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Pressemitteilung vom 08.07.2026    

Neue Hoffnung auf der Löwenanlage im Zoo Neuwied

Auf der Löwenanlage des Zoo Neuwied ist wieder Leben eingekehrt: Mit Löwin "Swana" beginnt im Zoo Neuwied ein neues Kapitel.

Die junge Löwin muss sich zunächst einleben. (Foto: Ben Ulrich)

Neuwied. Ende Juni ist die junge Löwin "Swana" in den größten Zoo von Rheinland-Pfalz eingezogen. Die im November 2020 im Thoiry Zoo Safari in Frankreich geborene Katze soll nach ihrer Eingewöhnung künftig gemeinsam mit dem elfjährigen Löwenkater "Julius" die Löwenanlage bewohnen.

"Swana ist eine eher zierliche Löwin und noch etwas vorsichtig. Das ist nach einem solchen Umzug aber ganz normal", erklärt Petra Becker, Revierleiterin des Katzenreviers. "Sie gewöhnt sich Schritt für Schritt an ihre neue Umgebung und macht dabei bereits gute Fortschritte."

In den kommenden Wochen wird die Löwin zunächst nach und nach ihre neue Anlage erkunden. Gleichzeitig üben die Tierpfleger mit ihr wichtige Abläufe im Alltag. Dazu gehören das Umsperren auf Kommando sowie medizinisches Training, das spätere tierärztliche Untersuchungen erleichtert. Erst wenn "Swana" sich gut eingelebt hat und zuverlässig mitarbeitet, steht der nächste Schritt an: das Kennenlernen von Löwenkater "Julius". Zunächst können sich die beiden lediglich durch die Gitter der Innenboxen sehen, hören und riechen.

"Eine Zusammenführung lässt sich nicht planen oder erzwingen", erläutert Petra Becker. "Sie hängt davon ab, wie schnell Swana Vertrauen fasst und wie die beiden Löwen aufeinander reagieren. Erst wenn beide Tiere am Gitter Interesse aneinander zeigen, werden wir sie gemeinsam auf die Anlage lassen."



Für Löwenkater "Julius", der erst seit Januar dieses Jahres im Zoo Neuwied lebt, ist dies der zweite Versuch, eine Partnerin kennenzulernen. Eigentlich war eine Vergesellschaftung mit Löwin "Zari" geplant. Diese musste jedoch aufgrund eines Lungenkarzinoms eingeschläfert werden, bevor es zur Zusammenführung kommen konnte.

Die im Zoo Neuwied gehaltenen Löwen gehören zur Gruppe der sogenannten Nördlichen Löwen. Zu ihnen zählen auch die früher als Berberlöwen bezeichneten Tiere, deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet im Atlasgebirge Nordafrikas lag. Diese Löwen gelten im natürlichen Lebensraum seit vielen Jahrzehnten als ausgestorben. Umso wichtiger ist die koordinierte Erhaltungszucht in zoologischen Einrichtungen: Sie trägt dazu bei, diese seltene genetische Linie langfristig zu erhalten und mehr über ihre Biologie und ihr Verhalten zu erfahren.

Bis "Swana" und "Julius" tatsächlich ein Paar werden, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Zunächst steht für die junge Löwin das Einleben im Vordergrund – alles Weitere geben die Tiere selbst vor. (PM)


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