Weißer Ring feiert 50-Jähriges: Landespolizeiorchester gastierte in Wissen
Von Klaus Köhnen
Eine Organisation, die vielfach für selbstverständlich gehalten wird, feiert Geburtstag. Der Fernsehmoderator Eduard Zimmermann †19. September 2009 (Aktenzeichen XY) gründete den Verein 1976 in Mainz. Der Gedanke damals wie heute war die Hilfe und Unterstützung der Opfer von Gewaltverbrechen.
Wissen. Den Geburtstag einer solch wichtigen Organisation feiert man nicht im Stillen, so die Landesvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler. In ihrem Grußwort dankte sie den vielen ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Außenstellen. "Ohne deren Engagement und den Einsatz wäre eine solche Hilfe kaum möglich". Der Innenminister des Landes Achim Schwickert zeigte in seiner Rede auf, dass der Schutz der Opfer sich im Laufe der Jahre verstetigt habe. Zunächst, so Schwickert, der vor seiner politischen Laufbahn als Jurist tätig war, waren Opfer "Beweismittel". Nach der Untersuchung auf Spuren verschwanden sie aus dem Blick der Behörden. Dies wollte Eduard Zimmermann nicht hinnehmen und gründete den Verein. Der Landesverband Rheinland-Pfalz und das Land, vertreten durch den zuständigen Minister, aktualisierten an diesem Abend die Vereinbarung zur engen Zusammenarbeit. Die Bundesvorsitzende Barbara Richstein hatte, so die Landesvorsitzende, wohl die weiteste Anreise, ist sie doch in Brandenburg beheimatet.
Landespolizeiorchester sorgte für den guten Ton
Zu einem runden Geburtstag gehört neben den Glückwünschen auch die Musik. Für den guten Ton konnten die Verantwortlichen das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz gewinnen. Das Orchester sorgte unter der Leitung von Florian Weber für beste Unterhaltung. Die erste Hälfte des Konzertes war der symphonischen Blasmusik gewidmet. Zur Eröffnung des Konzertes erklang der bekannte Titel "Transzendent Journey". Dieser Titel beschreibt das Überschreiten der Bewusstseinsgrenzen. Das folgende Werk "Entschwunden" war eine Uraufführung. Geschrieben wurde es von Arno Meyer, der im Publikum saß und entsprechend begrüßt wurde. Es folgte "The Movement for Rosa" zu dem Florian Weber anmerkte, dass der "Widerstand" gegen Gewalt und Ausgrenzung noch immer wichtig und notwendig sei. Weber erläuterte auch die Aufgaben des Orchesters im Alltag, zu denen die musikalische Begleitung von Veranstaltungen, wie Vereidigungen von Polizeianwärtern, gehöre. Im zweiten Teil des Konzertes war dann Zeit für Swing und Jazz.
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