wir die Menschen aus Hähnen mit dem Arbeitskreis zusammenführen, damit er ihren Bedenken Gehör schenkt“, schlug Mahlert vor.

Generelle Aspekte wie mögliche Einschränkungen für den Fremdenverkehr oder des Waldes als Wandergebiet wurden ebenfalls im Arbeitskreis besprochen. Im Laufe der Veranstaltung betonte Mahlert mehrmals, wie wichtig die Kommunikation mit den Bürgern sei, deshalb die Öffentlichkeitsoffensive: „Ich will auch mit Vereinen und Verbänden in Kontakt treten und sie mit in die Planung einbeziehen.“

Die Landschaftsbildanalyse soll Ende April noch ins Netz gestellt werden. Neben der FFH-Verträglichkeitsprüfung steht als nächstes der Antrag auf Befreiung der Naturparkverordnung an. Als weiterer Schritt werden die Bedenken und Anregungen der Träger öffentlicher Belange im Zusammenhang mit der Landschaftsanalyse abgewägt. (mo)

Eine Karte mit dem Radius, bis wohin man die Windräder sieht, öffnet sich hier.
Hier sehen Sie Fotomontagen der Windräder von verschiedenen Standpunkten der Region aus.


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Kommentare zu: Mast soll Stärke des Windes auf Hönninger Höhe messen

4 Kommentare

Schuld an der ganzen WKA-Misere ist die unmögliche Kommunkalpolitik. Wenn Atomkraftwerke subventioniert würden, würden auch hier Gründe dafür gefunden. Fakt ist doch, dass es hier nur um Geld geht. Diejenigen, die davon profitieren tun dies unter dem Deckmäntelchen des Klimaschutzes. Um Naturschutz geht es da dann gar nicht mehr. Der steht hinten an. Dass Deutschland aufgrund der fehlenden Speicherkapazitäten von Windkraft mittlerweilse zum Stromexportland geworden ist, ist den wenigsten Menschen bekannt. Sehr schön nachlesen kann man das Ganze unter www.vernunftkraft.de Wirklich sehr zu empfehlen diese Internetseite.
#4 von betroffener Bürger aus Rheinbreitbach, am 30.04.2013 um 19:22 Uhr
So funktioniert es halt mit den Gutachten. Wäre mal spannend zu wissen, wie der Auftrag lautete, was das ganze dann kostet und ob zu einer Landschaftsbildanalyse nicht noch mehr gehört, als Bilder zu montieren. Den Bürgern wurden auf der VG Seite obige Bilder zur Verfügung gestellt. Sollte es dazu noch eine Dokument geben, was den Titel Analyse trägt, so wurde dies bisher nicht freigeschaltet. Die Aufforderung der Bürgerinitiative in Bad Hönningen nach Öffnung aller Unterlagen ist mehr als korrekt. Herr Mahlert wird in anderen Artikeln (Senioren Kolping Rheinbrohl) zitiert, dass er über einen Bürgerentscheid nachdenke. Dazu bedarf es allerdings der vollständigen Information seitens der Planenden. Ich bleibe dabei, die VG bietet den interessierten Bürgern bisher nur Information am Rande der formalen Notwendigkeit. Der nun eingeschlagene Weg in Richtung Verbreitung über Vereine sorgt vielleicht für Präsenz, aber leider nicht für mehr Information. Warum den Weg über die Bürgerversammlungen verlassen und die Chance mit einer gut vorbereitenden VG Seite sowie einer Agenda mit den notwendigen Informationen um den Dreiklang Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit sowie nicht zuletzt Umweltverträglichkeit sauber abzudecken.
#3 von Dagmar Both, am 26.04.2013 um 12:35 Uhr
Die Animationen sind sehr "vorteilhaft" erstellt. Gut zu sehen ist, daß die Anlagen die Bürger der VG Bad Hönningen nicht stören wird. Diese würden in einem evtl. Bürgerentscheid - so wie es die rot-grüne Landesregierung als Bürgernähe im neuen LEP IV "verkauft" - vermutlich für das Projekt votieren. Den stark benachteiligten Bürgern der Nachbarkommune, denen die Dinger sehr nahe kommmen, haben dann das nachsehen .... so funktioniert "grüne" Basisdemokratie !!!
#2 von Highlander, am 26.04.2013 um 07:25 Uhr
Die Landschaftsanalyse ist meines Erachtens sehr negativ und verharmlost ausgeführt.
Dabei geht es doch um uns hier in der Nähe und nicht um die Leute aus Andernach und Bad Breisig.
Was ist mit Simulationen aus Hausen, Waldbreitbach, Hähnen, Niederbreitbach, Kurtscheid usw usw.
Das zeigt mal wieder wie hier die Menschen beeinflusst werden. Nach dem Mott0! "Seht her ist doch garnicht so schlimm". Die Bilder aus Langscheid allerdings zeigen das Ausmaß der Zerstörung kurz.
Leute Augen auf, seht was hier geschieht!

#1 von Anwohner Hausen, am 25.04.2013 um 22:06 Uhr

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