Pressemitteilung vom 04.08.2026 
Gefährliche Energiespeicher: Lithiumbatterien im Hausmüll
Lithiumbatterien und -akkus sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch ihre unsachgemäße Entsorgung birgt erhebliche Risiken. Was passiert, wenn sie im Hausmüll landen, und wie können Bürger richtig handeln?
Kreis Neuwied. Die moderne Gesellschaft ist stark von elektrischen Geräten abhängig, die häufig mit Lithiumbatterien oder -akkus betrieben werden. Diese Energiespeicher zeichnen sich durch hohe Energiedichte und lange Lebensdauer aus. Werden sie jedoch falsch entsorgt, etwa im Hausmüll, können sie zur Gefahr werden.
Brandrisiko durch falsche Entsorgung
Lithiumbatterien und -akkus sind selbstentzündend, insbesondere wenn sie mechanischem Druck oder Feuchtigkeit ausgesetzt sind. In Deutschland kommt es täglich zu bis zu 30 Bränden, die durch solche Batterien verursacht werden. Diese Feuer sind schwer zu löschen und können erhebliche Schäden verursachen, die sowohl Menschen als auch die Umwelt gefährden.
Die versteckte Gefahr im Alltag
Viele Menschen bringen klassische Gerätebatterien ordnungsgemäß zu Sammelstellen. Doch oft werden Geräte wie Blinkeschuhe, singende Geburtstagskarten oder E-Zigaretten fälschlicherweise im Restmüll entsorgt, obwohl sie Lithiumionenbatterien enthalten. Diese können nicht nur brennen, sondern auch giftige Schwermetalle freisetzen.
Richtige Entsorgung von Batterien und Akkus
Alle Arten von Lithiumionenspeichern dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden. Elektrogeräte mit fest verbauten Akkus können kostenlos bei Verkaufsstellen abgegeben werden, sofern diese ähnliche Produkte führen. Der Rücknahmefinder von Plan E hilft dabei, geeignete Abgabestellen zu finden. Wertstoffhöfe nehmen ebenfalls Elektroaltgeräte an. Autobatterien sollten beim Hersteller zurückgegeben werden, während Industriebatterien direkt an den Hersteller oder Vertreiber zurückzuführen sind.
Recycling und Umweltschutz
Im Recyclingprozess alter Batterien werden wertvolle Materialien wie Lithium, Kobalt und Nickel zurückgewonnen. Dies reduziert den Bedarf an neuen Rohstoffen und schont die Umwelt. Weitere Informationen bietet die Abfallberatung oder das Abfall-ABC unter abfall-nr.de. (PM/KI/Red)
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