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Nachricht vom 28.06.2026    

Wettkampf und Wertschätzung: Jugendfeuerwehrtag 2026 als Bühne für engagierte Nachwuchsretter in Dierdorf

Auf dem Gelände des Martin-Butzer-Gymnasiums Dierdorf entstand am Freitag, 26. Juni, eine beeindruckende Zeltstadt. Sie wurde von acht Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Neuwied aufgebaut. Eingeladen zum Kreisjugendfeuerwehrtag 2026 hatte die Jugendfeuerwehr der Verbandsgemeinde Dierdorf mit ihren Betreuern.

Der Wanderpokal ging in diesem Jahr nach Bad Hönningen. Fotos: Feuerwehr VG-Dierdorf/Wolfgang Tischler

Dierdorf. Im Mittelpunkt der dreitägigen Veranstaltung standen Gemeinschaft, Kameradschaft und eine große Menge an Spaß. Das erste Highlight startete direkt am Freitagabend mit einer Nachtwanderung, bei der diverse Aufgaben zu lösen waren. An fünf Stationen galt es, Aufgaben zu lösen, wie Schätzaufgaben, Balancieren von Bällen, Feuerwehr-ABC und weitere. Hier konnten Punkte gesammelt werden.

Am Samstagmorgen startete dann die Zeltlager-Olympiade, die den Witterungsverhältnissen angepasst wurde und weitestgehend im Schatten stattfand. An acht Stationen warteten teils knifflige Aufgaben auf die acht Teams. Am aufwändigsten war der Aufbau eines Löschangriffes aus offenem Gewässer auf Zeit. Das Gewässer wurde durch einen großen Löschwasserbehälter, wie er zum Beispiel bei Waldbränden zum Einsatz kommt, simuliert. Die Zeit wurde gestoppt, wenn das Wasser aus zwei C-Rohren kam.

Weitere Stationen waren unter anderem das Durchklettern von gespannten Seilen, ohne diese zu berühren, Schlauchkegeln, Wassertransport mit einem Schwämmchen, Ablängen von Dachlatten auf ein vorgegebenes Maß, ohne einen Zollstock zu benutzen und weitere. Am Nachmittag standen dann der Besuch des Hallenbades und der Feuerwehr Selters auf dem Programm. In Selters konnte der neue Löschroboter in Aktion bewundert werden. Daneben gab es Wasserspiele und für jedes Kind ein Eis, das von der Sparkasse Neuwied gesponsert wurde.

Die Siegerehrungen erfolgten dann am Abend beim Festakt, zu dem Jan-Eric Henn, der durch das Programm führte, zahlreiche Gäste begrüßen konnte. „Unsere Jugendfeuerwehren sind ein unverzichtbarer Stützpfeiler für die Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes. Hier wachsen die Helferinnen und Helfer von morgen heran. Seitens der kommunalen Familie besteht Einigkeit darüber, dass die Jugendfeuerwehren jede Unterstützung erhalten sollen, die für eine hervorragende Ausbildung und Förderung notwendig ist“, sagte Bürgermeister Manuel Seiler in seinem Grußwort.

Landrat Achim Hallerbach dankte, wie andere auch, den Betreuerteams für ihren Einsatz. „Mit den Jugendfeuerwehren hier im Kreis Neuwied sind wir hervorragend aufgestellt. Ihr seid unsere Zukunft für unsere Feuerwehren. Es ist ein ganz besonderes Ehrenamt, das ihr ausübt“, erklärte Hallerbach.



Wehrleiter und stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Andreas Schmidt ging in seiner Rede auf die Entstehung der Jugendfeuerwehr ein. Die Zuhörer erfuhren, dass erste Bemühungen zur Gründung einer Jugendfeuerwehr in der Verbandsgemeinde Dierdorf 1977 scheiterten. Am 28. April 2000 war es dann so weit und die Gründung erfolgte in einer Feierstunde in Großmaischeid. Die heutigen Leiter Dominik Stein und Christian Siebenaller waren damals schon dabei. Weitere acht Gründungsmitglieder sind heute noch aktiv. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Dierdorf umfasst aktuell 128 Angehörige, davon kommen 37 aus der Jugendfeuerwehr.

Als Sieger aus dem Wettbewerb „Nachtwanderung“ ging die Jugendfeuerwehr Dierdorf hervor, Platz zwei ging an Puderbach und Platz drei an Asbach. Bei der Olympiade gibt es einen Wanderpokal, den konnte Bad Hönningen mit nach Hause nehmen. Platz zwei ging an Kurtscheid und auf dem dritten Platz landeten punktgleich Asbach und die Stadt Neuwied.

Verdiente Ehrungen gab es für die langjährigen Jugendbetreuer der Verbandsgemeinde Dierdorf, Dominik Stein und Christian Siebenaller. Sie erhielten von Landesjugendwart Dirk Schröder das Ehrenzeichen der Kinder- und Jugendfeuerwehr in Rheinland-Pfalz, in Silber für Dominik Stein und in Gold für Christian Siebenaller.

Für eine besondere Überraschung sorgte die Würdigung der Mütter und Ehefrauen der Hauptorganisatoren, die mit Blumen und Präsenten bedacht wurden. Wehrleiter Andreas Schmidt erhielt als Dankeschön einen speziell zusammengestellten Präsentkorb. Bei Gegrilltem und kalten Getränken ging es ins Freie und zum langsamen Ausklang des Abends. Nach dem Frühstück am Sonntag hieß es dann: Abbau der Zeltstadt. woti


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