Pressemitteilung vom 19.08.2026 
Aktualisiert: Schweres Unwetter trifft Westerwaldkreis - mehr als 100 Einsatzstellen
Ein schweres Unwetter mit Starkregen und Sturmböen hat am 19. August den Westerwaldkreis und weitere Teile des nördlichen Rheinland-Pfalz getroffen. Im Westerwaldkreis waren am späten Abend mehr als 100 Einsatzstellen zu bewältigen, mehrere Gebäude wurden beschädigt und vielerorts fiel der Strom aus.
Westerwaldkreis. Infolge des schweren Unwetters kommt es im Westerwaldkreis zu umfangreichen Einsätzen. Mehr als 100 Einsatzstellen wurden und werden von Feuerwehr und Hilfsorganisationen betreut, die nach Dringlichkeit vorgehen.
Besonders betroffen sind mehrere Verbandsgemeinden im unteren Teil des Kreises. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der Abwehr akuter Gefahren, der Sicherung beschädigter Gebäude und der Unterstützung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Flächendeckende Stromausfälle erschweren zusätzlich die Lage.
Erhebliche Schäden in Höhr-Grenzhausen
In Höhr-Grenzhausen richtete der Sturm erhebliche Schäden an Gebäuden an. Nach Angaben eines dpa-Reporters vor Ort wurden an mindestens zwei Bauwerken Wände herausgerissen. Zudem kam es zu Schäden durch herabstürzende Fassadenteile und umherfliegende Gegenstände. Zahlreiche Bäume stürzten um.
Besonders betroffen ist die Rathausstraße im Stadtteil Höhr. Sie bleibt zwischen der Einmündung Am Grübchen und der Töpferstraße noch mindestens bis Donnerstag komplett gesperrt. Vor der Fassade eines Wohn- und Geschäftshauses hängt eine großflächige Flachdacheindeckung, die abzustürzen droht. An einem gegenüberliegenden Gebäude wurde zudem die Leuchtreklame durch den Sturm aus der Fassade gerissen und droht ebenfalls abzustürzen.
Neben den Feuerwehren aus Höhr-Grenzhausen, Hillscheid und Hilgert waren auch Einsatzkräfte aus Bendorf/Vallendar mit einer knickfähigen Drehleiter sowie zahlreiche weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung vor Ort.
Die Sachschäden an Gebäuden, Grünflächen, Fahrzeugen und Hausrat im Stadtteil Höhr sind erheblich. Verletzt wurde dort durch das Unwetter jedoch niemand.
Auch Bannberscheid wurde von dem Unwetter getroffen. Dort wurden Teile der Fassade der Aubachhalle weggeweht. Zudem fiel in der Gemeinde großflächig der Strom aus.
Stellenanzeigen | WesterwaldJobs
⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken | ⇒ Stellenanzeige schalten
"Feuerwehren und weitere Hilfsorganisationen sind mit umfangreichen Kräften im Einsatz", teilte der Westerwaldkreis am späten Abend mit.
Die Bevölkerung wird dringend gebeten, die betroffenen Gebiete zu meiden und Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten. "Von eigenständigen Aufräumarbeiten an beschädigten Gebäuden oder in der Nähe möglicher Gefahrenstellen wird dringend abgeraten", so ein Sprecher der Einsatzkräfte.
Schäden auch in weiteren Teilen des nördlichen Rheinland-Pfalz
Auch außerhalb des Westerwaldkreises sorgten Starkregen und Sturmböen für zahlreiche Schäden. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Koblenz gab es flächendeckend umgestürzte Bäume und Sturmschäden an Bauwerken.
"Wir sind noch dabei, uns einen Überblick über die Lage zu verschaffen", sagte eine Polizeisprecherin in Montabaur. Das gesamte Ausmaß der Schäden sei noch nicht absehbar.
Im Bereich der Polizeidirektion Mayen wurden zwei Menschen durch einen umstürzenden Baum schwer verletzt. Nähere Angaben lagen zunächst nicht vor. Im Bereich des Polizeipräsidiums Trier wurden ebenfalls mehrere umgestürzte Bäume gemeldet. In Sankt Thomas im Eifelkreis Bitburg-Prüm fiel ein Baum auf eine Straße und die Bahngleise. Dort waren nach Angaben der Polizei keine Verletzten bekannt.
Auf der A61 stürzte zudem ein Lastwagen infolge der Sturmböen um. Der Deutsche Wetterdienst hatte am Abend vor schweren Unwettern insbesondere im Norden von Rheinland-Pfalz gewarnt. Die Warnung wurde später aufgehoben.
Für den Westerwaldkreis lagen am späten Abend keine Angaben zu verletzten Personen vor. Auch das gesamte Schadensausmaß konnte zunächst noch nicht abschließend eingeschätzt werden. PM/dpa/Red
Mehr dazu:
Blaulicht
Feedback: Hinweise an die Redaktion
| Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder): |
|
|


















