Werbung

Nachricht vom 20.01.2013    

Sabine Bätzing: „Rundfunkbeitrag ist besser als sein Ruf“

Region. Gegen pauschale Kritik am neuen Rundfunkbeitrag von 17,89 Euro tritt die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler ein. Die neue Regelung habe Vorteile gegenüber der alten. Eine Informationskampagne über die Änderungen sei angesagter als eine Hetzkampagne gegen das neue System.

In den Bürgersprechstunden der Wahlkreis-Bundestagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) häufen sich die Anfragen zur neuen Rundfunkgebühr: "Viele Bürger sind extrem verunsichert. Sie sprechen von Abzocke und wissen nicht, was auf sie zukommt", beschreibt die Bundestagsabgeordnete aus Forst im Kreis Altenkirchen die Reaktionen der Bürger.

"Statt einer Hetzkampagne wäre Aufklärung und Information der Menschen angesagter", ist die Meinung von Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Für die meisten Haushalte ändere sich die Rundfunkgebühr nicht. Sie bleibt wie bisher bei 17,98 Euro. Sie wird ab jetzt in einen Pauschalbetrag für jeden Haushalt bzw. jedes Unternehmen umgewandelt.

"Andererseits bringt sie für den Verbraucher auch Vorteile mit sich", sagt die SPD-Politikerin. So entfallen nun die Gerätekontrollen durch die GEZ. Sie wurden stets als unangenehm kritisiert. Auch die Klärung von Nutzungs- und Eigentumsverhältnissen ist nicht mehr notwendig. Das sei in Zeiten von Smartphones und Tablet-PCs ohnehin nicht zeitgemäß. Es könne gar nicht nachvollzogen werden, in welchem Umfang von diesen Geräten auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zugegriffen wird. Durch den neuen Rundfunkbeitrag wird Geld gespart, da die Kosten für Geräteerfassung, Kontrollen und Personal erheblich sinken.

Ziel des neuen Beitrags ist es, so Bätzing-Lichtenthäler, auch zukünftig den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu finanzieren. Der leistet durch Qualitätsjournalismus, pluralistische Meinungsbildung und Vielfalt einen erheblichen Anteil zur demokratischen Gesellschaft.



Allerdings wurde auch Kritik geübt, da es nun schwieriger ist, sich von den GEZ-Gebühren befreien zu lassen. Schwerbehinderte, Taubblinde, sowie die Empfänger staatlicher Leistungen haben allerdings auch weiterhin die Möglichkeit sich von den anfallenden Kosten befreien zu lassen, was Bätzing-Lichtenthäler sehr begrüßt.

Jedoch müssen nun auch Menschen, die keine Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Anspruch nehmen, einen Beitrag leisten. „Das betrifft aber nur wenige“, relativiert die Bundestagsabgeordnete die Kritik.

Sehr ernst nimmt Sabine Bätzing-Lichtenthäler die Vorwürfe, die von Unternehmen aus ihrem Wahlkreis an sie herangetragen wird. Danach müssen einige größere Unternehmen nun einen höheren Beitrag zahlen. Dieser Betrag sei jedoch auf ihre Wirtschaftlichkeit abgestimmt. Große Firmen können davon durchaus profitieren. "So sind beispielsweise Hotels, die vorher pro Gerät zahlen mussten, nun deutlich entlastet", so Bätzing-Lichtenthäler.

Sie verspricht: "Ich werde darauf achten, dass die Auswirkungen des neuen Rundfunkbeitrags gründlich bewertet und geprüft werden, um ihn so bei Bedarf korrigieren zu können."

Mehr Informationen zum Thema gibt es auf der Internetseite www.rundfunkbeitrag.de.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Zeugen gesucht: Verkehrsunfallflucht in Asbach

In Asbach ereignete sich am Samstagabend (31. Oktober 2026) ein Vorfall, bei dem ein geparktes Fahrzeug ...

Buchtipp. "Das Panorama des Schreibens" von Hanns-Josef Ortheil

Der bekannte und beliebte Westerwälder Schriftsteller, Literatur-Dozent und Musiker steht seinem Lektor ...

Black Friday: Tipps für die erfolgreiche Schnäppchenjagd

Am 27. November locken zahlreiche Angebote zum Black Friday. Doch nicht alle Deals halten, was sie versprechen. ...

Effektive Maßnahmen gegen Schimmel in der Heizperiode

Mit Beginn der kalten Jahreszeit steigt das Risiko für Schimmelbildung in Wohnräumen erheblich. Die Verbraucherzentrale ...

Nachhaltige Nutzung von KI-Chatbots im Fokus

Am 12. November 2026 findet ein Online-Vortrag statt, der sich mit dem ressourcenschonenden Einsatz von ...

Vom Apfel zum Apfelsaft: Ein lehrreiches Erlebnis für die Kita-Kinder

Die Kinder der Evangelischen Kindertagesstätte Oberbieber erlebten hautnah, wie aus Äpfeln frischer Apfelsaft ...

Weitere Artikel


„Unsere Botschaft kann eine große Orientierung sein“

Interview mit Pfarrer Wolfgang Eickhoff, dem neuen Superintendenten der evangelischen Kirchen im Kreis ...

Elisabeth Bröskamp Mitglied in Entwicklungshilfe-Stiftung

Straßenhaus. Die Landtagsabgeordnete Elisabeth Bröskamp (Bündnis 90/Grüne) aus Straßenhaus wurde Mitglied ...

6d der IGS Selters entsandte „Botschafter“ nach Prag

Selters. Die Klasse 6d der Integrierten Gesamtschule nimmt am Comenius-Projekt „Esskulturen - interkulturelle ...

Gegner der Rundfunkgebühr sammeln sich im Internet

Region. Gegner der neuen Regelung für die Rundfunkgebühr sammeln im Internet Stimmen, um durch eine Beschwerde ...

BUND begrüßt Urteil zum Wolfsabschuss

Das Amtsgericht Montabaur hat am Donnerstag (17.1.) das Urteil gegen den Wolfsschützen gefällt. Die Umweltschutzorganisation ...

Feuerwehr freut sich über Gewinn: Currywurst satt

Neuwied. „Sollte jemand eine zu scharfe Soße auf seiner Currywurst haben, dann stehen wir bereit!“ Mit ...

Werbung