Landrat Hallerbach äußert sich zur Krankenhausreform in Rheinland-Pfalz
Am 1. September 2026 hat das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium seine Entscheidung zur Zuteilung von Leistungsgruppen an Krankenhäuser bekannt gegeben. Diese Entscheidungen haben weitreichende Auswirkungen auf die medizinische Versorgung im Landkreis Neuwied. Landrat Achim Hallerbach nahm dazu Stellung.
Neuwied. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch hat am 1. September 2026 die Umsetzung der Krankenhausreform und die damit verbundenen Leistungsgruppenzuweisungen verkündet. Landrat Achim Hallerbach zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen und betonte, dass befürchtete gravierende Einschnitte ausgeblieben seien. "Nach der ersten Bewertung bin ich als Landrat zufrieden, wir haben eine gute Grundlage für die weitere medizinische Entwicklung", erklärte Hallerbach.
Die Kamillus-Klinik Asbach erhält alle beantragten Leistungsgruppen, was laut Hallerbach eine ausgezeichnete Perspektive für die Klinik darstellt. Auch das Marienhaus-Klinikum Neuwied-Waldbreitbach konnte alle beantragten Bereiche sichern, einschließlich hochkomplexer spezialisierter Gruppen, was ihre Rolle als Schwerpunktversorger im Norden von Rheinland-Pfalz unterstreicht.
Das Evangelische Klinikum Westerwald sieht ebenfalls positive Entwicklungen für die Standorte Dierdorf und Neuwied, während dem Franziskus-Krankenhaus Linz bestimmte Gruppen nicht zugewiesen wurden, was dort als schmerzliche Zäsur empfunden wird.
Hallerbach hob die Systemrelevanz des Linzer Krankenhauses hervor und betonte die Notwendigkeit einer ausbalancierten Klinikstruktur. Die Inbetriebnahme einer neuen Rettungswache und die Förderung des Evangelischen Klinikums Westerwald mit 15,6 Millionen Euro zur Modernisierung des Operationsbereichs werden als positive Zeichen gewertet.
In Bezug auf die GKV-Reform erinnerte Hallerbach an die Resolution der Landräte Nord, die sechs wesentliche Forderungen umfasst, darunter die Sicherstellung der Finanzierung von Krankenhäusern und die Vermeidung zusätzlicher Belastungen für Kommunen. "Wir appellieren daher dringend an den Deutschen Bundestag, die geplanten Reformen in der Praxis so auszugestalten, dass die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt", betonte Hallerbach. Red
Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion


















