Pressemitteilung vom 08.07.2026 
Fahrspur und Gehweg sind keine Parkplätze
Ordnungsamt kündigt verstärkte Kontrollen in der Innenstadt an. Konsequentes Vorgehen gegen Warnblinker in zweiter Reihe und mehr Geschwindigkeitskontrollen in der City.
Neuwied. Mal eben einen Döner kaufen? Kurz die Pizza abholen? Schnell noch den Wettschein abgeben oder bei der Bank Geld ziehen? Also Warnblinker an und rechts in zweiter Reihe stehengeblieben oder gleich auf dem Geh- oder Radweg geparkt? Das ist in der Markt- und der Schloßstraße kein seltenes Bild - und es nervt viele andere Verkehrsteilnehmer.
Denn was manche als Kleinigkeit ansehen, bringt täglich den Verkehr ins Stocken. Auto- und Fahrradfahrer müssen ausscheren, Busse kommen kaum vorbei, Rückstaus sind die Folge. Damit soll Schluss sein. Die Stadt Neuwied wird daher die Kontrollen in der Innenstadt deutlich verstärken. Wer verbotswidrig hält oder parkt, muss künftig noch viel häufiger mit einem Bußgeld rechnen. Der vermeintlich schnelle Imbiss kann so schnell 70 Euro teurer werden. "Wir wollen niemanden schikanieren. Aber Regeln gelten für alle. Gerade in der Innenstadt sorgen die Falschparker immer wieder für Behinderungen und gefährliche Situationen. Deshalb werden wir dort künftig einen Kontroll-Schwerpunkt setzen", kündigen Beigeordneter Ralf Seemann und Ordnungsabteilungsleiter Björn Siering an.
Im Mittelpunkt stehen die Marktstraße und die Schloßstraße. Kontrolliert werden sowohl der ruhende, als auch der fließende Verkehr. Ziel ist es, den Verkehrsfluss zu verbessern, die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und die geltenden Regeln konsequent durchzusetzen.
Besonders in der Marktstraße stellen Autofahrer ihre Fahrzeuge immer wieder mit eingeschaltetem Warnblinker auf der rechten Fahrspur ab, um "nur schnell" etwas zu erledigen. Der Warnblinker ändert jedoch nichts daran, dass das Halten oder Parken dort verboten ist. Vor allem in den Abendstunden wird dort außerdem häufig zu schnell gefahren. Die Blitzerteams der Stadt werden deshalb dort noch häufiger stehen.
Konsequent kontrolliert wird auch vor dem Schloss. Zwar war die neue Pflasterung anfangs vielleicht ein wenig irreführend, doch die Beschilderung ist eindeutig und spätestens seit der Umstellung der Blumenkübel gibt es für Falschparker keine Ausreden mehr.
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Dass es die Stadt mit dieser Ankündigung ernst meint, haben die ersten Schwerpunktkontrollen bereits gezeigt. An den vergangenen beiden Freitagen war das Ordnungsamt auch in den Abendstunden jeweils mit "großer Mannschaft" unterwegs.
Bei der ersten Schwerpunktkontrolle sprachen die Mitarbeiter 23 Verwarnungen wegen Verstößen im ruhenden Verkehr aus. Zwei Verstöße führten zu einem Punkt in Flensburg, ein Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Zusätzlich wurden 14 Autofahrer in der Schloßstraße geblitzt. Der höchste gemessene Wert lag bei 63 km/h in einer Tempo-30-Zone. Hier winkt ein saftiges Bußgeld.
Die zweite Großkontrolle widmete sich dem ruhenden Verkehr – neben den hochfrequentierten Innenstadtbereichen kontrollierten die Ordnungsamts-Streifen auch Räume in anderen Ortsteilen. Insgesamt sprachen sie 33 schriftliche Verwarnungen aus, davon 16 im Stadtgebiet und 17 außerhalb. Beachtlich, da aufgrund der hohen Temperaturen von um die 38 Grad viele Menschen den Schatten ihres Zuhauses vorzogen. Die fünf Falschparker, die am späten Abend im verkehrsberuhigten Bereich am Schloss dokumentiert wurden, erhalten zudem entsprechende Post.
Aber nicht nur Falschparker stehen im Fokus. Ein weiteres Ärgernis sind E-Scooter, die durch die Fußgängerzone oder über Gehwege fahren. Die Polizei, die für die Ahndung dieser Verstöße zuständig ist, hat vor zwei Wochen gemeinsam mit Kollegen des Ordnungsamtes in der Mittelstraße Präsenz gezeigt. Als Folge wurden insgesamt 31 Verwarnungs- und Bußgeldverfahren gegen Sccooter- und Fahrradfahrer eingeleitet. Diese Zusammenarbeit soll künftig regelmäßig fortgesetzt werden.
"Die ersten Kontrollen zeigen, dass wir den richtigen Schwerpunkt gesetzt haben. Deshalb werden wir diesen Weg konsequent fortsetzen. Wer sich an die Regeln hält, hat nichts zu befürchten. Wer dagegen meint, zu rasen oder die Fahrbahn als Parkplatz nutzen zu können, muss künftig häufiger mit einem Knöllchen rechnen", betont Ralf Seemann und kündigt weitere Schwerpunktkontrollen an. (PM)
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