Pressemitteilung vom 28.08.2026 
Neuwied baut Ferienangebote für Grundschulkinder aus und startet Befragung
In den Schulferien stehen viele berufstätige Eltern vor organisatorischen Aufgaben. Die Stadt Neuwied erweitert deshalb ihre Betreuungskonzepte für Grundschulkinder über die regulären Schultage hinaus. Eine neue Befragung soll konkrete Bedarfe und Wünsche erfassen.
Neuwied. Die Stadt Neuwied plant eine bedarfsgerechte Erweiterung der Betreuungsangebote für die unterrichtsfreie Zeit. Neben dem Ausbau der Ganztagsangebote an Grundschulen richtet sich der Fokus verstärkt auf die Schulferien. Eltern von Grundschulkindern haben ab sofort die Möglichkeit, ihren tatsächlichen Betreuungsbedarf über eine Online-Befragung mitzuteilen.
Hintergrund ist der gesetzliche Anspruch auf ganztägige Förderung, der ab dem Schuljahr 2026/2027 stufenweise eingeführt wird. Die Regelung beginnt bei den ersten Klassen und schließt die Ferienzeit mit bis zu vier Wochen jährlicher Schließzeit ein. Neuwied bezieht bei den Planungen von Beginn an alle Jahrgangsstufen von Klasse 1 bis 4 ein.
Bürgermeister Peter Jung erklärte, dass die Verwaltung verlässliche Strukturen schaffen wolle, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Dazu gehöre neben dem schulischen Ganztag auch eine verlässliche Ferienbetreuung, in der Kinder gut aufgehoben seien. Es gehe nicht allein um Betreuungsplätze, sondern um abwechslungsreiche Ferienzeiten mit Freude und individueller Förderung.
Zusammenarbeit im Netzwerk und Beteiligung
Als bislang einzige zertifizierte "Kinderfreundliche Kommune" in Rheinland-Pfalz kooperiert die Stadt mit bewährten freien Trägern. In der neu gegründeten "AG Ferienangebote" arbeiten die Katholische Familienbildungsstätte (FBS), die Diakonie, der Kinderschutzbund, der Ambulante Fachdienst (AFH) des HTZ, die AWO und die "Informa gGmbH" mit der Kommune zusammen. Das Gremium tagt monatlich, um Angebote hinsichtlich Chancengleichheit, Teilhabe, Inklusion und Freizeitgestaltung weiterzuentwickeln.
Über die Online-Befragung können Eltern konkrete Zeiträume, Betreuungszeiten und Auswahlkriterien wie inhaltliche Schwerpunkte, Wohnortnähe oder Bring- und Abholzeiten angeben. Die Teilnahme ist bis Ende September online möglich.
Da für die laufenden Betriebskosten der Ferienbetreuung im Rahmen des Ganztagsförderungsgesetzes keine Bundesmittel bereitstehen, bleiben die Angebote kostenpflichtig. Über die Ausgestaltung der Elternbeiträge und tragfähige Finanzierungsmodelle beraten die Beteiligten derzeit, um Qualität, Wirtschaftlichkeit und Teilhabemöglichkeiten sicherzustellen. (PM/KI/Red)
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