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Pressemitteilung vom 24.07.2026    

Herausfordernde Ernte 2026: Landwirte in Rheinland-Pfalz unter Druck

Die Ernte 2026 in Rheinland-Pfalz steht unter keinem guten Stern. Hitze und Trockenheit haben die Erwartungen der Landwirte enttäuscht, während wirtschaftliche Belastungen zunehmen. Die Präsidenten zweier großer Bauern- und Winzerverbände äußerten sich besorgt über die Situation.

Symbolbild. (Quelle: Pixabay)

Rheinland-Pfalz. Die diesjährige Ernte in Rheinland-Pfalz erweist sich als schwierig. Bei einer Pressekonferenz im Landhandelsunternehmen Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel in Badem machten Marco Weber, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, und Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, die Herausforderungen deutlich. Über 50 Gäste aus Politik, Landwirtschaft und Medien nahmen an der Veranstaltung teil.

Die ungewöhnlich trockene und heiße Witterung der letzten Wochen hat vor allem den Winterweizen und Raps stark beeinträchtigt. Trotz vereinzelter Gewitterschauer bleibt die Ernte insgesamt unbefriedigend. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschärfen die Lage zusätzlich: Niedrige Erzeugerpreise stehen gestiegenen Kosten für Treibstoff, Dünger und Löhne gegenüber.

Das Frühjahr 2026 war mit durchschnittlich 10,8 Grad Celsius etwa 2,7 Grad wärmer als üblich, und seit Februar blieb der Niederschlag unter dem Durchschnitt. Dies führte zu einer beschleunigten Abreife und einer kompakten Ernte, die regional die Erfassung erschwerte.

Roggen wird bei Preisen um 150 Euro je Tonne zunehmend zum Nischenprodukt, während Triticale verstärkt als Ganzpflanzensilage oder für Biogasanlagen genutzt wird. Auch der Mais zeigt regionale Unterschiede in seiner Entwicklung. In Teilen der Eifel, des Westerwaldes und der Südpfalz profitierten die Bestände von Gewitterschauern, während in anderen Gebieten deutliche Trockenschäden sichtbar sind. "Der Mais steht zurzeit außerordentlich schlecht", so Weber. "Wenn es nicht bald regnet, müssen sich die Betriebe auch noch Sorgen über die Futtergrundlage ihrer Betriebe machen."



Kartoffeln sind ebenfalls betroffen. Auf bewässerbaren Flächen waren die Bedingungen zuletzt günstig, doch nicht bewässerte Bestände zeigen teils deutliche Einbußen. Frühkartoffeln erreichen überwiegend 25 bis 35 Tonnen je Hektar, während trockengeschädigte Flächen darunter liegen. Zudem verschärft starker Drahtwurmbefall regional die Situation.

Die Präsidenten beider Verbände betonten, dass die landwirtschaftlichen Betriebe dringend Unterstützung benötigen. Die Betriebsmittel- und Lohnkosten sind stark gestiegen, während die Erzeugerpreise teilweise auf dem Niveau von 2020 liegen. Faire Wettbewerbsbedingungen und verlässliche politische Rahmenbedingungen seien notwendig, um die heimischen Betriebe zu stärken. (PM/Red)


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