Pressemitteilung vom 03.07.2026 
Ein neues Kapitel für Neuwied: Gepardin "Rosi" zieht ein und sorgt für Hoffnung
Der Zoo Neuwied begrüßt einen Neuzugang: Das junge Gepardenweibchen "Rosi" soll mit Kater "Sikio" zur Erhaltungszucht beitragen. Die Hoffnung auf Nachwuchs ist groß, nachdem die letzten Jahre von Verlusten geprägt waren.
Neuwied. Bereits Mitte April zog das Gepardenweibchen "Rosi" in den Zoo Neuwied ein, den größten Zoo von Rheinland-Pfalz. Die am 1. September 2024 im Allwetterzoo Münster geborene Raubkatze wird künftig mit dem neun Jahre alten Gepardenkater "Sikio", der seit 2019 in Neuwied lebt, zusammenleben und, so hofft der Zoo, für Nachwuchs sorgen.
Nach einem schwierigen Jahr in der Gepardenhaltung, in dem der Kater "Chomo" und die Katze "Lianne" im Herbst aufgrund verschiedener Krankheitsbilder eingeschläfert werden mussten, blickt das Zoo-Team nun optimistisch in die Zukunft.
Langsame Annäherung
Geparden haben spezielle Haltungsanforderungen, da sie nicht dauerhaft gemeinsam gehalten werden können. "Bei Geparden ist es so, dass die Weibchen Einzelgängerinnen sind, die ein festes Revier haben, während die Männchen allein oder im Bruderverband umherstreifen. Trifft ein Kater auf eine Katze, kommt es zunächst zu einer Verfolgungsjagd. Nur wenn er sie einholt, kommt es zur Paarung. Diese Jagd ist ein natürlicher Fitnesstest - ohne sie bekommt die Katze gar keinen Eisprung", erklärt Katharina Meise, Tierpflegerin im Raubtierrevier.
Deshalb wurde "Rosi" zunächst in einer eigenen Anlage untergebracht. Erst wenn beide Tiere sich hören, sehen und riechen konnten und gegenseitiges Interesse zeigen, werden sie zusammengeführt. "Rosi lebt sich sehr gut ein. Das Umsperren klappt mittlerweile problemlos - auch wenn sie dabei durchaus ihren eigenen Kopf hat und manchmal ein wenig zickig sein kann", berichtet Meise schmunzelnd.
Hoffnung auf Nachwuchs
Die letzte erfolgreiche Gepardennachzucht im Zoo Neuwied fand 2011 statt. In den vergangenen Jahren harmonierten die jeweiligen Tiere meist nicht ausreichend miteinander. Mit der jungen "Rosi" und dem erfahrenen "Sikio" hofft das Zoo-Team auf bessere Voraussetzungen für die Erhaltungszucht der bedrohten Raubkatzen. (PM/Red)
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