Trockenmauerbau in Leutesdorf: Tradition trifft Naturschutz
Am letzten Augustwochenende wurde in den Leutesdorfer Weinbergen fleißig gearbeitet. Ein zweitägiger Kurs im Trockenmauerbau, organisiert vom Naturpark Rhein-Westerwald, ermöglichte es zwölf Teilnehmern, eine acht Meter lange Mauer zu errichten. Was sie dabei lernten und wie die Mauer der Natur zugutekommt, erfahren Sie hier.
Leutesdorf. Am Wochenende des 26. und 27. August 2023 trafen sich zwölf motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Leutesdorfer Weinbergen, um an einem besonderen Kurs teilzunehmen. Unter der Leitung von Walter Oeffling, einem Experten für Trockenmauerbau, lernten sie die Kunst des Mauerbaus ohne Mörtel kennen. Die Aufgabe war anspruchsvoll: Steine mussten sorgfältig ausgewählt, begutachtet und so angeordnet werden, dass die Mauer stabil wird.
Walter Oeffling, ehemaliger Mitarbeiter des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum, führte die Gruppe durch den Prozess. "Wenn man so etwas selbst gebaut hat und sieht, wie viel Arbeit darin steckt, entwickelt man großen Respekt vor den Menschen, die diese Mauern früher in den Weinbergen errichtet haben. Dass einige dieser Mauern bis heute stehen, ist wirklich beeindruckend", sagte Irmgard Schröer, Geschäftsführerin des Naturparks Rhein-Westerwald.
Die Motivation der Teilnehmer war vielfältig: Während einige dem Büroalltag entfliehen wollten, suchten andere praktische Erfahrungen für eigene Projekte. Ein gemeinsames Interesse am traditionellen Handwerk und Naturschutz verband alle.
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Neben der handwerklichen Herausforderung bietet die neue Trockenmauer einen ökologischen Mehrwert. Zwischenräume und Hohlräume dienen als Lebensraum für Insekten, Spinnen und Eidechsen. Auch Wanderer und Radfahrer zeigten Interesse und kamen mit den Kursteilnehmern ins Gespräch.
Der Kurs war nicht nur ein Erfolg für die Teilnehmer, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft in den Leutesdorfer Weinbergen. Zusammen mit bestehenden Trockenmauern und anderen Naturschutzmaßnahmen trägt die neue Mauer dazu bei, Natur- und Kulturlandschaft harmonisch zu verbinden.
Ein besonderer Dank geht an Walter Oeffling für seine fachkundige Anleitung und an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihren Einsatz. Weitere Informationen zum Projekt finden Interessierte unter www.naturpark-rhein-westerwald.de. Red
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