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Nachricht vom 18.06.2026    

12. Burgfest Rotenhain: Auf ins Mittelalter

Von Mariam Nasiripour

Schöne Gewänder, tolle Mitmachaktionen für Kinder und ein buntes Programm. Das Burgfest in Rotenhain war erneut ein großer Erfolg und zog wieder zahlreiche Besucher aus nah und fern an.

Das diesjährige Burgfest war besonders auf Familien mit Kindern ausgerichtet. (Fotos: Mariam Nasiripour)

Rotenhain. Auf eine Zeitreise ins Mittelalter wurden die Besucher des 12. Burgfestes in Rotenhain mitgenommen. Der veranstaltende Verein Historica Rotenhain hatte wieder ein schönes Programm zusammengestellt, mit einem besonderen Fokus auf Familien mit Kindern. "Wir sind sehr zufrieden und happy", erklärte Anett Herold, Erste Vorsitzende des Vereins Historica Rotenhain. "Happy" zeigte sie sich auch über das trockene Wetter an diesem Wochenende. Darüber hinaus habe es viel Lob von den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern gegeben, zum Beispiel für das Frühstücksbuffet, das angeboten wurde. Das hatte der Verein in diesem Jahr etwas mehr ausgebaut und vielfältiges Frühstück mit Leckereien serviert. "Wir wurden an beiden Tagen beim Frühstück überrannt", freute sich Herold. Erstmalig standen auch Produkte aus der Gemeinde, wie Honig, Eier und Räucherforelle, auf dem Tisch.

Möglich wurde es durch die mehr als 60 Helferinnen und Helfern, die die ganze Woche beim Aufbau geholfen, Bauzäune aufgestellt und Mulchrinde geschleppt haben. Außerdem haben sie am Wochenende Dienste übernommen, wie die Vorbereitung des Frühstücks oder an der Kasse. Dabei zeigten die Frauen ein ganz besonderes Engagement, so Herold. "Wir haben viel Frauenpower in diesem Jahr", schildert die Vorsitzende stolz. Sie eröffnete wie jedes Jahr als Königin Tarata von Tara am Samstag pünktlich zur Mittagszeit den Markt. Anschließend stellten sich die 20 Lagergruppen persönlich vor.

Am Sonntagmittag war das Gelände um die Burg voll von Familien mit Kindern. Einige hatten sich Mühe gegeben und erschienen mittelalterlich gewandet. Für die richtige Stimmung sorgen 20 Lagergruppen und 19 Marktstände mit Fellen, Leder, Schmuck, Keramik, Schilde und Kunsthandwerk sowie alles, was kleine Prinzessinnen und Ritter benötigen. Hinzu kamen verschiedene Stände mit süßen und herzhaften Leckereien. Zum ersten Mal dabei war die Heimatküche mit Wagyu- und Enten-Würstchen für alle.

Abwechslungsreiches Programm für die Besucher
Die Kinder erfreuten sich an den vielen kostenfreien Mitmach-Stationen, wie das Kinder-Ritterturnier, das von Elke Melchior dreimal am Tag ausgerichtet wurde. Dabei wurden die Kinder in Ritterkleidung gesteckt und ihnen wurde ein Steckenpferd angebunden. Anschließend mussten sie mit einer Lanze Ringe einsammeln oder über Hindernisse springen. Für alle gab es abschließend eine Urkunde und eine Goldmünze, die sie am Eiswagen gegen ein Eis eintauschen konnten. An alle anderen Kinder verteilte Königin Tarata von Tara ebenfalls Goldmünzen für ein Eis. "Das Eis bezahle ich aus eigener Tasche", sagte sie. Sie wollte damit allen Kindern eine Freude machen und ihnen ein Strahlen ins Gesicht zaubern. Das war ihr gelungen, denn die Kinder freuten sich sehr darüber.



Außerdem lernten die Kinder, wie man mit einem Katapult eine Burg beschießt oder mit einem Hammer Schilde umwirft. An einem anderen Stand konnten sich die kleinen Prinzessinnen und Ritter auch schminken lassen. Sehr lehrreich und unterhaltsam war die Vorführung der Badischen Schwertkämpfer, die den Ursprung des Wortes Spießbürger erklärten und woher das Wort "Eine Lanze brechen" stammt. Dafür bekamen einige Besucher kurzerhand Spieße in die Hand gedrückt und wurden in die Vorführung miteingebunden. Mitmachen konnten die Besucherinnen und Besucher auch beim Speckstein-Schleifen.

Aber auch das Unterhaltungsprogramm kam nicht zu kurz. Es gab Narrekai, Wikingertanz, Schaukämpfe, Gauklerei und Jonglage. Und wer schon am Samstag da war, der konnte das Spektakel am Sonntag kostenfrei erleben.

Während die Besucherinnen und Besucher das Fest genossen, genossen die Menschen in den Lagern auf der Wiese neben der Burg die entspannte Atmosphäre, die besondere Stimmung und die Gemeinschaft. Sie alle waren sich darüber einig, dass der Ausflug in die Geschichte entschleunigt, Stress abbaut und ein Gefühl von Freiheit vermittelt.


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
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