Neuwied: Wasser sparen und Sicherheit - wie passt es zusammen?
Von Wolfgang Tischler
Märkte in Neuwied werden schon seit Längerem mit wassergefüllten Big-Packs abgesichert. Die sogenannten IBC-Behälter haben ein Fassungsvermögen von 1000 Litern. Die Behälter werden vor dem Markt gefüllt und anschließend wieder entleert. Danach können die Behälter gefaltet und sehr platzsparend bis zur nächsten Veranstaltung aufbewahrt werden.
Neuwied. Dieses Vorgehen ist eine kostengünstige Lösung, die Sicherheit bietet und den Stadtsäckel wenig belastet. Alle anderen Möglichkeiten wie technische Durchfahrtssperren oder Betonklötze sind deutlich teurer.
Zertifizierte mobile Fahrzeugsperren liegen in der Anschaffung im fünfstelligen Bereich pro Stück. Zertifizierte Beton-Poller liegen im mittleren vierstelligen Bereich. Beide Systeme erfordern erhebliche Lagerkapazitäten und haben hohe Transport- und Aufbaukosten. Insofern sind die Behälter die absolut sparsamste Lösung für den Steuerzahler.
In Neuwied gibt es mittlerweile viele Stimmen, die sich im Hinblick auf die hohen Temperaturen und die vielen Appelle zum Wassersparen Gedanken machen. Öffentlich wurde das Thema am Deichstadtfest in der Speakers Corner von Karola Kister angesprochen. Sie erhielt für die Idee, das Wasser zum Gießen der Pflanzen zu verwenden, anstatt es weglaufen zu lassen, viel Beifall. Nach dem Französischen Markt war es nun wieder ein Thema. Unsere Redaktion erreichten zwei Schreiben und mehrere Anrufe, dass wir uns des Themas annehmen möchten. Wir haben beim Pressesprecher der Stadt Neuwied nachgefragt.
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Es wurde bestätigt, dass die Füllmenge der Behälter von rund 850 Litern in die Kanalisation abgelassen wird. Die Stadt war jedoch in diesem Thema bereits aktiv. Pressesprecher Steffenfauseweh erklärt hierzu: „Wir halten bereits seit Längerem nach einer Anschlussnutzung Ausschau. Bislang mangelte es bei potenziellen Abnehmern daran, dass es keine Vorrichtungen gab, die Wassermenge abzupumpen. Wir sind nunmehr im Austausch mit einer Firma, die auch in Teilen für die Bewässerung öffentlichen Grüns beauftragt ist. Diese verfügen über eine entsprechende Abpumptechnik und sie wollen das Wasser hierfür nutzen. Parallel fragen wir gerade weitere Firmen, welche öffentliches Grün im Auftrag bewässern, ab, ob ebenfalls Interesse besteht, um kein Wasser ungenutzt zu lassen.“
woti
Lokales: Neuwied & Umgebung
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