Pressemitteilung vom 05.07.2026 
Erstes Smartphone: So gelingt Kindern ein sicherer Einstieg
Mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule erhalten viele Kinder ihr erstes Smartphone. Neben neuen Möglichkeiten entstehen dadurch auch Herausforderungen, bei denen Eltern den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Angeboten begleiten können.
Rheinland-Pfalz. Das erste eigene Smartphone gehört für viele Kinder spätestens mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule zum Alltag. Neben Kommunikation, Unterhaltung und Informationssuche eröffnet es auch den Zugang zu sozialen Netzwerken, Künstlicher Intelligenz und algorithmisch gesteuerten Inhalten. Damit wachsen die Anforderungen an einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.
Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz empfehlen Eltern deshalb, den Einstieg in die mobile Welt aktiv zu begleiten. Entscheidend sei dabei nicht allein das Alter, sondern vor allem der individuelle Entwicklungsstand des Kindes.
Medienkompetenz von Anfang an fördern
Ein wichtiger Schritt ist der Aufbau grundlegender Medienkompetenz. Kinder sollten frühzeitig lernen, wie Internet, Apps und Smartphones funktionieren und welche Regeln für eine sichere Nutzung gelten. Das Angebot Internet-ABC vermittelt dieses Wissen altersgerecht und spielerisch. Der sogenannte Surfschein ist unter https://www.internet-abc.de/surfschein/ erreichbar.
Ebenso sinnvoll ist eine bewusste Steuerung der täglichen Smartphone-Nutzung. Funktionen wie "Bildschirmzeit" oder "Family Link" helfen dabei, Nutzungszeiten festzulegen und bestimmte Funktionen wie das automatische Abspielen von Inhalten einzuschränken.
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Schutz vor Risiken im Netz
Auch der Schutz vor ungeeigneten Inhalten und unerwarteten Kosten spielt eine wichtige Rolle. Kindgerechte Suchmaschinen wie "fragFINN" oder "Helles Köpfchen" erleichtern einen sicheren Zugang zu Informationen. Zusätzlich sollten Eltern In-App-Käufe, Zahlungsfunktionen und Drittanbieterabrechnungen absichern, um ungewollte Ausgaben zu verhindern.
Besondere Aufmerksamkeit gilt inzwischen auch Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz. Nach Angaben der aktuellen JIM-Studie nutzen bereits mehr als zwei Drittel der Jugendlichen regelmäßig KI-Tools. Deshalb empfiehlt es sich, gemeinsam Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen zu prüfen sowie über Chancen, Risiken und die Funktionsweise von Chatbots zu sprechen.
Technische Hilfsmittel können den Schutz ergänzen, ersetzen jedoch nicht den regelmäßigen Austausch innerhalb der Familie. Gespräche über Apps, Inhalte und klare Nutzungsregeln fördern die Medienkompetenz und unterstützen Kinder dabei, digitale Angebote sicher und selbstbestimmt zu nutzen.
Weitere Informationen
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