Pressemitteilung vom 28.07.2026 
Fünf Jahre ReThink e.V. Neuwied: Ein Jubiläum unter schwierigen Vorzeichen
Der Neuwieder Verein, der sich die Umsetzung nachhaltiger und gemeinnütziger Projekte auf lokaler Ebene zum Ziel gesetzt hat, feiert sein fünfjähriges Vereinsjubiläum. Doch gleichzeitig wurden die Feierlichkeiten überschattet, der Verein bangt wegen wegfallender Fördermittel um sein Bestehen.
Neuwied. Am Sonntag (26. Juli 2026) waren die erst kürzlich renovierten und bezogenen Vereinsräume von ReThink in Heimbach-Weis gut gefüllt, als sich 25 Mitglieder trafen, um gemeinsam zu feiern und zeitgleich die aktuelle Situation und die Zukunft des Vereins zu besprechen. Denn das Jubiläum stand unter einem schlechten Stern, da der bisherige Hauptfördergeber, die Postcode Lotterie, einem Antrag auf Folgeförderung nicht entsprochen hat, womit der Fortbestand der Angebote gefährdet ist.
Dementsprechend gedrückt war die Stimmung im Raum, als der Vorstand die Mitglieder über die finanzielle Lage informierte und vorrechnete, dass die finanziellen Rücklagen in einigen Monaten aufgebraucht sein dürften. Der Verein unterhält mittlerweile zwei feste Einrichtungen, für welche marktübliche Mieten gezahlt werden: Der Tauschladen in der Neuwieder Innenstadt (Engerser Straße 5) bietet allen Bürgern die Möglichkeit, gebrauchte Gegenstände weiterzugeben und andere Gegenstände des täglichen Bedarfs kostenlos zu erhalten. In den Vereins- und Projekträumen in Heimbach-Weis (Hauptstraße 29) hingegen bietet man die Möglichkeit, kostenlos an kreativen und praktischen Workshops zu den Themen Nachhaltigkeit, Gartenbau, DIY und vielem mehr teilzunehmen. Hinzu kommen Leihmöglichkeiten, eine Gemeinschaftswerkstatt und eine ganze Reihe regelmäßiger Angebote: Repair Cafés, Stricktreff, "Open House" Events und Spieleabende für ungezwungenen Austausch, eine kostenlose IT-Sprechstunde und Hacker- und Makerspaces für Bastler und Tüftler. Ein öffentlicher Büchertauschschrank, den ReThink betreut und pflegt, wird ebenfalls rege genutzt, und der jährliche Hof- und Gartenflohmarkt ist mittlerweile eine feste Institution geworden. Außerdem arbeitet eine aktive Gruppe an Aufbau und Pflege des Neuwieder Klimagartens in Oberbieber (Hochstraße 68), der bereits überregionale Bekanntheit erlangt hat. So wurden einzelne Vereinsprojekte auch bereits mit dem SWN Ehrenamtspreis und dem Preis des "Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0" des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
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Um diese Angebote allen Interessierten zugänglich zu machen, sind diese in der Regel kostenfrei. Dem Verein entstehen dafür durch Mieten, Materialien und mehr monatliche Kosten von knapp 2.000 Euro, die bisher durch eine Kombination aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Fördergeldern getragen wurden. Da es sich bei ReThink um eine unabhängige Initiative engagierter Bürger ohne finanzstarke Institution im Rücken handelt, hofft das Team nun auf ebendiesen Rückhalt aus der Neuwieder Gesellschaft.
Verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten
Damit der Verein seine Arbeit und Angebote fortführen und so einen Beitrag zu positivem sozialem und ökologischem Wandel leisten kann, ruft er deshalb zur Unterstützung auf - die durchaus unterschiedlich aussehen kann: Privatpersonen können durch eine Mitgliedschaft einen finanziellen Beitrag leisten, oder sich ehrenamtlich einbringen. Unternehmen sind eingeladen, mit ReThink über eine Förderpatenschaft oder ein Sponsoring ins Gespräch zu kommen. Spenden nimmt der Verein unter der IBAN DE14 5745 0120 0030 5063 49 an. Diese sind steuerlich absetzbar, da es sich bei ReThink um einen anerkannt gemeinnützigen Verein handelt. Ebenfalls lädt ReThink die Lokalpolitik zum Gespräch, um für kommunale Unterstützung zu werben.
Wer den Verein zunächst kennenlernen möchte, ist bei jedem Termin willkommen. Alle Termine und Informationen sind auf der Website zu finden. ReThink ist außerdem am 26. September 2026 beim Nachhaltigkeitsmarkt im Goethe Atrium in Bendorf mit einem Stand vertreten.
So schaut der Verein trotz aller Umstände zuversichtlich in die Zukunft. Fünf Jahre lang haben Neuwieder Bürger diesen Ort mit Leben gefüllt. Ob es weitergeht, entscheidet sich nun ebenfalls in Neuwied. "Denn eines ist sicher", meint Vorstandsmitglied Andreas Barth, "Aufgeben ist keine Option!" (PM)
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