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Pressemitteilung vom 12.08.2026    

Dorferneuerung im Kreis Neuwied: Alte Gebäude schaffen neue Perspektiven

Die Kreisverwaltung Neuwied informiert über Fördermöglichkeiten für die Sanierung älterer Gebäude. Ein Beispiel aus Urbach zeigt, wie historische Bausubstanz, neuer Wohnraum, Arbeitsplätze und naturnahe Außenflächen miteinander verbunden werden können.

Der 1. Kreisbeigeordnete und Planungsdezernent Phillip Rasbach und die Dorferneuerungsbeauftragte der Kreisverwaltung, Margit Rödder-Rasbach, informierten sich bei Stefanie (nicht auf dem Foto) und Oliver Stotz über die Umbaumaßnahmen an deren Anwesen. (Foto: Jeanette McKenna-Schmitt / Kreisverwaltung Neuwied)

Kreis Neuwied. Die Kreisverwaltung Neuwied weist auf die Fördermöglichkeiten im Dorferneuerungsprogramm des Landes hin. Unterstützt werden vor allem Baumaßnahmen zur Innenentwicklung. Dazu zählen die Schaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen sowie die Umnutzung und Sanierung älterer Gebäude. Das Programm richtet den Blick damit auf bestehende Gebäude in den Ortskernen. Ziel ist es, ältere Bausubstanz sinnvoll weiterzuentwickeln, lebendige Ortskerne zu erhalten und die Identität der Dörfer zu bewahren.

Förderung für ältere Gebäude
Eine Förderung können Bauherren erhalten, die ein älteres, ortsbildprägendes Gebäude sanieren, umbauen oder neu gestalten möchten. Als Orientierung gilt ein Baujahr um 1960 oder älter. Damit richtet sich das Angebot an Vorhaben, bei denen ältere Gebäude erhalten und zugleich an neue Anforderungen angepasst werden sollen. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Gemeinde ein Dorferneuerungskonzept aufgestellt hat. Mit der Maßnahme darf vor der Antragstellung noch nicht begonnen worden sein.

Die Förderung kann damit eine wichtige finanzielle Hilfe für Bauherren sein, die ein älteres Gebäude erhalten und zugleich zeitgemäß nutzen möchten. Die Kreisverwaltung macht mit dem Beispiel aus Urbach auf diese Möglichkeit aufmerksam und zeigt, dass auch eine umfassende Sanierung den Charakter eines Dorfes bewahren kann.

Beispiel aus dem Ortskern von Urbach
Planungsdezernent Philipp Rasbach besuchte die Familie Stotz in Urbach, um ein Praxisbeispiel für die Wirkung des Programms zu zeigen. Die Familie erwarb vor knapp zwanzig Jahren ein altes Fachwerkensemble im Ortskern. Das Ensemble bestand aus einem Wohnhaus, mehreren Nebengebäuden und einem großen Garten. Die einzelnen Gebäude und die dazugehörigen Außenflächen boten damit die Grundlage für eine umfassende Entwicklung des Anwesens.




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Die Gebäude wurden im Laufe der Jahre vorbildlich saniert und umgestaltet. Dabei wurde auch Unterstützung aus dem Dorferneuerungsprogramm genutzt. Ein Nebengebäude wandelte die Familie in einen Büroraum um. So entstand neben der Aufwertung der historischen Bausubstanz auch eine neue beruflich nutzbare Fläche. Die Immobilie bereichert den alten Ortskern von Urbach und wertet ihn deutlich auf.

Naturnahe Gestaltung des Gartens
Auf dem Anwesen entstand eine sorgfältig gestaltete Gartenanlage. Bäume, Sträucher und artenreiche Stauden prägen die Außenflächen. Ein naturnaher Teich ergänzt die Gartengestaltung und fügt sich in das Umfeld des Fachwerkensembles ein.

Begrünte Flächen verbessern nach Einschätzung von Rasbach das Kleinklima und die Lebensqualität in den Dörfern. Deshalb sei es gerade angesichts des zunehmenden Klimawandels wichtig, standortgerechte Bepflanzungen im Umfeld von Gebäuden zu erhalten oder neu anzulegen. Die Gestaltung des Gartens zeigt, wie Gebäude und begrünte Flächen gemeinsam zur Qualität eines Ortskerns beitragen können.

Informationen zur Antragstellung
Die hohe Nachfrage nach Fördermitteln bestätigt nach Einschätzung des Ersten Kreisbeigeordneten den anhaltenden Trend zur Umnutzung von Altimmobilien. Das Programm leiste einen wichtigen Beitrag zum Erhalt lebendiger Ortskerne und zur Bewahrung der dörflichen Identität.

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten und eine kostenlose Antragsberatung bietet die Kreisverwaltung Neuwied auf ihrer Homepage. Die Hinweise stehen im Bereich Bürgerservice, Dienstleistungen von A-Z, unter der Rubrik Dorferneuerung-Private - Fördermöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger. (PM/bearbeitet durch Red)


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