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Nachricht vom 28.06.2026    

Abfallwirtschaft und GSG Neuwied im Kampf gegen Müllproblematik

In Neuwied sorgt die korrekte Mülltrennung für Diskussionen. Vertreter der GSG Neuwied und der Abfallwirtschaft suchen nach Lösungen, um die steigenden Kosten durch Fehlbefüllungen zu senken. Dabei könnte ein neues Pilotprojekt Abhilfe schaffen.

Die Biotonnen werden immer wieder falsch befüllt. Symbolfoto

Neuwied. Kürzlich trafen sich Vertreter der GSG Neuwied und der Abfallwirtschaft des Kreises im Haus fürs Seniorenwohnen in der Rheinstraße, um über die zunehmende Müllproblematik zu diskutieren. Rebecca van Boemmel, Prokuristin der GSG, und Sozialmanagerin Alexandra Gras begrüßten Teilnehmer aus verschiedenen Organisationen wie der Stadt Neuwied, dem Quartiersmanagement und sozialen Einrichtungen. Van Boemmel erklärte, dass trotz zahlreicher Initiativen das Problem mit falsch befüllten und überfüllten Abfallbehältern zugenommen habe. Besonders problematisch sei der sogenannte "Mülltourismus", bei dem fremde Autos nachts Abfälle auf Grundstücken abladen.

Ein zentrales Thema der Diskussion war die Biotonne, in der häufig Plastiktüten oder Restabfälle landen. Dies führt dazu, dass der organische Abfall nicht mehr verwertet werden kann und teure Sonderleerungen notwendig sind. Abfallberaterin Martha Reuber schlug ein Pilotprojekt in bestimmten Straßenzügen vor, um die Sortierqualität zu verbessern. In diesen Gebieten leben bis zu 23 verschiedene Nationalitäten und es kam bereits zu acht Sonderleerungen in diesem Jahr.



Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen Aufklärung und Beratung vor Ort sowie Informationen in Integrationskursen. GSG-Hausmeister sollen Mieter direkt ansprechen und an deren Eigenverantwortung appellieren. Weitere Ideen sind Gefäße zur Mülltrennung in Küchen und Hinweismaterialien zur richtigen Sortierung. Van Boemmel betonte, dass viele Mieter sich an die Regeln halten und sogar zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um die Tonnen sauber zu halten.

Zusätzliche Gebühren für Sonderleerungen und Bußgelder bei Verstößen könnten weitere Anreize schaffen, die Mülltrennung ernst zu nehmen. Das Treffen endete mit der Vereinbarung, den Austausch zu intensivieren und konkrete Maßnahmen bei weiteren Treffen zu beraten. Red


Lokales: Neuwied & Umgebung
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