Werbung

Pressemitteilung vom 02.07.2026    

Franz Humer hat Müll und Abfälle in Neuwied im Visier

Mitarbeiter der GSG Neuwied sorgt für sauberes Wohnumfeld. Wenn Gespräche und Informationen nicht weiterhelfen, wird Entsorgung über die Nebenkosten abgerechnet.

Mit seinem Pritschenwagen ist Franz Humer werktäglich zu den Quartieren der GSG Neuwied unterwegs, um für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen. Er geht dabei auch auf die Bewohner zu und appelliert an die eigene Verantwortung für das Wohnumfeld. Was ihm Sorgen bereitet, ist der zunehmende "Mülltourismus". (Foto: Michael Stoll)

Müll ist lästig, manchmal gefährlich. Damit er nicht stetig mehr und zum Problem wird, geht die GSG Neuwied aktiv gegen Abfall-Ablagerungen in ihren Quartieren vor. Um die vier GSG-Hausmeister dabei zu unterstützen, wurde Franz Humer eingestellt. Der 62-Jährige bringt viel Erfahrung im Umgang mit Menschen mit. Im Gespräch ist er freundlich, kann aber auch bestimmt auftreten. Und er packt selbst an, beseitigt illegalen Sperrmüll ebenso wie sperrige Hinterlassenschaften in Kellern oder Treppenhäusern.

Franz Humer ist gelernter Zimmermann, war vier Jahre lang Zeitsoldat, dann 25 Jahre bei Mercedes-Benz unter anderem als Meister tätig. Als er sich beruflich neu orientierte, arbeitete er zunächst als Landschaftsgärtner, schließlich fünfeinhalb Jahre als Hausmeister. Seit dem 15. Januar 2024 gehört er zum GSG-Team, ist täglich mit seinem Transporter zu den GSG-Immobilien unterwegs, um die Grundstücke zu überprüfen. Denn Müll beeinträchtigt nicht nur das Erscheinungsbild der Stadt und das Image ganzer Straßenzüge, verunreinigte Umgebungen mindern die Lebensqualität. Unsachgemäße Entsorgung von Abfällen kann im schlimmsten Fall die menschliche Gesundheit gefährden, lockt Ungeziefer an.

Vermehrte Müllansammlungen können ein sichtbares Symptom für gesellschaftliche Probleme in Wohnquartieren sein. Stichworte sind Migration, eine Vielzahl von Transferempfängern, viele ältere Mieter, zunehmende Einsamkeit und die Auflösung von sozialen Bindungen. Kein Problem allein der GSG, aber diese begegnet solchen Entwicklungen proaktiv zum einen mit dem eigenen Sozialmanagement, zum anderen mit verstärktem Augenmerk auf die Müllbeseitigung. Dazu gehören auch die Informationstafeln an allen Plätzen Mülltonnen, die Hinweise zum richtigen Sortieren des Abfalls geben.

Franz Humer ist genau der Richtige für diesen Job, der Sensibilität ebenso wie Durchsetzungsvermögen verlangt. Aus seiner langjährigen Erfahrung weiß er: Es gibt Leute, die ihre Abfälle nicht richtig entsorgen wollen, und es gibt jene, die es nicht besser können. Dann sind schon mal Tonnen falsch befüllt und werden von der Müllabfuhr stehengelassen. An anderer Stelle wird beim Umzug der Hausrat rausgestellt, ohne Sperrmüll angemeldet zu haben. "Ich versuche dann sachlich und ruhig mit den Mietern zu reden", sagt der GSG-Mitarbeiter. "Ich gehe auch auf junge Leute zu, appelliere an sie, dass es doch ihre Zukunft und ihr Zuhause ist, die sie kaputtmachen, wenn sie ihr Wohnumfeld verdrecken."




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Koch/Köchin (m/w/d) Großküche

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Bildungsbegleitung (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57610 Altenkirchen

Fachkraft Wohnstätte Einzelfallhilfe (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Sozialarbeiter/-in (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

Gruppenleitung (m/w/d) in der Landschaftspflege

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Tatsächlich erntet er durchaus auch Verständnis, wenn er den Menschen den Spiegel vorhält. Will heißen: Jeder muss sehen, dass er selbst verantwortlich für die Sauberkeit im und am Haus ist. Wer sich bei ihm beschwert, wird dazu ermuntert, selbst mit seinen Nachbarn zu sprechen. Das immerhin kann der erste Schritt zu Besserung sein. Wenn Franz Humer aber die AWO zu Hilfe rufen oder selbst anpacken muss, dann werden die Aufwendungen dafür über die Nebenkosten abgerechnet.

Zu tun gibt's für ihn genug: Er meldet der Abfallwirtschaft defekte Mülltonnen, reinigt die Plätze rund um die Behälter, räumt Sperrmüll weg, entfernt abgebrochene Äste, entsorgt alte Möbel oder Fahrräder aus Kellergängen. Was der GSG-Mitarbeiter gar nicht braucht, was aber immer häufiger vorkommt, ist Müll-Tourismus. Fremde laden in Nacht-und-Nebel-Aktionen ganze Wagenladungen vor GSG-Häusern ab. Dreist. "Ich sage unseren Mietern: Wenn ihr so etwas nachts mitbekommt, dann fotografiert es, schreibt euch die Autokennzeichen auf und meldet es. Dagegen müssen wir gemeinsam vorgehen." (PM)




Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Woche der Teilhabe in der VG Asbach stößt auf große Resonanz

Mit mehr als 60 kostenfreien Angeboten hat die "Woche der Teilhabe" zahlreiche Menschen in der Verbandsgemeinde ...

Neue Holzliegen laden im Naturschwimmbad Niederhonnefeld zum Verweilen ein

Das Naturschwimmbad Niederhonnefeld ist um eine Attraktion reicher. Dank des ehrenamtlichen Bürgerprojekts ...

ADAC-Sicherheitstraining beeindruckt Fünft- und Sechstklässler am Werner-Heisenberg-Gymnasium

In der letzten Woche vor den Sommerferien fand unter der Leitung des ADAC-Moderators Volker Holzkämper ...

Förderverein der Westerwaldklinik setzt neue Projekte um

Der Förderverein der Westerwaldklinik Waldbreitbach e.V. hat bei seiner Jahreshauptversammlung auf das ...

Ein öffentliches Bekenntnis zu Gott in Waldbreitbach

Schwester M. Michelle Fagnon feierte ihre zeitliche Profess und band sich für die kommenden drei Jahre ...

Nordic aktiv Feriencamp in Anhausen startet in 17. Auflage

In Anhausen hat das Nordic aktiv Feriencamp des SRC Heimbach-Weis 2000 e.V. seine 17. Auflage erfolgreich ...

Weitere Artikel


Vorsicht bei Online-Nachsendeaufträgen: Kostenfalle durch Drittanbieter

Wer nach einem Umzug einen Nachsendeauftrag einrichten möchte, sollte bei der Online-Suche vorsichtig ...

Woche der Teilhabe in der VG Asbach stößt auf große Resonanz

Mit mehr als 60 kostenfreien Angeboten hat die "Woche der Teilhabe" zahlreiche Menschen in der Verbandsgemeinde ...

Neue Holzliegen laden im Naturschwimmbad Niederhonnefeld zum Verweilen ein

Das Naturschwimmbad Niederhonnefeld ist um eine Attraktion reicher. Dank des ehrenamtlichen Bürgerprojekts ...

ADAC-Sicherheitstraining beeindruckt Fünft- und Sechstklässler am Werner-Heisenberg-Gymnasium

In der letzten Woche vor den Sommerferien fand unter der Leitung des ADAC-Moderators Volker Holzkämper ...

Werbung