Pressemitteilung vom 29.08.2026 
100 Jahre GSG Neuwied: Ein Blick auf Verantwortung und Zukunft
Die Gemeindliche Siedlungs-Gesellschaft Neuwied mbH (GSG) Neuwied feierte ihr 100-jähriges Bestehen in der Stadthalle Deichherz. Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier standen nicht nur die Erfolge der Vergangenheit, sondern auch die Herausforderungen der Zukunft.
Neuwied. In der neuen Stadthalle Deichherz versammelten sich zahlreiche Gäste, um das 100-jährige Bestehen der kommunalen Baugesellschaft GSG Neuwied zu feiern. Geschäftsführer David Meurer begrüßte die Anwesenden, darunter Oberbürgermeister Jan Einig, Bürgermeister Peter Jung sowie Beigeordneter und GSG‑Aufsichtsratsvorsitzenden Ralf Seemann. Auch ehemalige Geschäftsführer der GSG und Vertreter aus der Wohnungswirtschaft waren anwesend.
Meurer eröffnete die Veranstaltung mit einer persönlichen Geschichte über eine langjährige Mieterin, die über 90 Jahre bei der GSG wohnte und deren Verbindung zur GSG weit über das eines bloßen Mietverhältnisses hinausging. Diese Geschichte verdeutliche, dass es bei der GSG nicht nur um Zahlen und Bilanzen gehe, sondern um Menschen und ihre Heimat.
Talkrunde
In einer anschließenden Talkrunde diskutierte Moderator Martin Schultheiß mit den Gästen über Themen wie Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und die zukünftigen Herausforderungen für Wohnungsgesellschaften. Meurer betonte die Notwendigkeit ausreichender Förderung, um Modernisierungen und Neubauten voranzutreiben. Die GSG investiere bereits in die energetische Qualität der Wohnungen und setze auf Sozialmanagement, um gute Nachbarschaften und flexible Wohnlösungen zu schaffen.
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Vortrag
Professor Dr. Torsten Bölting hielt einen Gastvortrag unter dem Motto "100 Jahre Verantwortung". Er zog Parallelen zwischen der Wohnungsnot von 1926 und den heutigen Herausforderungen. Laut Bölting sind kommunale Handlungsmöglichkeiten entscheidend, um bezahlbares Wohnen zu sichern und soziale Gemeinschaften zu fördern. Trotz staatlicher Förderprogramme bleibe die Wohnkrise bestehen, da steigende Baukosten die Förderungen aufzehren. Daher plädierte er für eine starke lokale Wohnungspolitik, bei der kommunale Wohnungsunternehmen wie die GSG eine zentrale Rolle spielen. (PM/Red)
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