Waldbrand am Rotenfels: Lage stabilisiert sich - Feuerwehrmann verletzt
Nach vier Tagen intensiven Einsatzes zeigt die Bekämpfung des Waldbrandes am Rotenfels im Landkreis Bad Kreuznach Erfolge. Die Flammen sind weitestgehend unter Kontrolle, jedoch bleibt die Gefahr durch Glutnester bestehen.
Bad Kreuznach. Am vierten Tag des Großeinsatzes rund um den Waldbrand am Rotenfels hat sich die Lage deutlich stabilisiert. Das Gebiet ist teils mit Munition belastet, was die Löscharbeiten erschwert. Feuerwehrleute können nun direkt gegen den Brand vorgehen, während ein Löschroboter weiterhin im Einsatz ist. "Es gebe praktisch keine Flammen mehr", erklärte Landrätin Bettina Dickes (CDU). Ein Feuerwehrmann wurde verletzt und befindet sich im Krankenhaus.
Die Rückkehr der Bewohnerinnen und Bewohner von Traisen verlief reibungslos, nachdem der Ort am Wochenende geräumt worden war. Dennoch bleibt das Waldgebiet abgesperrt, da dort noch Glutnester vermutet werden. In verschiedenen Abschnitten des Areals wird unterschiedlich vorgegangen: Nahe Traisen bekämpfen Feuerwehrleute aktiv das Feuer, während der Löschroboter in anderen Bereichen das Gelände abkühlt. Die Sprecherin der Kreisverwaltung berichtete, dass es seit einiger Zeit keine Knallgeräusche mehr gab, was darauf hindeutet, dass die im Boden befindliche Munition abgebrannt ist.
Seit Samstag sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung unermüdlich im Einsatz. Sie organisierten etwa 150 Fahrten, damit die evakuierten Bewohner kurzzeitig in ihre Häuser zurückkehren konnten, um vergessene Gegenstände zu holen oder Haustiere zu versorgen. Die Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung war groß: Besitzer von Ferienwohnungen boten Unterkünfte an, andere nahmen Tiere auf.
Für die Versorgung der über 600 Einsatzkräfte sind die Kreisverbände Bad Kreuznach und Alzey des Deutschen Roten Kreuzes zuständig. DRK-Einsatzleiter Chris Snehotta berichtete, dass bisher mehr als 7.000 Mahlzeiten und rund 2.000 Getränkekisten bereitgestellt wurden. Um auch schwer zugängliche Gebiete zu erreichen, setzt das DRK geländegängige Fahrzeuge ein, die Essen und Getränke in Thermobehältern an die Verpflegungspunkte bringen. (dpa/bearbeitet durch Red)
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