Warum nasse Herbstwochen die Scheibenwischer zusätzlich belasten
Mit dem Herbst verändert sich im Kreis Neuwied auch das Fahrklima spürbar: Die Nächte werden kühler, über dem Rhein bildet sich in den frühen Morgenstunden häufiger Nebel, und Regenschauer wechseln sich mit klaren Abschnitten ab. Für Autofahrerinnen und Autofahrer in der Region bedeutet das vor allem eines – die Anforderungen an eine klare Sicht steigen, während gleichzeitig während gleichzeitig ein Bauteil wieder deutlich häufiger gebraucht wird, das im trockenen Sommer leicht aus dem Blick gerät: die Scheibenwischer.
Warum klare Sicht im Herbst stärker von den Scheibenwischern abhängt
Nebel verschlechtert allgemein die Sichtbedingungen; Regen und Spritzwasser erhöhen zusätzlich die Anforderungen an eine saubere Frontscheibe. Für den Straßenverkehr bedeutet das häufigere Phasen mit stark eingeschränkter Sicht, gerade in den Morgenstunden. Kommt dann noch Regen hinzu, hängt die Sicht durch die Frontscheibe direkt von einem funktionierenden Scheibenwischer ab – ein Bauteil, das über weite Teile des Sommers kaum beansprucht wurde.
Was der Sommer den Wischerblättern hinterlassen haben kann
Lange Standzeiten in der Sonne und hohe Temperaturen können die Gummilippe von Scheibenwischern über Monate hinweg spröder machen. Das lässt sich äußerlich oft nicht erkennen, solange die Scheibe trocken bleibt – erst bei tatsächlichem Regeneinsatz zeigt sich, ob das Material noch sauber und gleichmäßig an der Scheibe anliegt.
Bestelldaten von AUTODOC aus vergangenen Hitzeperioden zeigen dabei ein bemerkenswertes Muster: Drucksensoren für Klimaanlagen legten in akuten Hitzewellen um rund 86 % zu, Kompressoren und Kondensatoren um etwa 75 %. Bei Verschleißteilen wie Scheibenwischern fiel der Anstieg im gleichen Zeitraum dagegen deutlich moderater aus. Ein naheliegender Grund: Sie werden ohnehin regelmäßiger ausgetauscht und hängen weniger von einzelnen Wetterausschlägen ab als etwa die Klimaanlage – was aber nicht bedeutet, dass ihr Zustand über den Sommer keine Rolle spielt.
Welche Anzeichen auf verschlissene Wischerblätter hindeuten
Typische Hinweise darauf, dass die Wischerblätter nicht mehr einwandfrei funktionieren:
• Schlieren oder ein feiner Film, der nach dem Wischen auf der Scheibe zurückbleibt
• ein hörbares Quietschen oder Rubbeln beim Wischvorgang
• einzelne trockene Streifen, die trotz mehrfachem Wischen bestehen bleiben
• ein sichtbares Hüpfen oder Vibrieren des Wischers, vor allem bei höherer Geschwindigkeitsstufe
Diese Anzeichen können beim Test unterschiedliche Ursachen haben – neben verschlissener Gummilippe etwa auch eine verschmutzte Scheibe oder eine ungeeignete beziehungsweise fehlende Waschflüssigkeit. Ein kurzer Check hilft, die Ursache einzugrenzen.
So lassen sich die Wischerblätter vor der nächsten Regenfahrt prüfen
Ein sinnvoller Ablauf: zunächst die Gummilippe der Wischerblätter auf Risse, Verformungen oder beschädigte Kanten untersuchen. Anschließend die Scheibe gründlich reinigen, damit Schmutz oder Insektenreste das Ergebnis nicht verfälschen. Danach die Scheibenwaschanlage bei stehendem Fahrzeug testen und das Wischbild beobachten: Bleiben dabei Schlieren oder trockene Stellen zurück, ist das ein Hinweis darauf, dass die Wischerblätter an ihre Grenze kommen.
Wann die Wischerblätter gewechselt werden sollten
Bestätigt der Check den Verschleiß, lässt sich das Problem meist ohne Werkzeug und innerhalb weniger Minuten selbst beheben – vorausgesetzt, Länge und Befestigungsart passen zum jeweiligen Fahrzeugmodell. Angesichts der bevorstehenden Regen- und Nebelmonate im Kreis Neuwied ist das ein überschaubarer Aufwand, der sich direkt auf die Sicht auf den heimischen Straßen auswirkt. (prm)

















