Pressemitteilung vom 15.06.2026 
Neuwied überbrückt Integrationskurs-Lücke mit eigenem Angebot
In Neuwied sorgt die Aussetzung von Zulassungen zu Integrationskursen für Unsicherheit. Die Stadt und die Volkshochschule haben nun eine Lösung gefunden, um Betroffenen dennoch Sprachförderung zu bieten.
Neuwied. Seit Dezember letzten Jahres sind viele Menschen in Deutschland von der Aussetzung zahlreicher Zulassungen zu Integrationskursen betroffen. Besonders Menschen aus EU-Staaten sowie andere schutzbedürftige Gruppen erhielten keine Zulassung mehr, was ihren Integrationsweg erheblich beeinträchtigte. Obwohl das Bundesministerium des Innern plant, die Einschränkungen ab Juni zu lockern, bleiben praktische Hürden bestehen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge muss zunächst interne Umstellungen vornehmen, deren Dauer ungewiss ist. Anträge während dieser Phase werden weiterhin abgelehnt, und die zukünftige Zahl an Zulassungen hängt von der Haushaltslage ab.
Um dennoch Perspektiven zu schaffen, bietet die Volkshochschule Neuwied ab sofort einen eigenen Sprachkurs an, finanziert aus dem Integrationsbudget der Stadt. Der Kurs umfasst 600 Unterrichtsstunden und orientiert sich am klassischen Integrationskurs. Er richtet sich an Personen, die aktuell keinen Zugang zu regulären Kursen haben. Nicht teilnehmen können diejenigen, die bereits einen Integrationskurs abgeschlossen haben.
Bürgermeister Peter Jung erklärt: "Mit dem neuen Angebot wollen wir die entstandene Versorgungslücke schließen und den betroffenen Menschen trotz der aktuellen Situation weiterhin einen strukturierten Zugang zu Sprachförderung und gesellschaftlicher Integration ermöglichen."
Interessierte sollten sich bis spätestens 27. Juli bei der Volkshochschule Neuwied unter der Telefonnummer 02631-8025510 anmelden. Der Kursstart ist nach den Sommerferien geplant. (PM/Red)
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