Werbung

Nachricht vom 21.11.2013    

Bahnlärm: CDU hat Verlegung der Mittelrhein-Bahnstrecke nicht aufgegeben

Leutesdorf/Berlin. Eine Verlegung der Mittelrhein-Bahnstrecke sei noch nicht vom Tisch, widerspricht der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel (Windhagen) dem Mainzer Verkehrsminister Roger Lewentz. Diese für die betroffenen Menschen beste Alternative werde von der CDU immer noch in Erwägung gezogen.

„Wenn zur Bahnlärmentlastung der Menschen am Mittelrhein die rot-grüne Landesregierung in Mainz einen Antrag auf Aufnahme einer Alternativstrecke in den Bundesverkehrswegeplan stellt, so wird die unionsgeführte Bundesregierung diesem Antrag zustimmen“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, der damit auf eine Zusage von Verkehrsminister Ramsauer Bezug nimmt.

Aktuell widerspricht CDU-Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel dem Mainzer Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD). Der hatte nach der Sitzung des Verkehrsausschusses des Bundestages am Montag behauptet, die Berliner Regierungskoalition rücke von ihren Zusagen zur Prüfung einer Alternativstrecke für das Mittelrheintal ab.

„Das ist falsch“, betont Rüddel, „denn im Verkehrsausschuss ging es nicht um eine Alternativstrecke, sondern primär um den Schienenbonus, den wir abschaffen wollen. Die Fehlinterpretation von Herrn Lewentz ist einfach unredlich.“

Wie der Christdemokrat weiter ausführt, habe die Berliner Regierungskoalition lediglich aus formalen Gründen einen parteipolitisch motivierten Antrag der SPD-Bundestagsfraktion abgelehnt. „Es ist vollkommen klar, dass die CDU in Bund und Land mit Nachdruck die Prüfung einer Ausweichstrecke befürwortet“, betont Erwin Rüddel.

In diesem Zusammenhang erinnert der Bundestagsabgeordnete Rüddel an den Besuch des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder. Der war auf Einladung des CDU-Wahlkreisabgeordneten Rüddel nach Leutesdorf gekommen und hatte sich dort mit betroffenen Bürgern und Mitgliedern von Bürgerinitiativen umliegender Gemeinden getroffen, um sich vor Ort über die Geräuschemissionen des Zugverkehrs auf der Trasse im Rheintal zu informieren.



Dabei äußerten die Sprecher der Bürgerinitiativen gegenüber dem CDU/CSU-Fraktionschef ihre konkreten Forderungen auf die Umrüstung der Bremssohlen der geräuschintensiven Güterwaggons. Nach Aussage der BI-Sprecher müssten für eine substantielle Lärmreduktion rund 180.000 Waggons umgerüstet werden, was – ungeachtet der Frage der Trägerschaft – Kosten von etwa 400 Millionen Euro verursachen würde.

Unmittelbar nach seinem Informationsaustausch in Leutesdorf hat nun Volker Kauder in einem Schreiben an Bahnchef Dr. Rüdiger Grube eine schnellere Umrüstung der Güterzüge in den Mittelpunkt gestellt. Bisher soll die Flüsterbremse, die eine Lärmhalbierung bedeutet, bis 2020 von der Bahn für alle Güterwagen umgesetzt sein.

„Eine schnellere Umrüstung wäre ein Segen für die Anwohner“, ist sich auch Erwin Rüddel sicher. „Wenn Güterzüge mit der Lautstärke von Personenzügen durch das Rheintal rollen, wird insgesamt der Gütertransport auf der Bahn bei den Menschen wieder auf mehr Akzeptanz stoßen.“

Ein erster wichtiger Schritt sei, dass ab Dezember 2012 laute Züge ein höheres Trassenentgelt zahlen müssen, als leise Züge. Die zusätzlichen Einnahmen sollen dann zum Umbau auf Flüsterbremse genutzt werden. Der CDU-Abgeordnete hofft nun, dass die Initiative von Volker Kauder hilft, mehr Geld für die schnelle Umrüstung zu bekommen. „Wir müssen einfach vor 2020 im Interesse der Menschen mit der Umrüstung fertig sein“, bekräftigt Erwin Rüddel.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Wandertipp: Fünf-Weiher-Wanderung an der Westerwälder Seenplatte

Auf der elf Kilometer langen Rundwanderung gilt es, fünf Weiher der Westerwälder Seenplatte zu erkunden. ...

Fünf Kliniken im Westerwald stärken gemeinsam ihre Krisenresilienz

Wie können Krankenhäuser in Krisensituationen handlungsfähig bleiben? Diese Frage stand im Mittelpunkt ...

Verkehrsänderungen in Bendorf-Sayn: Vollsperrung und Brückenarbeiten angekündigt

In Bendorf-Sayn stehen Bauarbeiten bevor. Eine neue Ampelanlage wird installiert, gefolgt von Instandsetzungsarbeiten ...

Kinder erkunden die digitale Welt: Stadt und AWO bilden erste "Medien-Füchse Neuwied" aus

In Neuwied haben Grundschüler die Chance bekommen, sich zu Experten in der digitalen Welt zu entwickeln. ...

Rund um Ostern: Führungen und Familienprogramm in der Sayner Hütte

ANZEIGE | Die Sayner Hütte startet rund um Ostern mit öffentlichen Führungen und Angeboten für Familien. ...

Marienhaus Mobil erweitert Pflegeangebot in Neuwied

Ein neues Pflegekonzept vernetzt ambulante und stationäre Angebote stärker miteinander. In Neuwied wird ...

Weitere Artikel


Nicht unnötig Abgeltungssteuer zahlen

Die Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass Rentner oftmals ...

IHK-Vollversammlung beschließt Senkung der Mitgliedsbeiträge

Region. Im Rahmen ihrer Herbst-Vollversammlung hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz den ...

Klosterweg setzt Erfolgsgeschichte fort

Nach dreijähriger „Laufzeit“ wurde dem „Klosterweg...wandern für
die Seele“ das Deutsche Wandersiegel ...

Grünen-Landtagsabgeordnete Bröskamp startet Kita-Tour

Region. Elisabeth Bröskamp aus Bad Hönningen, kinder- und familienpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die ...

Handwerks-Vollversammlung tagte in Koblenz

Unternehmer verabschiedeten 28-Millionen-Etat – Joachim Noll aus Stebach neuer Vizepräsident – Beitrag ...

Milchbauern demonstrieren: Treckerkolonne nach Brüssel

Westerwald. Die Milcherzeuger sind sauer: Die Milchmarktkrise, die bei Bauern deutschlandweit nach eigenen ...

Werbung