Werbung

Nachricht vom 18.03.2013    

Abbrennen ist verboten

Das Abbrennen der Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen, ungenutztem Gelände, an Hecken und Hängen ist ganzjährig verboten. Das Zurückschneiden von Hecken oder Gebüschen im Außenbereich ist in der Zeit vom 01. März bis 30. September ebenfalls nicht erlaubt.

Der Lebensraum der Amphibien wird durch das Abbrennen vernichtet. Foto: Wolfgang Tischler

Region. Zunehmende Nutzungsansprüche und Eingriffe in Natur und Landschaft haben zu einem bestürzenden Rückgang wildwachsender Pflanzenarten und wildlebender Tierarten geführt. Hauptursache ist der Verlust arteigener Lebensräume und Lebensstätten. Ihre Erhaltung ist somit Voraussetzung für den Bestand einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.

Daher machen die Ordnungsämter darauf aufmerksam, dass es nach § 28 Abs.2 Nr.5 und 6 des Landesgesetzes zur nachhaltigen Entwicklung von Natur und Landschaft (Landesnaturschutzgesetz – LNatSchG) von Rheinland-Pfalz ganzjährig verboten ist, die Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen, ungenutztem Gelände sowie an Hecken und Hängen sowie Stoppelfelder flächenhaft abzubrennen.

Das Abflämmen der verdorrten Bodenvegetation im Februar und März und die oft damit verbundene Vernichtung der letzten Feldgehölze stört die abgestimmten Lebensgemeinschaften und schädigt den Naturhaushalt, vor allem die in unserer Kulturlandschaft stark gefährdete Kleintierwelt.



Durch das Feuer gehen Zufluchts- und Lebensstätten verloren und viele Tiere, vor allem Kleinsäuger, Amphibien, Kriechtiere und die für das biologische Gleichgewicht besonders wichtige wirbellose Fauna werden vernichtet. Die Bodendecke wird lückenhaft und an den Hängen wächst die Gefahr der Bodenerosion.

Des weiteren ist es nach § 28 Abs. 2 Nr. 4 LNatSchG verboten, im Außenbereich in der Zeit vom 01. März bis 30. September Hecken oder Gebüsche zu roden, abzuschneiden, zurückzuschneiden oder abzubrennen.

Durch dieses Verbot sollen wertvolle Wohnräume und Brutstätten für verschiedene Kleinlebewesen geschützt werden. So sind zum Beispiel viele heimische Vögel auf dichtes Gebüsch angewiesen, um ungestört nisten und brüten zu können. Verstöße gegen die vorgenannten Verbote stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden können.



Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Hauptverhandlung und Urteil im Schauprozess beim Amtsgericht Montabaur (Teil 2)

Im Nachgang zum gestrigen Artikel bleibt noch festzustellen, dass der “Weisse Ring“ (Außenstelle Westerwald) ...

Neuwied: Servicebetriebe fällen beschädigte Weide am Deich

Ein Sturmschaden hat in Neuwied den Einsatz der Servicebetriebe ausgelöst. Am Deichvorgelände musste ...

Haus Sonneneck in Anhausen eröffnet: Pflege und Gemeinschaft vor Ort

Mit dem Haus Sonneneck entsteht in Anhausen ein neues Angebot für ältere Menschen. Die Einrichtung verbindet ...

Norbert Faltin erhält goldene Verdienstnadel des VdK

Im Kreisverband Neuwied des Sozialverbands VdK wurde ein langjährig engagiertes Mitglied ausgezeichnet. ...

Austausch zwischen Handwerk und Politik in Neuwied

In Neuwied stand ein persönlicher Austausch zwischen Politik und Handwerk im Mittelpunkt. Vertreter der ...

Zeugen gesucht: Verkehrsunfall in Melsbach

In Melsbach kam es am Mittwoch (6. Mai 2026) zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei Pkw kollidierten. ...

Weitere Artikel


Gesprächskreis für Frauen mit Suchtproblemen

Alkoholismus ist nicht nur Männersache – immer mehr Frauen greifen zur Flasche. Es ist nur ein kleiner ...

Orgel und Oboe setzten besonderen Akzent beim Passionskonzert

Das Marienstatter Passionskonzert bot einen musikalischen Dialog mit Orgel und Oboe. Leonie Dessauer ...

Kräuterwind mit neuer Struktur

Die Gemeinschaftsinitiative "Wir Westerwälder" der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald ...

Martin-Butzer-Gymnasium gewinnt Regionalentscheid

„Französisch ist leichter als man denkt“!?! Martin-Butzer-Gymnasium Dierdorf gewinnt zum zweiten Mal ...

Brot + Wurstwanderung in der Raiffeisen-Region

Der Wettergott meinte es gut mit den etwa 350 Wandergästen der Brot und Wurstwanderung in der Raiffeisen-Region, ...

Feuerwehr Rengsdorf bekommt Rettungsgerät gespendet

Die Rengsdorfer Feuerwehr konnte sich über eine besondere Spende freuen. Der Rengsdorfer Karl-Heinz Kater ...

Werbung