CDU Rheinland-Pfalz in Aufruhr: Kritik an Merz' Umgang mit Verkehrsminister
Die geplante Kabinettsumbildung sorgt für Unruhe innerhalb der CDU, insbesondere in Rheinland-Pfalz. Bundeskanzler Friedrich Merz steht wegen seines Vorgehens bei der Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder in der Kritik.
Mainz. Der rheinland-pfälzische CDU-Landtagsabgeordnete Michael Ludwig hat scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz geübt. "Der Umgang des Kanzlers mit Minister Schnieder ist ein kommunikatives Desaster", sagte Ludwig dem "Tagesspiegel". Die Stimmung in der CDU Rheinland-Pfalz sei "weit unter null".
Patrick Schnieder, der im Wahlkreis von Ludwig lebt, wurde von Merz informiert, dass er als Verkehrsminister entlassen werden soll. Dies teilte Schnieder einigen Bundestagsabgeordneten bereits per SMS mit. Doch die Situation bleibt unklar, da der ursprünglich vorgesehene Nachfolger, CDU-Finanzexperte Fritz Güntzler, abgesagt hat. Innerhalb der Union wächst der Unmut über die schwierige Kabinettsumbildung.
Rücktritt Spahns löste die Kabinettsumbildung aus
Schon zuvor hatte das Thema Jens Spahn für "Riesenärger" gesorgt, so Ludwig weiter. Spahn trat kürzlich als Unionsfraktionschef zurück, nachdem er und sein Ehemann Daniel Funke öffentlich gemacht hatten, dass sie in den USA mithilfe einer Leihmutter Eltern geworden seien – eine Praxis, die in Deutschland verboten ist. Ludwigs Kommentar zur aktuellen Lage: "Wir sind froh, dass wir unsere Landtagswahl hinter uns haben." Diese fand im März statt, kurz bevor Gordon Schnieder, der Bruder des Verkehrsministers, zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. (dpa/bearbeitet durch Red)
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