Pressemitteilung vom 19.07.2026 
Neue Kunstinstallation "The Commons" auf Insel Grafenwerth eröffnet
Der Umweltskulpturenpark auf der Insel Grafenwerth in Bad Honnef ist um ein siebtes Kunstwerk erweitert worden. Die Kummer-Vanotti-Stiftung aus Rheinbreitbach stellte am 19. Juli 2026 die Textskulptur "The Commons" von Gretta Louw vor. Das Werk verbindet die Themen Natur, Mensch, Klimaschutz und gemeinsame Verantwortung.
Bad Honnef/Rheinbreitbach. Der Umweltskulpturenpark auf der Insel Grafenwerth in Bad Honnef ist um ein weiteres Kunstwerk gewachsen. Am 19. Juli wurde die Arbeit "The Commons" der multinationalen Künstlerin und Autorin Gretta Louw eingeweiht und gewürdigt. Mit der neuen Installation umfasst der Park nun sieben Kunstwerke.
Die minimalistische Textskulptur trägt den Satz "WE BREATHE IN WHEN PLANTS BREATHE OUT", auf Deutsch: "Wir atmen ein, wenn Pflanzen ausatmen". Das Kunstwerk besteht aus pulverbeschichtetem Stahl. Es greift die ökologische Wechselwirkung zwischen Pflanzen und Menschen auf, die als Grundlage allen Lebens beschrieben wird.
Kunstwerk aus einem Projekt von 2020
Die Arbeit "The Commons" entstand aus einem Projekt, das 2020 in München begonnen wurde. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gesellschaften entstehen und welche Bedeutung gemeinsame Räume für kulturelle Werte, ökologisches Bewusstsein und die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften haben.
Dabei geht es sowohl um physische als auch um ideelle Räume. Die Skulptur verweist auf die Verbindung von Natur und Menschen. Sie macht sichtbar, dass menschliches Leben und Pflanzenwelt voneinander abhängig sind. Das Werk behandelt damit ein Thema, das zugleich den Klimaschutz und den Umgang mit natürlichen Lebensgrundlagen berührt.
Die Kummer-Vanotti-Stiftung übergab das Kunstwerk in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus dem öffentlichen Leben. Bürgermeister Philipp Herzog nahm an der Veranstaltung teil. Er ist Mitglied der unabhängigen Jury des Umweltskulpturenparks und würdigte das Engagement der Stiftung für die Stadt Bad Honnef.
Der Bürgermeister betonte, dass "The Commons" den Park bereichere und ein aktuelles Klimaschutzthema aufgreife. Die Arbeit sei für die gesamte Bevölkerung kostenfrei zu besichtigen. Die Insel Grafenwerth biete einen attraktiven Ort, um auf Herausforderungen der Gegenwart aufmerksam zu machen.
Kunst im öffentlichen Raum
Der Umweltskulpturenpark wurde im Juni 2022 auf der Insel Grafenwerth eröffnet. Seitdem interessieren sich zahlreiche Besucher für die Ausstellung im öffentlichen Raum. Die Werke befinden sich nicht in einem geschlossenen Museum, sondern sind auf der Insel für Besucher zugänglich.
Der Park entwickelt sich kontinuierlich weiter. Bisher wurden Arbeiten von Antye Günter, Silvia Noronha, Achim Mohne, Laura Sacher, Markus Jeschaunig und Birgitta Weimer gezeigt. Mit Gretta Louw kommt nun eine siebte Künstlerin hinzu.
Der Umweltskulpturenpark verfolgt das Ziel, zur Diskussion über die Verantwortung des Menschen für den Planeten Erde anzuregen. Die einzelnen Arbeiten greifen unterschiedliche Fragen des Verhältnisses von Umwelt, Gesellschaft und menschlichem Handeln auf. Auch die neue Textskulptur beschäftigt sich mit diesem Themenfeld.
Auswahl durch eine Fachjury
Die Auswahl der Kunstwerke erfolgt durch eine hochrangig besetzte Fachjury. Vorsitzender ist Dr. Sebastian Baden, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt. Weitere Mitglieder sind Dr. Camilla Bausch, ehemalige Direktorin des Ecologic-Instituts in Berlin, Andra Lauffs-Wegner, Kunstsammlerin und Eigentümerin von KAT_A, Dr. Julia Wallner, Direktorin des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, der Künstler und Wissenschaftler Jesse Magee, Sascha Müller-Kraenner als Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe sowie Otto Neuhoff, ehemaliger Bürgermeister von Bad Honnef.
Ein Nominierungsgremium schlägt Künstler für den Wettbewerb vor. Zu diesem Gremium gehört unter anderem die Direktorin des Guggenheim in Abu Dhabi. Aus insgesamt zehn vorgeschlagenen Künstlern wählt die Jury die besten Wettbewerbsbeiträge aus.
Sebastian Baden würdigte das Projekt von Gretta Louw als konzeptuelle Arbeit, deren Form und Text die Besucher auf die Bedeutung des Miteinanders von Natur und Menschen aufmerksam machten. Die Skulptur verbindet dabei eine klare Gestaltung mit einer inhaltlichen Aussage über ökologische Zusammenhänge.
Werdegang von Gretta Louw
Gretta Louw ist eine multinationale Künstlerin und Autorin. In ihrer Arbeit untersucht sie Spannungen zwischen Sinnlichkeit und Effizienz sowie zwischen Handwerk und Automatisierung. Dabei beschäftigt sie sich mit den verflochtenen Beziehungen zwischen Kultur, Natur und Technologie.
Die Künstlerin beschreibt diese Themen auch als Verhältnis zwischen Technosphäre und Biosphäre. Gemeint sind damit die von Menschen geschaffene technische Welt und die natürliche Lebenswelt. Ihre Werke setzen sich mit den Verbindungen und Spannungen auseinander, die in diesem Zusammenspiel entstehen.
Louw schloss 2002 ihr Studium an der University of Western Australia ab. Danach lebte sie in Japan und Neuseeland, bevor sie 2007 nach Deutschland zog. Ihre Arbeiten wurden vielfach in öffentlichen Institutionen und Galerien ausgestellt.
Zudem realisierte Gretta Louw mehrere öffentliche Kunstwerke im Auftrag. Sie erhielt verschiedene Preise und Stipendien. Dazu gehören das Projektstipendium Junge Kunst / Neue Medien der Stadt München 2025 sowie ein Stipendium der Kulturstiftung des Bundes aus dem Jahr 2022.
Mit "The Commons" hat der Umweltskulpturenpark auf der Insel Grafenwerth ein weiteres Werk erhalten, das Kunst, Natur und gesellschaftliche Fragen miteinander verbindet. Die neue Installation ergänzt die bisherigen Arbeiten und erweitert die Ausstellung um eine Textskulptur, die auf die Abhängigkeit von Menschen und Pflanzen hinweist. (PM/bearbeitet durch Red)
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