Gewerkschaften in Koblenz: Widerstand gegen Sozialabbau
In Koblenz versammelten sich über 100 Gewerkschaftsmitglieder, um gegen die geplanten Reformen der Bundesregierung zu protestieren. Der Schwerpunkt lag auf den Themen Rente, Gesundheit und Arbeitnehmerrechte.
Koblenz. Mehr als 100 Betriebsräte, Vertrauensleute und aktive Gewerkschaftsmitglieder kamen im August im Haus Horchheimer Höhe in Koblenz zusammen. Eingeladen hatten die IG Metall Koblenz, die IG Metall Neuwied und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Region Koblenz. Ziel der Aktionskonferenz war es, ein deutliches Zeichen gegen die geplanten Reformen der Bundesregierung zu setzen, die als Angriffe auf Rente, Gesundheit, Pflege und Arbeitnehmerrechte wahrgenommen werden.
Als Hauptredner trat Hans-Jürgen Urban auf, gebürtig aus Neuwied und bis Juni 2026 im geschäftsführenden Vorstand der IG Metall für Sozialpolitik tätig. Er warnte vor einer Ära der "Vielfachkrisen" und erklärte den Regierungsplänen ein klares "Nicht mit uns!". Besonders die Rente für langjährig Versicherte, ein wichtiges Anliegen der Gewerkschaften, werde man "mit Zähnen und Klauen verteidigen".
Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, beteiligten sich zahlreiche Aktive an der DGB-Postkarten-Aktion "Rote Karte dem sozialen Kahlschlag". Die gesammelten über 5.000 Postkarten wurden symbolisch an Sebastian Hebeisen vom DGB Koblenz übergeben. Diese sollen nun an die rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten der Regierungskoalition weitergeleitet werden.
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Ali Yener von der IG Metall Koblenz und Markus Eulenbach von der IG Metall Neuwied betonten: "Wer bei Rente, Pflege und Gesundheit kürzt, bekommt es mit uns zu tun. Die Beschäftigten haben heute klargemacht: Diesen Sozialabbau tragen wir nicht mit."
Der Protest soll weitergehen: Am 26. September 2026 planen die Gewerkschaften unter dem Motto "Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente." Einen bundesweiten Aktionstag mit Großdemonstrationen in Städten wie Frankfurt und Saarbrücken. Auch Nicht-Gewerkschaftsmitglieder sind eingeladen, sich zu beteiligen. Für die gemeinsame Busanreise kann man sich beim DGB in Koblenz oder bei der IG Metall melden. Eine zentrale Demonstration für das nördliche Rheinland-Pfalz ist am 24. Oktober in Koblenz geplant. Red
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