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Nachricht vom 08.12.2012    

Neue Aufgaben für den „Stern der Hoffnung“

Jahresbericht 2011/2012 beschreibt viele Problemfelder. In Kurtscheid engagiert sich eine Gruppe Mitbürger für die Organisation und deren Arbeit in Brasilien. Es sind vielfältige Aufgaben, die in dem Land warten.

Damit Kinder wieder lachen können, dafür will die Kurtscheider Gruppe um Marlies Wilbert sorgen. Foto: Privat

Kurtscheid. Die Not von aidskranken Müttern, von Babys, von Jugendlichen und wegen ihrer Krankheit ins Abseits gestellten Menschen zu lindern, dieser Aufgabe haben sich die Freunde und Förderer des „Stern der Hoffnung“ Kurtscheid verschrieben. Seit 1995 unterstützen sie das von Lisette und Prof. Dr. Peter Eicher 1988 gegründete Hilfswerk „Stern der Hoffnung - Hilfe für aidskranke Mütter und ihre Kinder“ in São Paulo, Brasilien.

In einem Land mit 190 Millionen Einwohnern verfügt ein Drittel über Bildung und Lebensbedingungen, die vergleichbar mit denen in Europa sind, ein Drittel muss sich mit einem extrem bescheidenen Lebensstandard begnügen und lebt in armseligen Verhältnissen. Das mittlere Drittel nähert sich eher diesem unteren Bereich an.

Die sich rasant verändernde wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung sowie die sich verschlechternde soziale Situation wirken sich auch tief greifend auf die Arbeit des „Stern der Hoffnung" aus. Wegen der neuen massiven Zunahme von Drogenabhängigen und der damit verbundenen erneuten Ausbreitung von AIDS wurde der „Stern der Hoffnung“ von der brasilianischen Regierung verpflichtet, auch diese Menschen in sein Hilfsprogramm aufzunehmen und Therapieplätze zu schaffen. So wurde im Berichtsjahr auf der „terra da promessa“ – dem „Land der Verheißung“ eine Drogenklinik aufgebaut. Inzwischen werden dort ca. 100 Betroffene beim Entzug und der Wiedereingliederung von einer Psychotherapeutin und einem Sportlehrer begleitet. Die notwendigen Medikamente stellt der Staat kostenlos zur Verfügung, Unterhalts-, Personal- und sonstige Sachkosten muss der „Stern der Hoffnung“ aus dem Spendenaufkommen bestreiten.




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Trotz dieser neuen Aufgabe ist die Betreuung der aidskranken Mütter und (verwaisten) Kinder auch weiterhin Schwerpunkt der Arbeit des „Stern der Hoffnung“. Im Elend von São Paulo sind es vor allem die Kinder, die am schlimmsten betroffen sind. Lisette Eicher, gerade mal wieder aus São Paulo zurückgekehrt, schrieb uns dazu: „Alle Werke, also das ‚Haus des Friedens‘, die ‚Casa Tim‘ für Kinder, das Haus ‚Wurzeln und Flügel‘ für Jugendliche entwickeln sich und arbeiten hervorragend. Es tut uns leid, dass wir nicht zusammen einfach durch die Häuser gehen können, damit Ihr sehen könnt, was auch Ihr mit erarbeitet habt. Der Blick der Kinder ist auch für uns immer aufs Neue unbeschreiblich: voller Dankbarkeit und Lebensfreude…. Ich gebe Euch diesen Dank gerne weiter und füge meinen ganz herzlich hinzu.“

Dem Freundeskreis „STERN DER HOFFNUNG“ Kurtscheid gehören an: Margit Boden, Renate Elsen, Fine Kern, Irene Landscheidt, Kristina Maier, Angelika Schäfer, Christel Wagner, Marlies Wilbert, Roselie Wittlich ( alle Kurtscheid ), Marlis Buchen ( Ehlscheid ), Barbara Ebner ( Rengsdorf ), Veronika Hilgers ( Straßenhaus ), Aloisia Reuschenbach ( Waldbreitbach )

STERN DER HOFFNUNG, Konto-Nummer. 4104782, Sparkasse Neuwied, BLZ 574 501 20. Kontakt: Marlies Wilbert, Neue Str. 30, 56581 Kurtscheid Telefon 02634 / 1346 oder www.sternderhoffnung.de.


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