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Pressemitteilung vom 19.07.2026    

Sieben neue Stolpersteine erinnern in Rheinbrohl

In Rheinbrohl sind sieben weitere Stolpersteine verlegt worden. Sie erinnern an jüdische Bürger, die während der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Die neuen Gedenkorte liegen in der Wilhelm- und Hauptstraße.

(Fotos: Andreas Kossmann)

Rheinbrohl. Sieben weitere Stolpersteine erinnern in Rheinbrohl an jüdische Bürger, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Bürgermeister Oliver Labonde begleitete die Verlegung durch Frank-Matthias Mann, Assistent im Stolperstein-Team von Gunter Demnig.

Die neuen Gedenkorte befinden sich in der Wilhelmstraße und in der Hauptstraße. Sie ergänzen vier Stolpersteine, die bereits seit mehr als 25 Jahren in der oberen Kirchstraße liegen. Diese erinnern an Albert und Rosa Baer sowie Moritz und Katharina Baer.

Erinnerung in der Wilhelmstraße
In der Wilhelmstraße erinnern zwei neue Stolpersteine an Josef Jonas und Bertha Jonas geb. Jakob. Josef Jonas wurde 1876 geboren, 1942 deportiert und ermordet. Bertha Jonas geb. Jakob wurde 1886 geboren, während der NS-Zeit gedemütigt und entrechtet. Sie starb am 6. Dez. 1941.

Mit den Steinen wird an die persönlichen Schicksale von Menschen erinnert, die früher in Rheinbrohl lebten. Die Verlegung macht ihre Namen und ihre Geschichte im öffentlichen Raum sichtbar.

Weitere Steine in der Hauptstraße
In der Hauptstraße wurden fünf Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an Hermann Wolff, Mathilde Wolff geb. Steinberg, Leo Wolff, Hertha Wolff geb. Abraham und Paula Wolff geb. Sommer.



Hermann Wolff wurde 1890 geboren. Er befand sich 1938 in "Schutzhaft", war im KZ Dachau inhaftiert, wurde 1942 deportiert und ermordet. Mathilde geb. Steinberg wurde 1896 geboren, 1942 deportiert und ermordet.

Leo Wolff wurde 1889 geboren, 1942 deportiert und ermordet. Hertha Wolff geb. Abraham, geboren 1907, wurde ebenfalls 1942 deportiert und ermordet. Paula Wolff geb. Sommer wurde 1891 geboren und ermordet.

Lokale Geschichte weiter aufarbeiten
Die Verlegung der Stolpersteine ist ein weiterer Schritt bei der Aufarbeitung der Rheinbrohler Ortsgeschichte. Frank-Matthias Mann betonte die Bedeutung von Zeitzeugen und Angehörigen, solange Gespräche mit ihnen noch möglich sind.

Persönliche Erinnerungen, Dokumente und Erzählungen können wichtige Quellen für die historische Forschung sein. Sie helfen dabei, die Lebenswege der Menschen zu rekonstruieren, an die die Stolpersteine erinnern. Die neuen Gedenkorte bewahren ihre Namen und Schicksale dauerhaft im Ortsbild. (PM/bearbeitet durch Red)


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