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Pressemitteilung vom 16.06.2026    

Barrierefreiheit entlang der rechten Rheinstrecke: Herausforderungen und Lösungen

Die Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke bringt umfassende Modernisierungen mit sich. Besonders die Bahnsteighöhen an den Bahnhöfen Neuwied und Engers stehen im Fokus der Diskussionen. Doch nicht alle Wünsche können umgesetzt werden.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Neuwied. Im Rahmen der Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke, die vom 10. Juli bis zum 12. Dezember 2026 stattfindet, plant DB InfraGO zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit. Ein zentrales Thema ist dabei die Anpassung der Bahnsteighöhen in Neuwied und Engers.

Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) hat sich gemeinsam mit Partnern aus Nordrhein-Westfalen für eine einheitliche Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern eingesetzt. "Für uns war und ist wichtig, dass die Stationen entlang der rechten Rheinstrecke attraktiv und barrierefrei gestaltet werden", erklärt Achim Hallerbach, Verbandsvorsteher des SPNV-Nord. Die abschließende Prüfung liegt jedoch bei DB InfraGO.

Laut DB InfraGO sind aufgrund der besonderen Anforderungen der Strecke nicht überall Bahnsteige mit 76 Zentimetern Höhe möglich. Die rechte Rheinstrecke ist ein wichtiger Güterverkehrskorridor, der auch für Transporte mit Lademaßüberschreitungen genutzt wird. Um diese Verkehre sicher zu ermöglichen, dürfen Bahnsteige an bestimmten Punkten eine Höhe von 55 Zentimetern nicht überschreiten.



Anpassung der Züge, statt der Bahnsteige
Der Bahnhof Neuwied, dessen Bahnsteige bereits seit 2014 auf 55 Zentimeter modernisiert sind, wird nicht erneut umgebaut. In Engers hingegen wird die Bahnsteighöhe von derzeit 38 Zentimetern auf 55 Zentimeter erhöht. Zudem werden dort neue Aufzüge und weitere Maßnahmen zur Barrierefreiheit umgesetzt. Zur Sicherstellung der Barrierefreiheit kommen Fahrzeuge mit Einstiegshilfen und Rampensystemen zum Einsatz.

Thorsten Müller, Verbandsdirektor des SPNV-Nord, äußert sich zur Zukunft der eingesetzten Fahrzeuge: "Die aktuell verwendeten Fahrzeuge sind nicht mehr die jüngsten, deswegen ist es absehbar, dass in einigen Jahren neue Fahrzeuge zum Einsatz kommen müssen." Er hofft auf technische Innovationen, die unterschiedliche Einstiegshöhen ermöglichen. (PM/Red)


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