Werbung

Pressemitteilung vom 16.09.2026    

Neue EU-Richtlinie gegen Greenwashing: Konsequenzen für Handwerksbetriebe

Ab dem 27. September gelten strengere Regeln für Werbung mit Umweltversprechen in der EU. Die Handwerkskammer Koblenz informiert Betriebe über die Anforderungen und potenzielle rechtliche Folgen bei Verstößen.

Eine neue EU-Richtlinie stellt blumige Worte und Versprechen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Wirtschaft auf den Prüfstand: wer mit Umweltversprechen wirbt, muss diese über Fakten und konkret nachweisen.(Foto: Foto KI-generiert / ChatGPT)

Koblenz. Ab dem 27. September tritt eine neue EU-Richtlinie in Kraft, die irreführende Werbung mit vermeintlichen Umweltvorteilen - bekannt als "Greenwashing" - unterbinden soll. Die Handwerkskammer (HwK) Koblenz klärt Handwerksbetriebe über die neuen Anforderungen auf. "Für die Praxis der Unternehmen heißt das: Wer mit Umweltvorteilen wirbt, muss diese Aussagen künftig präzise, nachvollziehbar und belegbar machen", erklärt Susanne Terhorst, Justiziarin und Geschäftsführerin bei der HwK Koblenz.

Undifferenzierte Begriffe wie "umweltfreundlich", "ökologisch" oder "klimafreundlich" sind ab dem Stichtag nicht mehr zulässig. Auch Bezeichnungen wie "Klimahandwerk" sollten vermieden werden. Selbst wenn nur einzelne Produkte oder betriebliche Abläufe anerkannte Umweltleistungen wie das Typ-1-Siegel oder das EU-Ecolabel erfüllen, darf dies nicht verallgemeinernd auf den gesamten Betrieb übertragen werden. "Mit konkreten Angaben lassen sich Probleme vermeiden", rät Terhorst und verweist auf Zertifizierungen, die als Marketing-Instrumente genutzt werden können. Firmennamen, die Begrifflichkeiten wie Umweltschutztechnik enthalten, sind ebenfalls betroffen.



Wichtig ist auch die Überprüfung bestehender Aussagen im Internet, auf Fahrzeugen und in E-Mail-Signaturen. Mitarbeiter mit Beratungsaufgaben sollten informiert werden, um keine ungesicherten Versprechen zu äußern. "Letztlich soll die Werbung im ökologischen Kontext glaubwürdig wie rechtssicher sein", sieht Terhorst Chancen in der EU-Regelung. Das Handwerk genieße einen guten Ruf bei klimarelevanten Maßnahmen, etwa bei der Installation von Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen, der Dämmung von Gebäuden oder im Bereich E-Mobilität. Diese Fakten könnten ohne blumige Worte als Marketing-Instrument genutzt werden. Andernfalls drohen Abmahnungen und Unterlassungsklagen.

Bei Unsicherheiten können sich Handwerksbetriebe an die HwK wenden. Zusätzlich bietet die Rechtsabteilung am 7. Oktober eine Sonderveranstaltung zu "Wettbewerbsrecht und neue Greenwashing-Richtlinie (EmpCo)" an. Anmeldungen sind ab sofort telefonisch möglich. Am 14. Oktober findet zudem ein Webseminar zum Thema statt. (PM/KI/Red)


Mehr dazu:   Handwerk  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Ellen Demuth und Joachim Brenner setzen sich für Bundesförderung des Freibades Dickendorf ein

Die Bundestagsabgeordnete Ellen Demuth engagiert sich gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde ...

Plastikmüll im Blick: Grüne verbinden Filmabend mit Rhine-Clean-Up

Mit zwei aufeinander abgestimmten Aktionen haben Grüne aus der Region die weltweite Plastikflut ins Bewusstsein ...

Verkehrskontrollen in Steimel und Gieleroth: 19 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt

Am Dienstag (15. September 2026) wurden in Steimel und Gieleroth Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. ...

Bären starten in Oberliga-Ära: Heimspiel gegen Füchse Duisburg

Nach Jahren in unterklassigen Ligen kehrt der EHC Neuwied in den Spielbetrieb des Deutschen Eishockey-Bundes ...

Frontalzusammenstoß auf der L 308 bei Vallendar

Auf der Landesstraße 308 zwischen Vallendar und Höhr-Grenzhausen ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall. ...

Entdeckungsreise durch Neuwied: Geschichte und Natur erleben

Im September und Oktober bietet Neuwied spannende Führungen zu historischen und natürlichen Highlights. ...

Weitere Artikel


Ellen Demuth und Joachim Brenner setzen sich für Bundesförderung des Freibades Dickendorf ein

Die Bundestagsabgeordnete Ellen Demuth engagiert sich gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde ...

Zweifel an Unterstützung für Kanzler Merz - Schweitzer zieht Parallelen zum Fußball

In Mainz äußerte sich SPD-Bundesvize Alexander Schweitzer kritisch zur Rückendeckung der CDU-Ministerpräsidenten ...

Klaus-Ludwig Fess erhält Saumagen-Orden für sein Engagement im Karneval

Die Karneval- und Tanzsport-Gesellschaft Schlotte ehrt den Präsidenten des Bundes Deutscher Karneval ...

Werbung