RKI-Bericht: Hitzetote in Rheinland-Pfalz nehmen dramatisch zu
Die Auswirkungen der Hitze auf die Gesundheit sind in diesem Jahr besonders gravierend. In Rheinland-Pfalz zeigt sich ein deutlicher Anstieg hitzebedingter Todesfälle, wie aktuelle Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) belegen.
Mainz. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Rheinland-Pfalz bis Ende Juni 560 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Diese Zahl ist mehr als doppelt so hoch wie im gesamten Vorjahr, als das RKI von etwa 270 hitzebedingten Todesfällen ausging. Damit liegt die Sterblichkeitsrate bei 13,6 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, während sie im vergangenen Jahr bei 6,5 lag. Der bisherige Höchstwert der letzten zehn Jahre wurde 2022 mit geschätzten 12,5 Fällen erreicht.
Diese Schätzung basiert auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Deutschen Wetterdienstes. Die Spannbreite der Schätzungen für dieses Jahr liegt zwischen 350 und 780 Todesfällen, was die Unsicherheiten in der Berechnung unterstreicht. Deutschlandweit starben nach diesen Schätzungen bis Ende Juni 5.120 Menschen aufgrund der Hitze.
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Besonders auffällig war die Hitzewelle Ende Juni, die auch Rheinland-Pfalz erfasste. In der Woche vom 22. bis 28. Juni lagen die Durchschnittstemperaturen bei 26,4 Grad, was deutlich über der Schwelle liegt, ab der ein merklicher Anstieg der Sterblichkeit erwartet wird. In dieser Zeit wurden in Rheinland-Pfalz Temperaturen von über 41 Grad gemessen, was zu einem signifikanten Anstieg der hitzebedingten Sterblichkeitswerte führte. Laut RKI treten in Wochen mit mittleren Temperaturen über 20 Grad in der Regel höhere Sterblichkeitsraten auf als in kühleren Perioden. (dpa/bearbeitet durch Red)
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