Weißer Ring feiert 50-Jähriges: Landespolizeiorchester gastierte in Wissen
Von Klaus Köhnen
Eine Organisation, die vielfach für selbstverständlich gehalten wird, feiert Geburtstag: Der Weiße Ring wird 50; gefeiert wurde am Samstag, 12. September 2026, im Kulturwerk Wissen. Gegründet hat ihn 1976 der Fernsehmoderator Eduard Zimmermann, bekannt aus „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Der Gedanke damals wie heute: Hilfe für Opfer von Gewaltverbrechen.
Wissen. Den 50. Geburtstag des Weißen Rings hat der Landesverband Rheinland-Pfalz am Samstag, 12. September 2026, im Kulturwerk Wissen gefeiert. Gekommen waren etwa 300 bis 350 Gäste. Den Geburtstag einer so wichtigen Organisation feiere man nicht im Stillen, sagte die Landesvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler, eine gebürtige Altenkirchenerin. In ihrem Grußwort dankte sie den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Außenstellen: „Ohne deren Engagement und Einsatz wäre eine solche Hilfe kaum möglich."
Innenminister Achim Schwickert zeigte in seiner Rede auf, dass sich der Schutz der Opfer im Laufe der Jahre verstetigt habe. Zunächst seien Opfer „Beweismittel" gewesen, sagte Schwickert, der vor seiner politischen Laufbahn als Jurist tätig war. Nach der Untersuchung auf Spuren seien sie aus dem Blick der Behörden verschwunden. Das wollte Eduard Zimmermann nicht hinnehmen – und gründete den Verein.
Der Landesverband Rheinland-Pfalz und das Land, vertreten durch den zuständigen Minister, aktualisierten an diesem Abend die Vereinbarung zur engen Zusammenarbeit. Die Bundesvorsitzende Barbara Richstein hatte, so die Landesvorsitzende, wohl die weiteste Anreise – sie ist in Brandenburg beheimatet.
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Landespolizeiorchester sorgte für den guten Ton
Zu einem runden Geburtstag gehört neben den Glückwünschen auch die Musik. Für den guten Ton konnten die Verantwortlichen das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz gewinnen, das unter der Leitung von Florian Weber für beste Unterhaltung sorgte.
Die erste Hälfte des Konzertes war der sinfonischen Blasmusik gewidmet. Zur Eröffnung erklang „Transcendent Journey", ein Titel, der das Überschreiten der Bewusstseinsgrenzen beschreibt. Das folgende Werk „Entschwunden" war eine Uraufführung; geschrieben hat es Arno Meyer, der im Publikum saß und entsprechend begrüßt wurde.
Es folgte „A Movement for Rosa", zu dem Florian Weber anmerkte, dass der Widerstand gegen Gewalt und Ausgrenzung noch immer wichtig und notwendig sei. Weber erläuterte auch die Aufgaben des Orchesters im Alltag, zu denen die musikalische Begleitung von Veranstaltungen wie der Vereidigung von Polizeianwärtern zählte. Im zweiten Teil des Konzerts gab es dann Zeit für Swing und Jazz.
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